Festkleben fürs Klima: Landesrat Steinkellner kritisiert Protestaktionen

Aus Protest kleben sie sich an Straßenzügen fest und bringen so den Verkehr an frequentierten Korridoren zum Erliegen. Dieser Tage schwappt ein Trend aus Deutschland auf Österreich über. Was in zahlreichen deutschen Großstädten wie Berlin und Hamburg regelmäßig praktiziert wird, kommt nun auch vermehrt in Österreichs Bundeshauptstadt zur Anwendung. Im Kampf gegen den selbst betitelten „fossilen Kapitalismus“ formieren sich immer mehr radikale Protestgruppen, um mit Radikalismus das Klima zu retten.

Landesrat für Infrastruktur setzt auf Realismus anstatt Extremismus

„Das Schikanieren der Öffentlichkeit mit derartigem Radikalismus ist letztlich ein Gesetzesbruch, der in keiner Weise einen positiven Aspekt für Klima, Frieden oder Gesellschaft bringt. Ganz im Gegenteil, entsteht eine Lose-Lose Situation. Den größten Schaden fügen die Aktivisten sich ohnehin selbst zu, indem sie ihre nackten Hände und oder Füße auf dem Teer der Straße festkleben. Die Leittragenden sind aber auch jene, die am Weg in die Arbeit gehindert werden, die Verdienstausfälle haben, weil sie in ihrer Mobilität beschnitten werden, deren Gesundheit auf dem Spiel steht, weil sie Zeitverzögerungen durch Umwege in Kauf nehmen müssen und jene, die schlussendlich mit ihrem Steuergeld die Deeskalationsmaßnahmen tragen müssen. Als zusätzliches Fazit bleibt zu guter Letzt auch noch, dass niemandem und auch dem Klima nicht geholfen ist, wenn der Verkehr vorübergehend stillsteht“, fasst Steinkellner in seinem Statement zusammen. 

Clever anstatt Kleber

„Niemandem ist gedient, wenn permanent die ökologische Apokalypse ausgerufen wird. Niemandem ist gedient, wenn mit andauerndem, immer radikalerem, ideologischem Aktionismus die Freiheit und der Frieden in Mittleidenschaft gezogen werden. Mit Radikalismus wird das Klima nicht gerettet. Der Schlüssel liegt im Vorangehen als Vorbild, im Lösen von komplexen Problemstellungen unter Einsatz des eigenen Grips und in der gegenseitigen Anerkennung und Wertschätzung. Wenn tatsächlich das edle Bestreben, der Ökologie nachhaltig Gutes zu tun, bei der letzten Generation die wichtigste Agenda darstellt, dann gilt es fortan den Weg des Realismus anstatt des Extremismus zu gehen“, so Steinkellner. 

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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