ServusTV: Ein perfekter Planet – Menschen

Mi., 20.07., ab 21:10 Uhr

Menschen sind neben den natürlichen Kräften wie Vulkanismus, Sonnenlicht, Wetter und Ozeanströmungen immer mehr zum bestimmenden Faktor auf unserem perfekten Planeten geworden. Viele von ihnen haben sich dem Artenschutz und dem Kampf gegen die Erderwärmung verschrieben.

Die Menschheit verändert die Regelsysteme der Erde, ohne die langfristigen Folgen ernsthaft zu erwägen. Die Dokumentation stellt Personen vor, die mit ihren Projekten eine weitere Erderwärmung verhindern wollen oder Arten retten, die vom Klimawandel besonders bedroht sind.

Immer mehr Elefanten fallen der Dürre in Kenia zum Opfer. Manchmal können Jungtiere gerettet und in Auffangstationen von Hand aufgezogen werden. © ZDF / Nick Shoolingin-Jordan

In Kenia beispielsweise kämpft Angela Sheldrick um das Leben von Babyelefanten. Die immer länger anhaltenden Dürren setzen die Elefantenpopulationen immer stärker unter Druck. Viele verdursten, und oft können überhaupt nur die Kleinsten gerettet werden. 150 der Mini-Dickhäuter konnte Angela Sheldricks Team bereits aufziehen und wieder in die Wildnis entlassen. Wenn die derzeitige Entwicklung anhält, könnte es jedoch sein, dass immer mehr der verbleibenden geschützten Flächen verdorren und die Überlebenschancen der grauen Riesen weiter sinken.

Die Pfleger der kleinen Elefantenwaisen sind rund um die Uhr an sieben Tagen in der Woche für ihre kleinen Patienten da, wie hier im „Sheldrick Wildlife Trust“ in Nairobi/Kenia. © ZDF / Nick Shoolingin-Jordan

Im Golf von Maine sind es Meeresschildkröten, die jedes Jahr durch klimatische Veränderungen in Lebensgefahr geraten. Das Wasser nahe der Küste wird aus kalten Strömungen der Arktis und Ausläufern des warmen Golfstroms gespeist und besaß bis vor einigen Jahren eine mittlere Temperatur. Heute kommt immer weniger kaltes Wasser aus der polaren Zone an. Deshalb reisen Schildkröten im Sommer auf der Suche nach Nahrung immer weiter nach Norden. Wenn dann allerdings der Herbst anbricht und die Temperaturen sinken, fallen die Tiere in einen Kälteschock. Viele ertrinken in den eisigen Fluten, und nur die Schildkröten, die an die Küste geschwemmt werden, haben eine Chance, zu überleben. Das New England Aquarium in Boston hat mittlerweile eine eigene Rettungsstation für Schildkröten eingerichtet, weil die Zahl der gestrandeten Tiere stetig ansteigt. Hier werden sie medizinisch versorgt und dann in ihre ursprünglichen Verbreitungsgebiete im Süden ausgeflogen.

Quelle: ServusTV

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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