Projekt Regional-Stadtbahn schreitet zügig voran

Schiene OÖ GmbH weitet Planungen für Regional-Stadtbahn Linz aus. Dank OÖ-Plan ist effiziente Planung ohne Zeitverlust gewährleistet. Nächster großer Planungsabschnitt Urfahr/Ost – Universität/Science Park ist nun am Zug.

Seit Jahresbeginn laufen die Vorprojektplanungen für die Regional-Stadtbahn Linz. Diese betreffen die Durchbindung der Regional-Stadtbahn im Abschnitt Hauptbahnhof Linz bis zum Mühlkreisbahnhof. Bei den Planungsarbeiten hat sich herausgestellt, dass es erforderlich ist, im Bereich des Nahverkehrsknotens Urfahr/Ost auch die künftige Trassenführung des Regional-Stadtbahn-Astes in Richtung Universität/Science Park mit einzubeziehen. 

Um eine optimal abgestimmte Planung zu gewährleisten, hat das Land OÖ in Abstimmung mit dem Bund beschlossen, die finanziellen Mittel für die Vorprojektplanungen eines weiteren Abschnitts zur Verfügung zu stellen. Der Bund hat den entsprechenden Finanzierungsbeitrag nach Schaffung der erforderlichen Rechtsgrundlage in Aussicht gestellt (Abschluss einer weiteren Artikel 15a Vereinbarung). Dieser Abschnitt mit einer Länge von rund 4 Kilometern erstreckt sich vom Nahverkehrsknoten Urfahr/Ost über den Donaudamm bis zur Universität/Science Park in Linz-Auhof. Gleichzeitig stellt jener Abschnitt auch den ersten Teil der geplanten Strecke der neuen S7 nach Gallneukirchen/Pregarten dar. Diese ausgeweiteten Planungen umfassen nun die Vorprojektplanungen im gesamten Linzer Stadtgebiet.

Mit der Regionalstadtbahn Linz bauen wir in Oberösterreich an der Zukunft des öffentlichen Verkehrs. Denn die Bahn soll für die Menschen in Oberösterreich zur bequemsten, einfachsten und günstigsten Fortbewegungsart werden. Es freut mich sehr, dass wir gemeinsam in großen Schritte mit den Planungen weiterkommen“, sagt Klimaschutzministerin Leonore Gewessler.

Durch diese Vorgehensweise ergeben sich neben einem rascheren Planungsfortschritt auch weitere Vorteile.  Mit der Planung des Astes in Richtung Universität/Science Park wird gewährleistet, dass alle Aspekte der zentralen Schnittstellen zwischen den zukünftigen S-Bahnlinien 6 und 7 Eingang finden und berücksichtigt werden. So muss der Anschluss später nicht noch einmal planerisch angegriffen werden. Die zusätzlich benötigten Planungsleistungen werden zunächst durch den OÖ Plan vorfinanziert.

Mobilität ist für Arbeitsplätze, Wirtschaft sowie Lebensqualität von zentraler Bedeutung. Deshalb treiben wir die Regional-Stadtbahn auch im Rahmen des Oberösterreich-Plans konsequent voran. Das Projekt wird viele tausend Pendlerinnen und Pendler entlasten und die Stadt mit dem ländlichen Raum umweltfreundlich miteinander verbinden“, betont Landeshauptmann Mag. Thomas Stelzer. 

Um das Jahrhundertprojekt der Regional-Stadtbahn weiter effizient und ohne verlorene Aufwände vorantreiben zu können, werden die erforderlichen Mittel durch den OÖ-Plan abgedeckt. Das wirkt sich zeit- und risikomindernd auf die Einreichplanungen aus“, so Landeshauptmann-Stellvertreter Dr. Manfred Haimbuchner. 

Des Weiteren werden unmittelbar nach dem Vorprojekt die umfangreichen Einreichplanungen für die gesamte Durchbindungsstrecke der S6 vom Hauptbahnhof zum Mühlkreisbahnhof sowie für den Abschnitt vom Nahverkehrsknoten Urfahr/Ost zur Universität/Science Park starten.

Bereits zum aktuellen Zeitpunkt sind die Planungen an dem zentralen Kontenpunkt Urfahr Ost, wo beide zukünftigen Stadtbahnlinien aufeinander treffen, höchst relevant. Wir ergreifen ohne Zeit zu verlieren, die Initiative und vernetzen die innerstädtischen Planungen der Regional-Stadtbahn-Äste effizient miteinander. Auch alle Aspekte in Bezug auf die aktuelle Standortentwicklung zur TU Linz im Bereich Auhof, werden in die Planungen einfließen. Das Ziel ist hier die optimale Koordinierung dieser beiden Großprojekte“, so Landesrat für Infrastruktur und Mobilität Mag. Günther Steinkellner.

Die Schiene OÖ GmbH wird nun umgehend aus der bestehenden Rahmenvereinbarung die Vorprojektplanung für den Abschnitt Nahverkehrsknoten Urfahr/Ost – Universität/Science Park beim Planungskonsortium ILF/Schimetta abrufen. Die Beauftragung der Einreichplanungen wird nach Abschluss der Vorprojektplanungen voraussichtlich ab dem zweiten Halbjahr 2023 erfolgen. 

Erfreut über die nächsten Schritte des Ausbaus der Regionalstadtbahnen zeigt sich der Linzer Bürgermeister MMag. Klaus Luger: „Es ist sinnvoll, bereits jetzt die Vorplanungen für die durchaus herausfordernden Streckenabschnitte zwischen Eisenbahnbrücke und Universität in Urfahr zu vergeben. Denn der Ausbau der Schnellbahnen in die Umlandgemeinden ist für Linz existenziell. Aus Gründen des Klimaschutzes ebenso wie zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit der größten Industriestadt Österreichs.

Die Stadtbahn wird einen enormen Beitrag leisten, damit die Menschen vom Auto auf den öffentlichen Verkehr umsteigen. Gerade für den Universitätsstandort in Linz ist eine rasche Klarheit über die Trassenführung der Stadtbahn im Auhof notwendig. Denn auch die Planungen für die neue Technische Universität müssen rasch voranschreiten. Ich freue mich, dass mit der geänderten Planungsvereinbarung notwendige Grundlagen für die Standortentwicklung – insbesondere das Universitätsviertel – geschaffen werden können„, so Vizebürgermeister Mag. Martin Hajart.

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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