Abschluss der Strategischen Umweltprüfung ermöglicht rasches UVP-Verfahren zur 220kV-Leitung Zentralraum

Wirtschafts- und Energie-Landesrat Markus Achleitner: „OÖ. Landesregierung beschließt am Montag Raumordnungsprogramm für Flächen-Freihaltung für 220kV-Leitung – Grundlage für Dekarbonisierung der Stahlerzeugung der voestalpine“

„Durch das engagierte Zusammenwirken von Land OÖ, Land NÖ, Austrian Power Grid AG und der betroffenen Gemeinden konnte die Strategische Umweltprüfung für die Errichtung der 220kV-Stromleitung ‚Zentralraum OÖ‘ in Rekordzeit abgeschlossen werden. Damit kann bereits am kommenden Montag die OÖ. Landesregierung das Raumordnungsprogramm für die Freihaltung von Flächen für die Errichtung dieser Stromleitung beschließen. Durch die Variantenprüfungen im Rahmen der Strategischen Umweltprüfungen wurden wichtige Grundlagen für das UVP-Verfahren zu diesem Projekt geschaffen, sodass dieses nun rasch abgewickelt werden kann“, zeigt sich Wirtschafts- und Energie-Landesrat Markus Achleitner erfreut. „Die neue Stromleitung ist insbesondere eine wichtige Voraussetzung für die Dekarbonisierung der Stahlerzeugung der voestalpine in Linz“, hebt Landesrat Achleitner hervor.

„Eine leistungsfähige Strominfrastruktur ist ein wesentlicher Standortfaktor für den Wirtschaftsraum Oberösterreich: Sie ist nicht nur Grundvoraussetzung für die Dekarbonisierung von Industrie, Raumwärme und Mobilität, sondern auch Basis für den Ausbau der Einspeisemöglichkeiten erneuerbarer Energieträger zur Erreichung der österreichischen Klimaziele“, erläutert Landesrat Achleitner.

Der Zentralraum Oberösterreich befindet sich in einem dynamischen Wandel mit folgenden Herausforderungen:

·         In den Verbrauchszentren Linz, Wels und Steyr wird die Bevölkerung bis 2040 um +16,5 % auf rund 340.000 Einwohner anwachsen. Dadurch wird der Stromverbrauch ansteigen

·         Zusätzlich entwickelt sich in der Region Enns-Steyr ein dynamischer Wirtschaftsraum mit großem Wachstumspotenzial. Für die neuen industriellen Großverbraucher braucht es ein nachhaltiges, effizientes und vor allem CO2-freies Energiesystem. 

·         Durch Prozessumstellungen bei der voestalpine wird sich der Strombedarf markant erhöhen (v.a. durch strombasierte Stahlerzeugung und damit Übergang auf neue und CO2-reduzierte Technologien). 

·         Wirtschafts- und Industrieprozesse werden immer abhängiger von einer unterbrechungsfreien Stromversorgung für z.B. Kommunikationsprozesse und Datenübertragungen.

·         Erneuerbare Energieträger, wie z.B. Photovoltaik, werden verstärkt in der Region an das bestehende lokale Verteilernetz angeschlossen und erfordern zusätzliche Kuppelkapazitäten, da zur Erreichung der Klimaziele ein weitaus höherer Anteil erneuerbarer Energien notwendig ist, der leistungsfähige und stabile Stromnetze erfordert.

„Das bestehende 110-kV-Verteilernetz im Zentralraum Oberösterreich kann diesen Anforderungen an das Netz nicht mehr gerecht werden. Um die Versorgung des Zentralraums Oberösterreich zukunftssicher zu gestalten, plant die Austrian Power Grid AG (APG) im Rahmen des OÖ. Stromnetz-Masterplans die Umsetzung eines neuen 220kV-Versorgungsnetzes, der ringförmig im Zentralraum Oberösterreich verläuft. Das erhöht auch die Versorgungssicherheit in unserem Bundesland“,unterstreicht Landesrat Achleitner. „Es ist erfreulich, dass durch die gute Zusammenarbeit aller Beteiligten so rasch die Voraussetzungen durch den Abschluss der Strategischen Umweltprüfung geschaffen werden konnten. Auch das UVP-Verfahren sollte nun so rasch als möglich abgewickelt werden“, so Landesrat Achleitner.

Der neue Versorgungsring verbindet die Umspannwerke Ernsthofen, Pichling, Hütte Süd, Wegscheid und Kronstorf. Ernsthofen und Kronstorf sind Hauptanspeiseknoten und Verbindungsstellen zum Übertragungsnetz der APG.

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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