Die heimische Landwirtschaft und das Fleckvieh – eine Erfolgsgeschichte

Was wäre Österreich ohne Rinder? Was wäre Österreich ohne das Fleckvieh? Ob auf der Alm oder unten im Tal, das Simmentaler Fleckvieh mit seinem weißen Kopf und dem gescheckten oder gedeckten rot-braunen bis fast blondem Fell, ist charakteristisch für die heimische Landwirtschaft.

Agrar-Landesrätin Michaela Langer-Weninger

Fleckvieh hat Klasse

Auch in Oberösterreich, dem Agrar-Bundesland Nr. 1, ist das Fleckvieh die dominierende Rinderrasse. Aus gutem Grund, denn die Doppelnutzungsrasse überzeugt auf voller Linie. Das Fleckvieh ist in Milchleistung und auch Fleischansatz top. Es ist zudem robust, zeichnet sich durch ausgezeichnete Fitnessmerkmale, gute Fruchtbarkeit und lange Nutzungsdauer aus. Alles Eigenschaften, die perfekt zu den natürlichen Gegebenheiten Oberösterreichs und der Wirtschaftsweise der heimischen Rinderbäuerinnen und -bauern passen.

Oberösterreich Rinderhaltungsland

Durch die regionale, grünlandbasierte Fütterung ist unsere Rinderhaltung nicht nur klimafreundlicher, sondern erweist sich auch in den aktuellen Krisenzeiten als deutlich widerstandsfähiger gegenüber Preisschwankungen.
Österreichweit wird ein Produktionswert alleine mit der Milch in der Höhe von 1,47 Mrd. Euro erwirtschaftet, alleine in Oberösterreich davon 425 Mio. Euro. Rund ein Drittel der österreichweit produzierten Milch kommt aus Oberösterreich. 670 Melkroboter werden in Oberösterreich betrieben und jene Betriebe, welche in der Milchleistungskontrolle stehen, halten im Schnitt 35 Milchkühe. „Mit ca. 550.000 Rindern und einem Anteil von knapp 30 Prozent am gesamtösterreichischen Bestand ist Oberösterreich das rinderstärkste Bundesland“, erklärt Landesrätin Langer-Weninger und führt fort: „Sowohl in der Milcherzeugung als auch in der Rindfleischproduktion und in der Zuchtviehvermarktung sind Oberösterreichs Rinderbauern führend.“ Auf knapp 12.000 Betrieben mit Rinderhaltung werden im Durchschnitt 46 Tiere je Hof gehalten. Diese Zahlen belegen eindrucksvoll die Stärke des Milchproduktionslandes Oberösterreich.

„Wir sind stolz auf das enorm hohe Niveau der heimischen Rinder- bzw. Fleckvieh-Zucht, das durch das große internationale Interesse an unseren Zuchttieren und den Weltkongress eindrucksvoll unterstrichen wird!“ so die OÖ. Agrar-Landesrätin Michaela Langer-Weninger.

Wie wichtig die Rinderzucht, die Tradition und die damit verbundenen Emotionen sind, zeigt sich auch immer bei den Zuchtschauen. Mit dem World-Simmental- Fleckvieh-Kongress in Wien und der Bundesfleckviehschau in Freistadt finden zwei herausragende Veranstaltungen der Fleckviehzucht in Österreich statt. Vertreter aus mehr als 30 Ländern zeigen von dem großen Interesse.

In der modernen Zuchtarbeit ist neben der Arbeit mit den Tieren vor allem auch das betriebliche und überbetriebliche Zuchtmanagement von großer Bedeutung. Hier ist insbesondere die Arbeit der Zuchtverbände lobend hervorzuheben. Sie unterstützen bei der Umsetzung von Zuchtprogrammen, sie führen die Herdebücher und bewerten Kühe und Jungtiere. Gleichzeitig organisieren für ihre Mitglieder Vermarktungsmöglichkeiten wie Versteigerungen und Export.

Darüber hinaus bieten sie den Züchtern eine Bühne um ihre Spitzen-Tiere der Öffentlichkeit zu präsentieren. Fleckvieh-Schauen sind Besucher-Magneten für Menschen aus Stadt und Land. Sie sind ein Schaufenster der Rinderzucht.

Herzlichen Dank daher an Obmann Sebastian Auernig, GF Reinhard Pfleger und dem gesamten Team für die Organisation des Weltkongresses sowie der Bundesfleckviehschau. Ein großer Dank gilt auch dem RZO für die großartige Unterstützung bei der Ausrichtung der Bundesfleckviehschau.

Land OÖ / Margot Haag
Agrar-Landesrätin Langer-Weninger gratuliert zur Bundesfleckviehschau 2022 in Freistadt.

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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