Augen auf zum Schulstart

Fehlsichtigkeiten vor Schulbeginn erkennen und korrigieren
Damit der (Wieder-)Einstieg für die Schulkinder gelingt, ist gutes Sehen von großer Bedeutung. Wer die Aufgaben nicht lesen kann, wird schon bald den Spaß am Lernen verlieren. „Gerade in der Phase des Schulbeginns, in der das stundenlange Nahsehen am Schreibtisch losgeht, sind Schulkinder besonders gefährdet, eine Fehlsichtigkeit zu entwickeln. Leistungsprobleme durch eine unerkannte Sehschwäche sind oft die Folge. Daher ist es enorm wichtig, die Sehleistungen der Sprösslinge im Auge zu behalten, und das am besten schon vor dem ersten Schultag“, empfiehlt Philipp Orso, Landesinnungsmeister der oö. Augen- und Kontaktlinsenoptiker. Eltern sollten daher vor dem Schulbeginn die nachfolgenden Punkte beachten.

Optometrische Kontrolle, um Fehlsichtigkeit zu erkennen
Damit Mädchen und Buben den Schulstart mit Freude und Spaß verbinden, gilt es für ein gutes Sehvermögen der Kinder zu sorgen. „Regelmäßige Augenkontrollen beim Augenoptiker und Augenarzt sind hierfür das A und O. Wir empfehlen allen Eltern, noch in den Ferien einen Termin für einen kurzen Augencheck zu vereinbaren“, so Orso.

Warnzeichen beachten
„Einige Verhaltensweisen sind sehr typisch bzw. können auf verschiedene Sehschwächen hindeuten und sollten auf jeden Fall abgeklärt werden“, betont der Experte.

  • Tollpatschigkeit: Das Kind stolpert häufig, läuft in Gegenstände hinein oder hat Probleme beim Greifen von Dingen
  • Besondere Anstrengung beim Sehen: Das Kind kneift die Augen zusammen, reibt sich die Augen, hält den Kopf schief oder schielt
  • Besondere Nähe: Das Kind klebt fast mit der Nase an Büchern oder Heften oder sitzt sehr nahe an Bildschirmen
  • Schnelle Müdigkeit, Unkonzentriertheit und Unaufmerksamkeit

Ab ins Freie: Tageslicht ist das Um und Auf
Kurzsichtige Augen brauchen idealerweise ein bis zwei Stunden Tageslicht pro Tag. Daher sollten Kinder mindestens eine Stunde täglich im Freien verbringen und mit dem Blick zwischen weiten und kurzen Distanzen wechseln.

Bildschirmzeit einschränken
Durch Handys, Laptops und Tablets richtet sich der Blick übermäßig auf kurze Distanzen. Das verstärkt das Risiko einer Kurzsichtigkeit. „Ob Sportkurse, Musikunterricht oder Theaterkurse – Hobbies, die den Blick in die Ferne schweifen lassen und die Bildschirmzeit verkürzen, sind ideal für die Augen“, rät Orso.

Die richtige Brille
Ist eine Fehlsichtigkeit festgestellt worden, gilt es diese mit einer Brille oder Kontaktlinsen gut auszukorrigieren. Für die Auswahl sollten sich Eltern mit ihren Kindern ausreichend Zeit nehmen, die Sehhilfe soll schlussendlich regelmäßig zum Einsatz kommen. „Kinderbrillen sollen leicht und robust sein. Zudem sollte sie optimal sitzen. Die oberösterreichischen Augenoptiker und Optometristen beraten hier sowohl Kind als auch Eltern gerne“, so Orso.

Beitragsbild: © Pexels

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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