Landesrätin Langer-Weninger: Gemeinden als Vorbild beim Klimaschutz

„Der beste Zeitpunkt einen Baum zu pflanzen, war vor 20 Jahren – der zweitbeste ist jetzt. Diesem Motto folgend bekommt in Oberösterreich ab sofort jede Gemeinde, die sich als „Natur im Garten“-Gemeinde zertifizieren lässt, neben umfangreicher Beratung zusätzlich einen heimischen und ökologisch wertvollen Baum geschenkt. Die erste Linde hat nun die „Natur im Garten“-Gemeinde Mehrnbach erhalten.“

Gemeinde-Landesrätin Michaela Langer-Weninger

Immer mehr Oö. Gemeinden setzen bei der Bewirtschaftung ihres öffentlichen Grüns auf Ökologisierung. 25 oberösterreichische Gemeinden haben sich per Gemeinderatsbeschluss darüber hinaus zu den Kriterien von „Natur im Garten“ verpflichtet. Sie bewirtschaften ihre öffentlichen Grünflächen ohne Einsatz von chemisch-synthetischen Düngern oder Pflanzenschutzmitteln und ohne Torf.  Dazu zählt auch die Gemeinde Mehrnbach, die für ihre Bemühungen von Landesrätin Michaela Langer-Weninger als „Natur im Garten“-Gemeinde ausgezeichnet wurde.

Mehrnbach ausgezeichnet

Agrar- und Gemeinde-Landesrätin Michaela Langer-Weninger, überreichte die Natur im Garten-Plakette gemeinsam mit einer Linde an Mehrnbachs Bürgermeister Georg Stieglmayr. „Klimaschutz beginnt vor der eigenen Haustür. Mit ‚Natur im Garten‘ wollen wir die Oö. Gemeinden und Städte ein Stück weit grüner und kühler machen“, betont Gemeinde-Landesrätin Michaela Langer-Weninger. In Mehrnbach wurden dank privater Initiativen, aber auch dem klaren Willen der Gemeindevertreterinnen und Gemeindevertretern folgend, in den vergangenen Jahren viele klimafreundliche Projekte umgesetzt. „Wir haben auf unseren öffentlichen Flächen, wie etwa vor dem Gemeindeamt, vielfältige Staudenbeete und Blumenwiesen angelegt. Über Artikel in der Gemeindezeitung versuchen wir auch die Bürgerinnen und Bürger mitzunehmen und so Bewusstsein zu schaffen“, weiß Bürgermeister Georg Stieglmayr. Der im Ort sehr aktive Verein ‚Lebensraum Natur‘ hat im Juni beim großen Fest ‚Der Natur auf der Spur‘ hunderte Besucherinnen und Besucher aus der Region für das Thema Klimaschutz und den Erhalt der Artenvielfalt sensibilisiert.

Landesrätin Langer-Weninger hofft auf viele weitere Gemeinden, die dem Beispiel Mehrnbachs folgen und bei der Bewirtschaftung ein Zeichen für mehr Biodiversität und Klimaschutz setzen. „Das Team von Natur im Garten verfügt über große Expertise und berät Privatpersonen, Schulen, Firmen und eben auch Gemeinden, wie sie naturnahe grüne Lebensräume schaffen können“, so die Landesrätin.

Die Initiative „Natur im Garten“ gibt es in Oberösterreich seit 2017. Seit 2018 werden Gärten nach den international gültigen Kriterien der Aktion ausgezeichnet. Bisher wurde die „Natur im Garten“-Plakette an rund 750 Privatgärten, 25 Gemeinden, 7 Schulen, 1 Krankenhaus und 4 Pflege- und Betreuungseinrichtungen verliehen.

„Natur im Garten“-Gemeinde werden: So einfach geht’s

Gemeinden, die aktiv zum Klimaschutz beitragen möchten, können sich bei Natur im Garten Oberösterreich melden. Unter der Telefonnummer 0732/7720 1 7720 oder auch via Mail an ooe@gartentelefon.at erhalten die Gemeinden eine Erst-Info zur Beratung und Zertifizierung.

Landesrätin Michaela Langer-Weninger und Bürgermeister Georg Stieglmayr

Fotos: Land OÖ/Margot Haag

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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