LR Steinkellner: Sicher durch den Sommer

Eine Woche im Fokus der Verkehrssicherheit – Wenn das Auto zur Hitzefalle wird

Sonnenschein, Hitze und Verkehr – der Sommer ist da und mit ihm auch die unterschiedlichsten Gefahren und Risiken. Im Rahmen der Serie  –  Sicher durch den Sommer – werden über die gesamte Kalenderwoche sieben Schwerpunktfelder der Verkehrssicherheit präsentiert. Landesrat für Infrastruktur und Mobilität, Mag. Günther Steinkellner, möchte dadurch auf verschiedene Verkehrssicherheitsthemen des Sommers aufmerksam machen und Bewusstsein schaffen, damit die Oberösterreicherinnen und Oberösterreicher sicher ans Ziel gelangen.

Auto mutiert rasch zum Backofen

Das Wetter in Oberösterreich beschert uns in diesen Tagen viel Sonnenschein und Hitze. Jeder, der in dieser Zeit mit dem Auto unterwegs ist, kennt sicher die Situation, dass sich der Fahrzeuginnenraum, selbst nach kurzem Zwischenstopp, rasch zum Brutkasten entwickelt. Steht das Auto etwa lange in der Sonne, werden Lenkrad, Sitze, Gurtschnallen und andere Teile des Innenraums gefährlich heiß. Die Hitze treibt nicht nur Schweißperlen auf die Stirn, sie belastet auch den Kreislauf und kann zur gesundheitlichen Bedrohung werden. Die Temperatur im nicht klimatisierten Innenraum steigt mit bis zu einem Grad pro Minute an. So können Innenräume innerhalb kurzer Zeit die 60 Grad – Marke überschreiten.

„Bei einer Außentemperatur von 30 Grad kann sich die Temperatur im Innern des Autos innerhalb einer Stunde auf rund 56 Grad Celsius erhitzen. Bei solchen Temperaturen droht den schutzlosen Insassen ein Hitzeschlag oder schlimmeres“, unterstreicht Landesrat für Mobilität und Infrastruktur Günther Steinkellner die Gefahr von Hitze im Autoinnenraum. 

Keinesfalls Kinder und Tiere im Auto zurücklassen

Durch das Blech und der oftmals dunklen Lackierung heizen sich Autos förmlich wie Backöfen auf und erreichen Temperaturen wie in einer Sauna. Besonders für Kleinkinder und Haustiere sind hohe Temperaturen bedrohlich. Weder Kinder noch Haustiere wie beispielsweise Hunde sollten während der warmen Jahreszeit  im Auto allein gelassen werden. Es können ernsthafte Gesundheitsschäden bis hin zu Lebensgefahr drohen. Das gilt auch, wenn das eigene Vorhaben eigentlich nur wenige Minuten dauert. Immer wieder kommt es auch zu Rettungseinsätzen der Blaulichtorganisationen, bei denen Insassen aus zu heißen Autos befreit werden müssen. Selbst bei vermeintlich angenehmen Lufttemperaturen von 24 Grad im Außenbereich kann sich der Innenraum innerhalb einer Stunde bis zu diesem kritischen Wert aufheizen. Auch ein geöffnetes Schiebedach oder ein spaltbreit geöffnetes Fenster reichen nicht aus, um die gefährliche Hitze im Autoinneren zu kompensieren. 

„Nur kurz in den Supermarkt, nur noch schnell zur Post, nur mal eben zum Bäcker. Selbst bei kleinen Erledigungen gilt, dass weder Kinder noch Tiere im Auto alleine gelassen werden sollten. Besonders im Sommer besteht ein hohes Risiko, dass der Wagen schnell zur Hitzefalle wird. Bereits moderate Außentemperaturen reichen aus, um Kindern und Haustieren das Warten im Auto zur unerträglichen Qual zu machen“, macht Steinkellner auf das Risiko Überhitzungsrisiko aufmerksam.

·         Niemals Kinder oder Tiere im Auto zurücklassen

Bei einer Außentemperatur von 30 Grad herrschen im Inneren des Autos bereits nach einer halben Stunde rund 46 Grad Celsius. Diese Temperatur ist für Kleinkinder und Tiere bereits überaus kritisch. Auch leicht geöffnete Fenster, beispielsweise während eines Einkaufs, haben kaum einen Effekt auf die Temperatur im Innenraum. 

·         Sonnenschutzmatte beim Parken auf der Windschutzscheibe anbringen

Eine zuvor auf die Windschutzscheibe aufgelegte Sonnenschutzmatte reduziert die Erwärmung des Innenraums deutlich.

·         Parken im Schatten

Beim Abstellen des Autos sollte nach Möglichkeit immer im Schatten geparkt werden. Dabei sollte auch der Lauf der Sonne miteinbezogen werden.  

·         Lenkradschutz vor Hitze schützen

Während der Parkdauer kann das Lenkrad mit einem feuchten Handtuch abgedeckt werden.

Quelle: Landeskorrespondenz OÖ

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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