Red Bulls gewinnen grandioses Torspektakel in Ungarn

Paul Huber feiert beim 6:4-Auswärtserfolg Doppelpack

Székesfehérvár, 21. Oktober 2022 | Der EC Red Bull Salzburg gewann das Auswärtsspiel der win2day ICE Hockey League gegen Hydro Fehérvár AV19 mit 6:4 und überzeugte nicht nur mit guter Offensive, sondern auch mit einer unglaublich kämpferischen Defensivleistung. Die Red Bulls drehten einen 1:3-Rückstand im zweiten Drittel zur 4:3-Führung und ließen sich auch vom neuerlichen Ausgleich nicht aus dem Tritt bringen. Aber erst mit Benjamin Nissners Empty-Net-Tor in der Schlussminute war der 3-Punkter in Ungarn wirklich abgesichert, Paul Huber freute sich über einen Doppelpack. 

In Abwesenheit von acht rekonvaleszenten Spielern – Troy Bourke, der sich gestern im Training bei einem Zusammenprall eine Schulterluxation zuzog, konnte das Krankenhaus schon wieder verlassen, wird aber mehrere Wochen ausfallen – gingen die Red Bulls in Székesfehérvár ins zweite Duell gegen den Vorjahresfinalsten. Und das begann fulminant. Nach nur 12 Sekunden netzte Paul Huber nach einem Kurzpass vors Tor ein und brachte die Red Bulls mit dem zweitschnellsten Tor der Clubgeschichte – Raphael Herburger traf im November 2019 in Linz nach 11 Sekunden – in Führung. Nur eineinhalb Minuten später glichen die Ungarn aus. Salzburgs Torhüter David Kickert wurde vor dem Nachschuss zu Fall gebracht, das Tor wurde aber nach Videobeweis gewertet. Danach ging es in einem schnellen Auf und ab intensiv weiter, beide Teams kreierten abwechselnd gute Szenen vor dem Tor. David Kickert musste v.a. bei vielen verdeckten Schüssen höllisch aufpassen, während die Red Bulls versuchten, viel zu kombinieren.

Nach einem ersten spannenden Drittel mit wenig Unterbrechungen ging es mit dem gerechten 1:1 in die Kabinen. Zu Beginn des zweiten Abschnitts wehrten die Red Bulls das erste Powerplay der Hausherren noch ab, doch wenig später hatten sie erneut in Unterzahl das Nachsehen. Janos Hari ließ sich die Chance freigespielt auf der linken Seite nicht entgehen (25.). In der 29. Minute verhinderte David Kickert dann nach einem Sololauf von Patrick Newell zunächst das dritte Gegentor, doch im Nachfassen traf Akos Mihaly aus einem Gewühl vorm Tor dann doch noch zum 3:1. Doch Salzburg blieb dran und sollte die Partie auf den Kopf stellen. Tyler Lewington stand nach einem schnellen Angriff goldrichtig und zimmerte die Scheibe aus dem halbhohen Slot in die Maschen. Beim anschließenden ersten Salzburger Powerplay nahm Chay Genoway Maß von der blauen Linie und versenkte den Puck zum 3:3-Ausgleich ins Kreuzeck. Damit nicht genug, traf Paul Huber mit einem Doppelpack in der 35. Minute direkt vorm Gehäuse aus einem Konter heraus zur 4:3-Führung. Innerhalb von fünf Minuten hatten die Red Bulls die Partie gedreht und die Führung übernommen. Fehérvárs Goalie Dominik Horvath machte daraufhin Platz für Olivier Roy, aber die Red Bulls nahmen erstmal die Führung mit in die zweite Pause. 

Nur wenige Sekunden nach Wiederbeginn nutzte Csanad Erdely eine Unachtsamkeit in der Salzburger Defensive und verwertete den Alleingang zum 4:4-Ausgleich (41.). Danach wurde mit offenem Visier gespielt, bei gleichbleibend hohem Tempo ging es in der hektischer werdenden Partie hin und her. Dann kam der Auftritt von Lucas Thaler. Er fing in der Offensivzone einen Querpass ab und hob die Scheibe zur neuerlichen Führung cool unter die Querstange (54.). Danach warfen die Ungarn alles nach vorn, David Kickert hatte noch einmal richtig viel zu tun. In den letzten zweieinhalb Minuten spielten die Hausherren mit einem Mann mehr, die letzte Minute sogar mit 6:4 Feldspielern. Benjamin Nissner erlöste die Red Bulls schließlich in der Schlussminute mit dem Treffer ins leere Tor und fixierte damit auch den schwer verdienten 6:4-Sieg in Székesfehérvár.

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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