Inklusive Ferienbetreuung entlastet Familien

Erstmals gemeinsames Angebot für Kinder mit und ohne Behinderungen im Pinzgau

Salzburger Landeskorrespondenz, 05. August 2022

(LK)  Neun Wochen Ferien stellen vor allem berufstätige Eltern vor die Herausforderung, eine qualitätsvolle und wohnortnahe Betreuung zu stemmen. „Im Pinzgau haben sich mehrere Gemeinden zusammengetan und bieten bis zu sieben Wochen Schulkindbetreuung an drei Standorten im Oberpinzgau, Unterpinzgau und im Zeller Becken. Neu ist heuer, dass dort auch Kinder mit Behinderung mitmachen können“, sagt Landesrätin Andrea Klambauer.

Gemeindeübergreifende Ferienbetreuung im Pinzgau im Bild: Verein Leuchturm Denis Dick, Bürgermeisterin Barbara Huber, Forum Familie Christine Schläffer, Ricardo Claas, Landesrätin Andrea Klambauer, Foto: Land Salzburg/Neumayr/Leopold 05.08.2022

Mehr als 50 solcher „inklusiven“ Angebote listet die Datenbank des Landes auf. „Kinder mit Beeinträchtigung brauchen eine Betreuung, die auf ihre Bedürfnisse Rücksicht nimmt. Auch für sie sollen die Ferien eine Zeit der Erholung und schöner Erlebnisse sein. Und betroffene Eltern sind ohnehin besonders belastet“, so Landesrätin Andrea Klambauer, die sich diese Woche ein Bild vom „Brucker Sommerspaß“ und auch von der Ferienbetreuung für Kinder und Jugendliche mit Behinderungen in Oberndorf gemacht hat.

Sommerspaß für alle in Bruck

Besonders in den ländlichen Gegenden sind organisierte Angebote eine wertvolle Unterstützung für Familien. Die gemeindeübergreifende Ferienbetreuung im Pinzgau geht heuer bereits in den dritten Sommer. Regionalentwicklung und Nationalparkregion Hohe Tauern haben heuer mit Hilfe des Vereins Leuchtturm ein Pilotangebot auf die Beine gestellt: Am Standort Bruck werden bis zu sechs Kinder mit Behinderung über vier Wochen integrativ betreut. Dafür steht auch zusätzliches geschultes Personal bereit. „Ein schönes Beispiel, wie die Zeit in den Ferien gemeinsam erlebt wird“, dankt Landesrätin Andrea Klambauer den Organisatoren.

Spezialprogramm in Oberndorf

In Oberndorf hat die Gemeinde in Zusammenarbeit mit Jugend am Werk und mit Unterstützung des Landes über vier Wochen eine Ferienbetreuung für Kinder und Jugendliche mit Behinderungen im Alter von 6 bis 18 Jahren auf die Beine gestellt. „Dieses Angebot steht gemeindeübergreifend Kindern mit besonderem Betreuungsbedarf offen. Hier kann das Gebäude des SPZ genutzt werden, welches den Kindern aus der Schulzeit vertraut ist. Das Ferienprogramm ist auf Kinder und Jugendliche mit Behinderung ausgerichtet“, zählt Landesrätin Klambauer die Pluspunkte dieser Initiative in der Salzachstadt auf.

Quelle: Land Salzburg

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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