LH-Stellvertreterin Haberlander: Gesundheitsversorgung im Ernstfall sichern – Blackout-Vorbereitungen in den oö. Krankenhäusern

Runder Tisch zur Abstimmung mit oö. Einsatzorganisationen – Oö. Spitäler bei Blackout-Vorsorge auf gutem Weg – Eigenvorsorge der Bevölkerung dennoch ein unabdingbarer Schritt

Das Thema Blackout beschäftigt derzeit viele Menschen, Organisationen und Unternehmen. Gesundheitsreferentin LH-Stellvertreterin Mag.a Christine Haberlander nimmt die Sorgen vieler zum Anlass und hat letzte Woche zu einem Runden Tisch mit Vertreterinnen und Vertretern der oberösterreichischen Spitäler, der Blaulichtorganisationen, des Bundesheeres und des Landeskrisenstabes eingeladen.

„Expertinnen und Experten stufen einen Blackout mittlerweile als ‚wahrscheinlich‘ ein. Ein Energie- und Infrastrukturausfall kann verheerende Auswirkungen auf alle Lebensbereiche, aber vor allem auf die Aufrechterhaltung der kritischen Infrastruktur haben. Die Menschen vertrauen dem oö. Gesundheitssystem das Wichtigste an, ihre Gesundheit. Auch in schwierigen Zeiten wollen wir Sicherheit geben und deshalb bereiten wir uns vor. Die Minimierung von Risikofaktoren, die Klärung offener Punkte, die Abstimmung mit allen Systempartnerorganisationen ist für uns von großer Wichtigkeit. Es ist notwendig, jetzt Maßnahmen zu identifizieren und zu setzen, die ein notfallmäßiges Funktionieren der Versorgung so gut wie möglich auch in solchen Situationen sicherstellen“, betont Landeshauptmann-Stellvertreterin Gesundheits-Landesrätin Mag.a Christine Haberlander.

„Mit einer Notstromversorgung für bis zu 72 Stunden sind die heimischen Krankenhäuser auf einen ungeplanten großflächigen Stromausfall vorbereitet. Aber man darf dabei nicht vergessen, dass im Fall eines Blackouts auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Spitäler, der Einsatzorganisationen und deren Familien zu Betroffenen werden. Der Ausfall von Kommunikationsmitteln verändert dabei die Möglichkeiten des organisierten Zusammenarbeitens grundlegend. Eine gute Eigenvorsorge jeder Oberösterreicherin und jedes Oberösterreichers, etwa mit haltbaren Lebensmitteln, Wasser, Notfall-Radio, Taschenlampe, Medikamenten und Hygiene-Artikeln, ist daher unabdingbar, um in Extremszenarien gut durchzukommen. Denn wer selbst gut vorgesorgt hat, ist auch besser in der Lage, anderen zu helfen“, sagt Haberlander.

Verstärkt werden soll in den Spitälern daher die Information der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter über Vorsorgemaßnahmen, die jeder Haushalt für einen Katastrophenfall treffen sollte. Vereinbart wurde auch ein weiterer Austausch zu den Planungen zwischen Krankenhausverantwortlichen und Einsatzorganisationen. Gespräche sind darüber hinaus mit weiteren Partnerinnen und Partnern im Gesundheitswesen geplant.

„Ein Blackout lässt sich nicht vorhersagen. Umso wichtiger ist es, dass wir gerade in sensiblen Bereichen wie der Gesundheitsversorgung gut abgestimmt sind und die Bevölkerung durch eine wirksame Eigenvorsorge mithilft, so eine Situation so gut wie möglich zu bewältigen“, unterstreicht die Gesundheitsreferentin.

Im Zuge einer guten Vorbereitung ist der oö. Zivilschutzverband ein wichtiger Ansprechpartner. Der Zivilschutz-Blackout-Folder mit Checklisten für die Zeit vor, während und nach einer solchen Katastrophe sowie die Broschüre „Krisenfester Haushalt“ können kostenlos auf www.zivilschutz-shop.at angefordert werden. Zudem bietet der OÖ Zivilschutz einen Blackout-Vortrag für Gemeinden und ihre Bürger/innen an.

Foto: Land OÖ/Andreas Krenn

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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