Kaindl wird größter Fernwärmelieferant Salzburgs

Neues Biomasse-Heizkraftwerk / 45 Megawatt Wärme für Salzburg AG-Netz

Einen großen Schritt für Salzburgs Energieunabhängigkeit setzt die Firma Kaindl in Wals-Siezenheim. Sie errichtet bis 2025 ein Heizkraftwerk, aus dem 45 Megawatt an Abwärme in das Fernwärmenetz der Salzburg AG eingespeist werden. Betrieben wird die Anlage ausschließlich mit Altholz. „Dieser Weg zeigt, dass die beiden Unternehmen hohe Verantwortung für unser Bundesland übernehmen“, so Landeshauptmann Wilfried Haslauer.

Schon jetzt versorgt Kaindl 3.000 Salzburger Haushalte mit Fernwärme. Mit einer Investition von 175 Millionen Euro wird nun ein Biomasse-Heizkraftwerk errichtet, das einerseits die Energieversorgung des Unternehmens auf neue Beine stellt und mit dem andererseits der fossile Anteil der Wärmeversorgung der Salzburg AG auf ein Drittel reduziert wird.

Haslauer: „Wesentlicher Beitrag zur Energieautonomie.“

Kaindl und die Salzburg AG sind für Salzburg nicht nur Leitbetriebe in Sachen Arbeitsplätze und Innovation. Sie setzen nun bei der Dekarbonisierung gemeinsam sehr bedeutende Schritte für das Bundesland. Nach Inbetriebnahme des Heizkraftwerks sinkt der Anteil an fossilen Brennstoffen in der Fernwärme der Salzburg AG auf ein Drittel. Auf dem Weg in Richtung Energieautonomie ist das ein ganz wesentlicher Beitrag“, so Landeshauptmann Wilfried Haslauer.

Schellhorn: „CO2-freie Wärmeerzeugung rückt näher.“

„Gemeinsam mit der Salzburg AG, dem Land Salzburg und der Stadt Salzburg sind wir gerade dabei, unsere Fernwärmestrategie weiter zu schärfen. Ein erster Entwurfsplan für neue, regionale Ausbaugebiete wurde bereits erstellt. Die Nutzung der Abwärme von Kaindl wird uns einen bedeutenden Schritt näher an die CO2-freie Wärmeerzeugung bringen“, ist Landeshauptmann-Stellvertreter Heinrich Schellhorn überzeugt.

Grünwald: „Regionale Wertschöpfung und Arbeitsplätze erhalten.“

Mit Kosten von 175 Millionen Euro ist dies die größte Einzelinvestition der 125-jährigen Unternehmensgeschichte. Zur Energiegewinnung wird ausschließlich Altholz eingesetzt. „Das neue Projekt wurde bereits vor der aktuellen Energiekrise konzipiert. Jetzt zeigt sich noch deutlicher, wie notwendig dieses Kraftwerk ist. Nur mit einer unabhängigen Energieversorgung wird es uns zukünftig gelingen, die regionale Wertschöpfung und die Arbeitsplätze zu erhalten“, erklärt Kaindl-Geschäftsführer Konrad Grünwald.

Schitter: „Machen uns unabhängiger vom Energiemarkt.“

„Mit dem Bau des Biomasse-Heizkraftwerks Siezenheim II, der Erneuerung des Kraftwerks Rotgülden oder der vermehrten Nutzung industrieller Abwärme, zeigen wir, dass wir dem Ziel, 2040 klimaneutral zu sein, immer näher kommen“, erklärt Salzburg AG-Generaldirektor Leonhard Schitter. „Mit diesem Projekt machen wir unsere Wärmeerzeugung noch unabhängiger vom internationalen Energiemarkt beziehungsweise von ausländischen Gasimporten. Die aktuelle geopolitische Lage hat es uns einmal mehr gezeigt, dass der Ausbau von unabhängigen, erneuerbaren Energiequellen jetzt nicht schnell genug gehen kann“, so Schitter.

Eckdaten zum Heizkraftwerk Kaindl

  • Brennstoffwärmeleistung: 145 Megawatt
  • Brennstoff: Altholz
  • Elektrische Leistung: 32 Megawatt
  • Thermische Leistung: 100 Megawatt
  • Geplante Inbetriebnahme: 2025
  • Überwiegend zur Eigenstromerzeugung
  • Wärmeauskoppelung: 45 Megawatt Abwärme für das Fernwärme-Verbundnetz Salzburg-Hallein
©akzente Salzburg/J.Schindlegger

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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