Das Griss um Grund und Boden: Bezirk Freistadt sehr besorgt wegen drückenden Engpasses bei Betriebsbaugebieten

INKOBA und die Mühlviertler Schnellstraße S 10 haben sich als Turbo für die wirtschaftliche Auf-wärtsentwicklung im Bezirk Freistadt erwiesen. Jetzt steht man vor der Herausforderung, für Gründer und erweiterungswillige Unternehmen im Bezirk noch einigermaßen Betriebsbauflächen zu finden. Die WKO Freistadt und die Bürgermeister im Bezirk sind sich klar, dass es da zeitnah Lösungen braucht, um nicht wirtschaftlich eine Bremsung hinzulegen.

„Leider nein. Diese Antwort hören investitionsbereite Personen immer öfter auf ihre Frage nach einem geeigneten Betriebsbaugrund“, bedauert WKO-Obmann Christian Naderer die Absagen an interessierte Holzverarbeiter, Erdbaubetriebe, Kfz-Werkstätten, Lebensmittelproduzenten, Bau-handwerksbetriebe, Händler mit Spezialprodukten etc. Diese Beispiele für gescheiterte Betriebserweiterungen und -neugründungen mangels Baugrunds erfüllen nicht nur die Wirtschaftsvertretung mit Sorge.

Auch die Bürgermeister sind betroffen. So scheiterte beispielsweise der Gutauer Bürgermeister in seinem Bemühen, in seiner Gemeinde für Unternehmen Erweiterungs- bzw. neue Betriebsbauflächen anzubieten, immer wieder an der Raumordnung, deren engen gesetzlichen Bestimmungen oder der Auslegung. WKO-Obmann Naderer kritisiert nicht nachvollziehbare negative Sachverständigen-Begutachtungen und überstrapazierten Landschaftsschutz: „Dadurch werden Investoren in andere Regionen vertrieben und die wirtschaftlichen Perspektiven im Bezirk Freistadt gefährdet.“

Die WKO hat sich deshalb mit einem Team aus den Reihen der Bürgermeister zu dieser prekären Situation beraten, und man ist sich einig: Da muss sich etwas ändern. Vor allem muss und will man in der Region in vertretbarem Ausmaß neue Flächen für betriebliche Erweiterungen und Gründungen mit Regionalbezug anbieten können.

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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