St. Gilgen: 91. Pfeifertag auf der Sausteigalm

Der sogenannte Pfeifertag zählt zu den ursprünglichsten Musikertreffen des gesamten Salzkammergutes. Seit 1925 treffen sich die Schweglspieler und Seitelpfeifer alljährlich am 15. August zum gemeinsamen Musizieren. Traditionell spielen bis 12 Uhr nur Pfeifer, Trommler und Maultrommler.

Diesmal war die Sausteigalm beim Zwölferhorn in St. Gilgen Schauplatz des Geschehens. Eigentlich wäre laut Organisator Kurt Simentschitsch die Weißenbachalm in Bad Aussee als Veranstaltungsort dran gewesen, aber wegen Corona im Vorfeld auf 2023 verschoben worden. 88 Musikanten spielten am Vormittag bei frischem Wind , ab mittags bei bestem Wetter und warmen Temperaturen.

Der Pfeifertag wurde gegründet, weil es Anfang des 20. Jahrhunderts nur noch sehr wenige Seitlpfeifer gegeben hat. Die beiden Volksmusikforscher Raimund Zoder (1882-1963) und Karl Magnus Klier (1892-1966) sowie der Ischler Pfeifenbauer Alois Ganslmayer wollten die Pfeiferei damit retten. Als erster Pfeifervater fungierte Leopold Khals (1883 – 1965). Alois Blamberger (1912-1989), der Neffe von Leopold Khals, übernahm das Amt des Pfeifervaters von 1965 bis zu seinem Ableben 1989. Dann haben die Brüder Kurt und Thomas Simentschitsch aus Altaussee das Amt gemeinsam übernommen, das Kurt noch bis zum heutigen Tag ausübt. Alle TeilnehmerInnen des Pfeifertages sind aufgefordert, junge Pfeifer heranzubilden und zum nächsten Pfeifertag mitzunehmen. Der erste Pfeifertag fand am 15. August 1925, auf der Blaa Alm statt.

Werbung im Vorfeld wird nicht betrieben, es soll eine Veranstaltung für Liebhaber des Ursprünglichen bleiben.

©Heidi Simentschitsch

Kurt Simentschitsch verkündet den Schauplatz des Pfeifertages für 2023

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

error: (c) by salzTV