Salzburg: Für Amseln gefährliches Virus in Salzburg nachgewiesen. Keine Gefahr für Menschen

Bei toten Vögeln im Stadtgebiet entdeckt / Keine Gefahr für Menschen

Salzburger Landeskorrespondenz, 01. September 2022

(LK)  Erstmals nach rund einem Jahrzehnt wurde in der Stadt Salzburg kürzlich wieder ein Fall des Usutu-Virus nachgewiesen. „Im Jahr 2001 löste dieses Virus ein Amselsterben aus. Der Bestand schrumpfte damals lokal bis zu 90 Prozent, vor allem in Ballungsgebieten“, informiert Landesveterinärdirektor Josef Schöchl.

Das Virus trat erstmals 1959 in Swaziland auf, es wurde nach dem Usutu-Fluss aus ebendiesem Land benannt. „Amseln, die mit dem diesem Virus infiziert sind, zeigen ein apathisches Verhalten, keine Fluchttendenzen, torkelnde Bewegungen und im Kopfbereich ein zerzaustes Gefieder. Nach einigen Tagen sterben sie. Gegenmittel gibt es bisher nicht. Für Menschen besteht nach derzeitigem Erkenntnisstand keine bedeutende gesundheitliche Gefahr“, betont Landesveterinärdirektor Josef Schöchl.

Keine Gefahr für den Menschen

Das Usutu-Virus wird von Stechmücken auf die Vögel übertragen. Eine direkte Übertragung von Vogel zu Vogel erfolgt nicht, auch die direkte Übertragung von Vogel auf Mensch ist nicht möglich. „Falls man ein totes Tier findet, bitte aus hygienischen Gründen nur mit Schutzhandschuhen oder einem umgestülpten Plastiksack berühren“, so Josef Schöchl. 

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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