Kaineder: Klimakrise zeigt Zähne in Europa – Rekorddürren und Hitzerekorde aber noch nicht in Oberösterreich

Die Klimakrise wird diesen Sommer besonders spürbar. Eine nie dagewesene Hitzewelle und Dürreperiode haben derzeit beinahe den gesamten europäischen Kontinent fest im Griff. Neue Hitzerekorde rund um 40 Grad Celsius in England, ausgetrocknete Flüsse in Norditalien und gewaltige Waldbrände in beinahe allen Ländern am Mittelmeer. Besorgniserregend sind die Prognosen für die Landwirtschaft. Befürchtet werden bis zu einem Drittel an Einbußen für die Lebensmittelproduktion durch den Wassermangel. Auch in Oberösterreich ist die Hitzewelle mittlerweile angekommen. Allerdings weitaus abgeschwächter als bei den europäischen Nachbarländern. Trotzdem ist es notwendig, einen Blick auf den Wasserhaushalt in Oberösterreich zu werfen. Die Expert/innen des Landes OÖ geben hier derzeit Entwarnung: Pegelstände an Flüssen und Grundwasserkörpern sind aktuell in Normbereichen. Schifffahrt und Stromproduktion laufen derzeit noch problemlos. Sollte die Trockenphase aber noch wesentlich länger werden, werden die Probleme auch für Oberösterreich virulent.

„Aus unseren eigenen Hitzestudien für Oberösterreich wissen wir, dass Sommer wie der heurige zur Normalität werden – auch in den besten Klimaszenarien. Ich will mir gar nicht vorstellen, wie dann Rekordsommer in 30 oder 40 Jahren für uns aussehen werden. Die gewaltigen Schäden, die uns durch die Klimakrise schon jetzt ins Haus stehen, müssten uns längst Alarmsignal genug sein, um alle Anstrengungen auf die Abwehr der Klimakatastrophe zu konzentrieren. Derzeit kommen wir zumindest mit einem blauen Auge davon“, so Umwelt- und Klima-Landesrat Stefan Kaineder.

Dass auch die Oberösterreicher/innen eine engagierte Klimaschutzpolitik einfordern, ist auch am Ergebnis der großen Klimaumfrage des Umweltressorts klar ersichtlich. 84 Prozent der Befragten stimmen zu, dass eine aktive Klimapolitik nötig ist, damit Kinder eine lebenswerte Erde vorfinden. Auch zu den Folgen der Klimakrise, die die persönliche Lebensführung betreffen können, wie Wasserknappheit und Hitzewellen, wurde im Juni 2022 abgefragt. 79 Prozent der Befragten geben an, dass sie in Zukunft sehr wahrscheinlich oder ziemlich wahrscheinlich von Wasserknappheit, Einschränkungen im persönlichen Verbrauch oder sinkender Grundwasser betroffen sind. 77 Prozent der Befragten geben auch an, dass durch Hitzewellen das körperliche Wohlbefinden und die Gesundheit beeinträchtigt sind.

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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