Tägliche Schnellzugverbindung ins Salzkammergut ab Dezember?

Seit Dezember 2020 bieten die ÖBB am Wochenende und an Feiertagen mit den Zügen IC 1018 und IC 1019 eine durchgehende Fernverkehrsverbindung von Wien ins Salzkammergut und retour an. Diese wird mit hochwertigen Wagenmaterial 1. und 2. Klasse samt Bordservice (kleine Snacks und Getränke serviert am Platz) geführt. Mit einer Fahrzeit ab Bad Aussee von nur 2:15 Stunden nach Linz und nur 3:45 Stunden nach Wien erfreut sich dieses Angebot zunehmender Beliebtheit. Deshalb gibt es derzeit Überlegungen, die Züge IC 1018 und IC 1019 ab dem nächsten europaweiten Fahrplanwechsel zum 11. Dezember diesen Jahres täglich fahren zu lassen. Damit könnten sich die Bewohner, Gäste und Besucher des Salzkammerguts auf eine deutliche Verbesserung des Angebots im öffentlichen Verkehr Richtung oberösterreichischen Zentralraum und Bundeshauptstadt freuen.

Der Anstieg in der Nachfrage nach dieser komfortablen Fernverkehrsverbindung ist unter anderem der Einführung des Klimaticket Österreich geschuldet, mit dem auch diese InterCity-Verbindungen zwischen Wien und Stainach-Irdning uneingeschränkt genutzt werden können. Auch die kleine Schwester, das Klimaticket Oberösterreich, berechtigt zu beliebig vielen Fahrten zwischen Linz und Bad Aussee, das die Tarifgrenze zur Steiermark bildet.

Die Aufstockung des Angebotes wäre nicht nur aus Klimagründen äußerst begrüßenswert, sondern auch für die zunehmende Verkehrsbelastung im Salzkammergut. Gerade für die bevorstehenden Kulturhauptstadt 2024 könnte diese Verbindung einen wichtigen Beitrag leisten. Das allein wird jedoch nicht reichen: Die Durchbindung aller Regionalzküge für einen Stundentakt nach Bad Aussee sowie einen Ausbau des lokalen Busverkehres samt optimaler Abstimmung an Fern- und Regionalverkehrszüge sind mindestens genauso wichtig. Dazu sind Bürgermeister, Touristiker, Landespolitiker und weitere Entscheidungsträger gleichermaßen gefordert, Initiative zu zeigen, passende Lösungen zu entwickeln und vor allem bis spätestens zum Fahrplanwech

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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