Schnellere und einfachere Anerkennung von Ausbildungen aus dem Ausland

Arbeits- und Wirtschaftsminister Kocher und Sozial-Landesrat Hattmannsdorfer betonen Wichtigkeit qualifizierter Zuwanderung, um Fachkräftemangel entgegenzuwirken

Der Sozial- und Pflegebereich kämpft wie viele andere Berufsfelder aktuell mehr denn je um qualifizierte Fachkräfte. In der qualifizierten Zuwanderung von ausländischen Fachkräften sehen Bundesminister Martin Kocher und Landesrat Wolfgang Hattmannsdorfer eine wichtige Maßnahme, um der angespannten Situation auf dem Arbeitsmarkt entgegenzuwirken. Wie das oberösterreichische Pilotprojekt mit philippinischen Pflegekräften im Bezirk Perg zeigt, konnten durch eine gezielte und koordinierte Ansprache Fachkräfte für den oberösterreichischen Arbeitsmarkt gewonnen werden. Damit verbunden ist aber auch ein sehr hoher Aufwand, beispielsweise bei der Anerkennung der ausländischen Ausbildungen. Bundesminister Kocher und Landesrat Hattmannsdorfer betonen in diesem Zusammenhang den hohen Stellenwert der Vereinfachung und Beschleunigung der Anerkennung von ausländischen Ausbildungen. Oberösterreich wird hierzu eine entsprechende Kompetenzstelle zur Beratung und Begleitung einrichten.

„Die Rekordzahl an offenen Stellen zeigt, wie wichtig es ist, qualifizierten internationalen Schlüsselkräften den Zugang zum österreichischen Arbeitsmarkt zu ermöglichen, um Personalengpässe in vielen Bereichen zu vermeiden. Verbesserungen für Bewerberinnen und Bewerber sowie für Unternehmen spiegeln sich in schnelleren Verfahren und erleichterten Zugangsvoraussetzungen wider. Neben der Reform der Rot-Weiß-Rot – Karte haben wir als Bundesregierung bereits zahlreiche weitere Maßnahmen in diesem Bereich gesetzt. Natürlich werden wir aber auch weiterhin dem Fachkräftemangel entgegenwirken, um so bestmögliche Rahmenbedingungen für den Arbeitsmarkt und die heimische Wirtschaft zu schaffen.“

Bundesminister Martin Kocher

„Wenn wir als Land attraktiv für Fachkräfte aus dem Ausland sein wollen, müssen wir die Verfahren zur Anerkennung von Ausbildungen einfacher und schneller gestalten. Gelingt uns das nicht, entscheiden sich gut ausgebildete und motivierte Fachkräfte für unsere Nachbarländer. Zur Begleitung der Anerkennung von Ausbildungen im Pflegebereich werden wir eine entsprechende Kompetenzstelle schaffen.“

Sozial-Landesrat Wolfgang Hattmannsdorfer

Kompetenzstelle hilft bei Anerkennung der Ausbildung

Die Rot-Weiß-Rot Card ist Österreichs Mittel zur Rekrutierung von Fachkräften aus Drittstaaten. Zuletzt wurden bereits Verbesserungen bei der Rot-Weiß-Rot Card vorgenommen, die helfen sollen zusätzliche Fachkräfte leichter nach Österreich zu holen. Im Bereich der Anerkennung von im Ausland erworbenen Ausbildungen sieht Landesrat Hattmannsdorfer jedoch noch weiteren Handlungsbedarf. Zum einen sollen Ausbildungen noch schneller und einfacher anerkannt werden, zum anderen braucht es entsprechende Beratungs- und Servicestellen zur Ansprache der Fachkräfte im Ausland. Oberösterreich wird hierzu eine Kompetenzstelle einrichten.

BM Kocher und LR Hattmannsdorfer trafen sich zum Arbeitsgespräch

Fotos: BMAW / Holey

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

error: (c) by salzTV