Vereinsinitiative: Anti-Teuerungspaket für gemeinnützige Vereine überfällig

Die steigende Inflation macht aktuell vor keiner Branche halt und macht auch im Sommer keine Ferien. Die Initiative „Rettet die Vereinsfeste“ (RDV) fordert daher ein Hilfspaket für gemeinnützige Vereine ein, deren Kosten ebenso immens gestiegen sind. In den letzten Wochen wurden auf Bundes- sowie auf Landesebene bereits Hilfspakete für andere Bereiche präsentiert. Initiator Krikler will in diesem Zusammenhang eine Adaptierung des bestehenden NPO-Fonds für die vielen Vereine aus den unterschiedlichsten Bereichen (Sport, Kultur, Musik, Jugend, Umwelt, … etc.) erreichen.

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Österreichweit gibt es in rund 125.000 Vereinen zirka 3,5 Millionen Ehrenamtliche, davon sind allein im Burgenland etwa 100.000 Menschen ehrenamtlich in den rund 4.900 Vereinen tätig. Die einschränkende Pandemie hat ehrenamtliche Arbeit in den letzten Jahren enorm erschwert, nach den Lockerungen folgt jetzt eine rasant steigende Inflation – die das Vereinsleben vor neuen Herausforderungen stellt. Die unentgeltlichen Leistungen der Ehrenamtlichen haben einen enormen gesellschaftlichen Mehrwert, weshalb die Bürgerinitiative „Rettet die Vereinsfeste“ hier wie in anderen Branchen ein Hilfspaket fordert. Eine Lösung wäre, eine entsprechende Überarbeitung und Fortsetzung des Unterstützungsfonds für Non-Profit Organisationen (NPO). Die aktuell laufenden Gespräche sollen so rasch wie möglich eine positive Lösung bringen. Die Vereinsinitiative fordert darüber hinaus eine Ehrenamtsoffensive mit kreativen Ansätzen und Anreizen (wie zB einem Ehrenamtsbonus, eine Servicestelle sowie mehr Rechtssicherheit), da sie für das Gesellschaftsleben in den Gemeinden unverzichtbar sind. Zudem sollen ökologische Maßnahmen auf Vereinsebene unterstützt werden, im Sinne eines nachhaltigen Ausweges aus der Energie- und Klimakrise.

„Wir erleben nach der einschränkenden Corona-Pandemie derzeit die nächste große Krise, mit gefährlichen Folgen für das Vereinswesen im Land. Vor den gemeinnützigen Vereinen machen die laufende Energiekrise und Teuerungswelle leider nicht halt. Die Erhaltungs- und Stromkosten sind enorm angestiegen, was etwa auch bei der Instandhaltung der Vereinsinfrastruktur genauso wie bei der Anschaffung von Musikgeräten, Sporttrikots oder Fußbällen spürbar ist. Mitgliedschaften könnten damit teurer werden, was vor allem die Schwächsten treffen würde. Ein Anti-Teuerungspaket für unsere gemeinnützige Vereine ist daher überfällig, damit das gesellschaftliche Leben nach den Pandemie-Einschränkungen keinen neuen Rückschlag erlebt. Der bestehende NPO-Fonds könnte dabei an die neuen Herausforderungen angepasst werden“, betont Sascha Krikler, der Initiator der Initiative „Rettet die Vereinsfeste“, der zudem eine Ehrenamts- und Nachhaltigkeitsoffensive fordert, damit unter anderem die Vereinsinfrastruktur im Rahmen eines Förderprogramms ebenso auf erneuerbare Energieträger umgerüstet wird.

Quelle: Rettet die Vereinsfeste

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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