Landesrat Achleitner: Digitalisierung als Schwungrad der Kreislaufwirtschaft

Wirtschafts- und Forschungs-Landesrat Markus Achleitner:
„Digitalisierung wesentlicher Tempomacher am Weg zur Kreislaufwirtschaft – Competence Center CHASE dabei wichtiger Innovationspartner für die heimische Industrie“

Die Kreislaufwirtschaft ist Motor für Innovationen & nachhaltiges Wirtschaften und zugleich wesentlich für den verantwortungsvollen Umgang mit unseren Ressourcen. Wir haben uns mit der oö. Wirtschafts- und Forschungsstrategie #upperVISION2030 zum Ziel gesetzt diesen Wettbewerbsvorsprung zu nutzen und bis zum Jahr 2030 Modellregion für Kunststoff-Kreislaufwirtschaft zu werden. Wesentliche Schlüssel zum Erfolg sind hier die enge Kooperation zwischen der heimischen Industrie und Forschung, sowie das Nutzen der Möglichkeiten der Digitalisierung. Das noch junge Forschungszentrum CHASE aus dem UAR Innovation Network ist dafür ein Paradebeispiel, das im Zusammenspiel mit der heimischen Wirtschaft und mit den Möglichkeiten der Digitalisierung für Innovationen made in Upper Austria sorgt“, zeigte sich Wirtschafts- und Forschungs-Landesrat Markus Achleitner bei seinem Besuch im Competence Center CHASE in dieser Woche erfreut.

Am Standort in Linz am Campus der JKU wird gemeinsam mit renommierten Unternehmen – wie EREMA, Teufelberger, FACC, Greiner, ENGEL und Borealis – daran geforscht, die Kreislaufwirtschaft mittels digitaler Technologien weiter in Fahrt zu bringen. „CHASE verfolgt das Ziel, nachhaltige Produktionsverfahren zu entwickeln, in denen Materialien hocheffizient eingesetzt und Produkte am Ende ihres Lebenszyklus als Rohstoffe wiederverwendet werden können. Dabei spielt die Digitalisierung von Prozess- und Wertschöpfungsketten eine zentrale Rolle“, erläutert Patrick Pammer, kaufmännischer Geschäftsführer von CHASE. 

Mit weniger mehr erreichen

„Die Digitalisierung fördert eine zirkuläre Wirtschaftsweise und führt zu nachhaltigen Effekten. Auf Grundlage digitaler Daten können Produktdesigns optimiert und damit die Lebensdauer von Produkten sowie deren Recyclingfähigkeit verbessert werden. Eine besondere Bedeutung nimmt dabei die Entwicklung von digitalen Zwillingen ein, um Verarbeitungsprozesse besser analysieren, steuern und optimieren zu können“, führt Univ.-Prof. DI Dr. Christian Paulik, wissenschaftlicher Geschäftsführer von CHASE, aus.

Folien und Schaumstoffabfall im Kreislauf

Die oö. Technologie-Roadmap ist stark durch eine Vision geprägt: Der Inhalt des gelben Sacks soll zu 100 Prozent kreislauffähig werden. Dabei und darüber hinaus leistet das Forschungszentrum einen wichtigen Beitrag. Im Rahmen der regionalen Förderausschreibung „Kreislaufwirtschaft“ werden Innovationsvorhaben vorangetrieben. Mit ihren Projektpartnern forscht CHASE daran, Recycling-Prozesse zu optimieren, um mehr Folienabfälle für Recyclingunternehmen verwertbar zu machen. Außerdem sollen neue Verfahren entwickelt werden, um gemischte Schaumstoffabfälle – wie Matratzen, Polstermöbeln oder Automobilauskleidungen – in den Kreislauf zu bringen.

Über Competence Center CHASE

CHASE (Chemical Systems-Engineering), Member of UAR Innovation Network, ist das erste COMET K1-Zentrum im Bereich der chemischen Prozessindustrie. Diese ist ein wichtiger Faktor für viele Industriesegmente. Das Unternehmen erarbeitet eine neue Wissensplattform für die energie-, ressourcen- und kostenintensiven Verfahren der Prozessindustrie. Dazu generiert CHASE im industriellen Umfeld ein hoch vernetztes Methodenspektrum in drei Forschungsbereichen: Prozess-Digitalisierung, Prozess-Intensivierung und Prozesse der Kreislaufwirtschaft. Das Zentrum wird im Rahmen des Forschungsförderungsprogramms COMET (Competence Centers for Excellent Technologies) durch den Bund sowie die Bundesländer Wien und Oberösterreich finanziert. Das Gesamtprojektvolumen in der aktuellen Förderperiode von 4 Jahren beträgt 22,7 Mio. Euro – das Land OÖ steuert in dieser Periode 2,4 Mio. Euro bei.

Wirtschafts- und Forschungs-Landesrat Markus Achleitner im Competence Center CHASE – Das Forschungszentrum ist ein Musterbeispiel für das Zusammenspiel der heimischen Wirtschaft und Forschung im Bereich der Kreislaufwirtschaft – v.l. Dipl.-Ing. Eva Kobler und Wirtschafts- und Forschungs-Landesrat Markus Achleitner

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

error: (c) by salzTV