Landesrat Kaineder: „Es braucht nicht viel, aber viele – Oö. Gemeinden sind wichtiger Partner bei Energiesparinitiative

In den letzten Monaten wurde durch den Krieg in der Ukraine die schmerzliche Abhängigkeit von fossilen Energieträgern vor Augen geführt. Die Vervielfachung der Preise stellen die Menschen, Unternehmen und Gemeinden in unserem Land vor eine riesige Herausforderung. Es ist klar, dass die Antworten auf die Energie- und Klimakrise dieselben sind: Energie sparen und eine rasche Energiewende.

Mit der Infooffensive des Klimaschutzressorts „Es braucht nicht viel. Aber viele.“ wird Privatpersonen und Unternehmen bereits umfassende Orientierung zum Energiesparen gegeben. Nun wird die Offensive in einem nächsten Schritt auch auf oberösterreichische Gemeinden erweitert. Denn auch Gemeinden stehen ob der aktuellen Preissituationen gerade auch am Energiemarkt vor großen Herausforderungen. Eine Checkliste zum Energiesparen und weitere hilfreiche Informationen zum Thema wurde von Umwelt- und Klima-Landesrat allen oberösterreichischen Gemeinden zur Verfügung gestellt, mit der Bitte, beim Einsparen mitzuhelfen. Zusätzlich wird es für die Gemeinden ein Webinar-Angebot der Energiexpert/innen beim Klimabündnis OÖ geben, wo die wesentlichsten Potenziale aufgezeigt und die wichtigsten Fragen beantwortet werden sollen. Alle Details zum Ablauf sowie einen Anmeldungslink findet man hier: https://oberoesterreich.klimabuendnis.at/betriebe/webinar-reihe-es-brauch-nicht-viel-aber-viele

„Diese Energie- und Klimakrise hat Ausmaße angenommen, die wir nur gemeinsam bewältigen können. Oft braucht es nicht viel, schon kleine Maßnahmen können große Einsparungen bringen. In diesen Krisenzeiten ist es besonders wichtig, dass wir als Gesellschaft zusammenrücken und uns gemeinsam bemühen, Energie zu sparen“, erklärt Umwelt- und Klima-Landesrat Stefan Kaineder die Beweggründe hinter der Initiative. „Für Gemeinden macht es alleine schon aus wirtschaftlicher Sicht Sinn, ressourcenschonend und energiesparend zu agieren. Es freut mich sehr, dass schon viele Gemeinden handeln und aktiv Energie einsparen. Mit unserer Informations- und Beratungsoffensive wollen wir die oberösterreichischen Gemeinden dabei unterstützen, einfache und leicht durchführbare Energiespar-Maßnahmen umzusetzen. Wir haben derzeit zwei Krisen, die Energiekrise und die Klimakrise und auf beide Krisen müssen wir dieselbe Antwort geben: Energiesparen und Klimaschutz!“, so Stefan Kaineder.

Klimabündnis OÖ hat 30 Jahre Erfahrung bei der Energieberatung in den Gemeinden

Seit mehr als 30 Jahren unterstützt das Klimabündnis die OÖ Gemeinden unter dem Motto „Global Denken und Lokal“ beim Energiesparen und Klimaschutz. Diesen wertvollen Erfahrungsschatz der Beratung können die Gemeinden in der jetzigen Situation besonders gut brauchen. Ob der Klima- und Energiegemeindecheck für Gebäude, die Radberatung oder die Entwicklung einer Klimastrategie für die Gemeinden. Sowohl intern in der Gemeindeverwaltung wie gemeinsam mit der Bevölkerung und den Haushalten steht ein breites Angebot in verschiedenen Bereichen zur Verfügung, um Energie zu sparen, Klimaschutz voranzutreiben und damit langfristig Lebensqualität zu sichern. Auch wenn die Chancen der Transformation nicht auf den ersten Blick sichtbar scheinen, ist es umso wichtiger, dass die Gemeinden mutig vorangehen und entsprechende vorbildliche Maßnahmen und Taten umsetzen. Besonders in der Fülle und Vielfalt vieler kleiner Maßnahmen stecken in Summe große Einsparungspotentiale die genutzt gehören. Vom Check der Heizung mit z.B. hydraulischen Abgleich der Heizung, über richtiges Lüften bis zur Reduktion der Straßenbeleuchtung sind die Möglichkeiten vielseitig.

Klimaschutzgemeinde Schlierbach auch Vorbild für Energiesparen und Nachhaltigkeit

Schlierbach im Bezirk Kirchdorf ist bereits seit 1993 Klimabündnis-Gemeinde und engagiert sich seither mit großem Einsatz für den Klimaschutz. Mit dem Anschluss vieler öffentlicher Gebäude an die Nahwärme der Bioenergiegenossenschaft Schlierbach konnte der Verbrauch von Gas bereits vor Jahrzehnten stark reduziert werden. Aktuell erhebt die Gemeinde mit einem Projektpartner das Potential für weitere PV-Anlagen auf gemeindeeigenen und halböffentlichen Gebäudedächern. Außerdem stellt Schlierbach schon seit Jahren schrittweise die Straßenbeleuchtung auf LED um, wodurch die Gemeinde langfristig Strom sparen kann. „Wir haben die nächtliche Abschaltungsdauer der Straßenbeleuchtung von 23 Uhr bis 5 Uhr früh teilweise schon vor Jahren eingeführt, derzeit läuft eine Bestandsaufnahme der gesamten Beleuchtungsinfrastruktur, um noch weitere Optimierungsmaßnahmen setzen zu können„, erläutert Bürgermeisterin Katharina Seebacher.

Die Schlierbacher Bgm.in Katharina Seebacher, Mag. Norbert Rainer (Klimabündnis) und Umwelt- und Klima-Landesrat Stefan Kaineder bei einem Klimabündnistreffen. Foto: Cityfoto/Wolfgang Simlinger

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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