Formationsteam des HSV Red Bull Salzburg vertritt Österreich bei der Weltmeisterschaft in Arizona

Mit dem Formationsteam Aerodynamix möchten die Fallschirmspringer des HSV Red Bull Salzburg beweisen, dass sie auch in der für sie neuen Disziplin auf dem Weg sind, vorne mitzumischen. Das aus vier Springern und einem Kameramann bestehende Team vertritt Österreich in der 4-Way-Formation bei der Weltmeisterschaft in Arizona, USA, an, welche die kommenden Tage stattfindet.

Normalerweise ist Fallschirm-Zielspringen die Paradedisziplin der Athleten des HSV Red Bull Salzburg. Doch seit mittlerweile zwei Jahren hat sich auch ein Formations-Team etabliert, das auch bei der Militär Weltmeisterschaft mit einer überaus guten Leistung im vorderen Feld mitgesprungen war, und sich zudem vor einigen Monaten auch den Vizestaatsmeistertitel in der 4-Way-Formation gesichert hatte. 
Für das Formationsteam des HSV Red Bull Salzburg mit dem Namen „Aerodynamix“, bestehend aus Sebastian Graser, Manuel Sulzbacher, Kevin Wagner und Michael Hribernik, sowie Kameramann Michael Urban geht es nun zur Weltmeisterschaft in Arizona, USA. Bei dieser messen sich noch bis 26. Oktober Teams aus über 30 Nationen in den Disziplinen Formation Skydiving, Canopy Formation, Artistic Events, Speed Skydiving, Canopy Piloting, Canopy Piloting – Freestyle und Wingsuit Flying. Für die Salzburger ist die Teilnahme eine Ehre, wurden sie doch, dank der rapiden Entwicklung ihrer Leistungen in den letzten beiden Jahren, ausgewählt, Österreich dort als einzige Mannschaft zu vertreten. 

„Die Herausforderung beim Formations-Springen ist die Koordination und den Rhythmus aller vier Springern zu finden, synchron zu bleiben, aber vor allem auch denselben Speed zu haben. Deshalb ist eine gute Technik das Wichtigste. Auch die Timings müssen exakt stimmen. Es gibt zwar keine Mindestzahl an Sprüngen, die notwendig sind, um in der Formation zu springen, aber eine gewisse Erfahrung sollte man schon haben, und je mehr Sprünge man hat, desto stabiler und besser ist man natürlich im Freifall„, erklärt Manuel Sulzbacher die Komplexität dieser Disziplin.
Auch der Kameramann muss sehr präzise fliegen, denn seine Aufgabe ist die Dokumentation für die Judges. Daher ist es wichtig, dass alle Griffe und Formationen korrekt auf dem von ihm aufgenommenen Material zu sehen sind.
Bei der Weltmeisterschaft wird das Programm der 10 Sprünge ausgelost. Die einzelnen Programme bestehen aus 5-6 Formationen. Insgesamt gibt es 17 einzelnen Formationen und 22 Formationsblöcke (bestehen aus 3 Abfolgen). Oft werden die Blöcke aber auch getauscht, das hat dann zur Folge, dass sich die Teams auch die einzelnen Formationen in anderen Positionen merken müssen. Insgesamt müssen die Fallschirmspringer daher bei der Weltmeisterschaft ca. 45 Formationen in zwei Positionen, also 90 Formationen kennen und im besten Fall perfekt beherrschen. Das wiederum heißt, pro Sprung gilt es, sich eine Abfolge von bis zu 12 Formationen zu merken und diese so schnell und so präzise wie möglich gemeinsam zu fliegen. 
Leider lief die Vorbereitung für die Salzburger jedoch nicht wie geplant, die meisten Trainings sind krankheitsbedingt ausgefallen. So war eigentlich die Staatsmeisterschaft Anfang September die letzte Gelegenheit, gemeinsam zu springen. Doch vor Ort gibt es noch zwei Trainingstage, an denen die Salzburger Fallschirmspringer noch einmal an ihren Figuren feilen, sowie sich an die, wahrscheinlich ungewohnten Bedingungen in der Luft gewöhnen können. 
Die Salzburger gehen jedoch ohne Druck in die WM, denn für sie gilt es hauptsächlich einmal darum, ihre erste (zivile) Weltmeisterschaft zu genießen und Erfahrungen zu sammeln.

©HSV Red Bull Salzburg
©HSV Red Bull Salzburg

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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