ServusTV: Ein etwas anderer Blick auf die Kulturhauptstadt im Salzkammergut

„Heimatleuchten: Einheimische und Zweiheimische – Ischler Geschichten“, Fr., 16.09., ab 20:15 Uhr

wer nach Bad Ischl kommt, hat das Gefühl, die Zeit ist stehengeblieben. Durch die Gassen weht ein Hauch von k.und k. und Gäste aus aller Welt saugen das besondere Flair ein. Aber wie ticken die Einheimischen und was halten sie vom Ort, seiner Geschichte oder von den Touristen? „Heimatleuchten“ taucht in das Leben der Kleinstadt ein und wirft einen Blick hinter die imperiale Fassade.

Bad Ischl im idyllischen Salzkammergut. Die historische Geschichte ist allgegenwertig, die besonderen Traditionen und spannenden Persönlichkeiten kennen aber die wenigsten. Bis jetzt. Heimatleuchten wirft einen augenzwinkernden Blick hinter die imposante wie imperiale Fassade eines Städtchens, das sich im Jahr 2024 zu einer der Kulturhauptstädte Europas zählen darf.

Klettern mit 91 Jahren
Darüber freut sich auch die 91-jährige Maria Kittl, die in ihrem Leben bereits einiges erlebt, dabei aber nie die Freude an ihrem Hobby, dem Bergsteigen, verloren hat. 30 Jahre hat sie nach einer schweren Bandscheibenverletzung pausieren müssen, ehe sie sich wieder Stück für Stück zurückgekämpft hat. Mittlerweile gehen auch Klettertouren mit Schwierigkeitsgrad 6 – der Schwierigkeitsgrad nur für erfahrene Kletterer. 

Der mit dem Lokal spricht
Auf dem Siriuskogel hoch über Ischl hat jahrzehntelang kein Lokal funktioniert, bis ein junger Ischler kam und mit seinem Team alles umgekrempelt hat – sein Name: Christoph Held, Freunde nennen ihn auch „Krauli“. Seine Markenzeichen: Dreadlocks und Tattoos, seine Küche: einzigartig und besonders. Vor allem die Süßspeisen haben es ihm angetan: „Meine Mama hat wahrscheinlich die besten Mehlspeisen von hier bis Baraburu gemacht.“ Christoph ist ein Unangepasster – und genau das macht ihn sympathisch. Musikalisch ist er beim Reggae zuhause statt bei der Operette. Und als viele Wirte während der Corona-Zeit gejammert haben, haben Christoph und seine Frau bei der Stadtgemeinde Essengutscheine hinterlegt. Die sollten an jene verteilt werden die es in der Corona-Krise besonders hart getroffen hat.

Die k. und k. Zeit in der Gegenwart
Aufwachsen in einem Schloss, ein kaiserlicher Park als Spielplatz? Was wie ein Märchen klingt ist, war für die beiden Brüder Max und Valentin Habsburg Alltag. Die beiden Nachfahren von Franz Joseph I sind in der Kaiservilla aufgewachsen, haben im Kaiserpark Baumhäuser gebaut – und im Winter Schneebälle auf Touristen geworfen. Mittlerweile um die 40 Jahre alt, gewähren sie „Heimatleuchten“ einen Blick in ihren Alltag, zeigen die Räumlichkeiten und den Kaiserpark und schildern ihre Sicht des Ischler Kaiserkults.

Außerdem besucht „Heimatleuchten“ Thomas Sams, seines Zeichens Ur-Ischler und Obmann der Prangerschützen, der noch dazu Bierbrauen kann, Sepp Fahrner, der früher in einer Bank gearbeitet hat, jetzt aber hoch über Ischl auf einer Alm wohnt und auch den Autos gänzlich abgeschworen hat, die Bad Ischler Kurmusik, Franz Xaver Mannert, der seit Jahrzehnten schwarz-weiß Fotos aus der Region sammelt und daher Bad Ischl kennt wir kein Zweiter und den Flohmarkt, der auch ein Schaulaufen der Bad Ischler und der zahlreichen Touristen darstellt.

© ServusTV / DMG

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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