Bundesregierung präsentiert Anreizmodelle für Film- und Fernsehproduktionen

Die Bundesregierung hat heute, Dienstag, in einer Pressekonferenz das Modell zur Stärkung des Filmstandorts Österreich präsentiert. Auf dieser Basis wird der Ministerrat morgen, Mittwoch, das Anreizmodell für Filmproduktion konkret beschließen. Der Fachverband der Film- und Musikwirtschaft hat diese für die österreichische Filmwirtschaft so wichtige politische Realisierung in den Verhandlungen mit der Bundesregierung entscheidend mitbegleitet. Die konsequente Positionierung, die der Bundesverband gemeinsam mit der Wirtschaftskammer Österreich und zahlreichen Verbänden der Filmwirtschaft umsetzen konnte, hat zu diesem Meilenstein der österreichischen Film- und Medienpolitik geführt.

Der Bundesverband hat heute die Presseaussendung „WKÖ-Fachverband begrüßt politischen Beschluss zur Stärkung des Filmstandorts Österreich“ per APA/OTS verschickt (Presseaussendung_Anreizmodelle für Film- und Fernsehproduktionen). Das offizielle Medienpapier mit den Detailinformationen zur heutigen Präsentation der Bundesregierung ist der Medieninformation_Anreizmodell für Film- und Fernsehproduktionen zu entnehmen.

Das Filmanreizmodell baut auf drei Säulen auf:

  1. Internationale Service-Produktionen (FISA+)
  2. Österreichische Fernseh- und Streaming-Produktionen (FISA+, Fernsehproduktionen in Abstimmung RTR)
  3. Österreichische Kinofilme (ÖFI+)

Die Eckpunkte des präsentierten Anreizmodells für Film- und Fernsehproduktionen

  • Dieses Anreizmodell attraktiviert die Produktionsanreize für den heimischen Film und setzt begleitend dazu einen starken Impuls für Beschäftigung und Internationalisierung
  • Vergleichbare Konzepte haben sich international für Film- und Fernsehproduktionen etabliert. Das Füllen der bisherigen „Lücke“ in Österreich wird dazu führen, dass das volle Potential für den heimischen Filmstandort besser genutzt werden kann
  • Mit dem vorliegenden Modell wird eine zukunftsweisende, innovative Finanzierungsschiene für kreatives Filmschaffen in Österreich verwirklicht
  • Das Anreizmodell sieht konkret einen Zuschuss in Höhe von bis zu 35 % der Österreich-Ausgaben für die Herstellung von österreichischen und internationalen Kino- und TV-Filmen sowie Video-on-Demand/Streaming-Produktionen mit folgenden Parametern vor:

         – Stärkung der Unabhängigkeit von Produzent*innen
         – Steigerung der Wertschöpfung des Films „Made in Austria“
         – Sicherstellung von internationalen Koproduktionen
         – Ermöglichung der Verwirklichung internationaler Filmprojekte in Österreich
         – Einführung nachhaltiger ökologischer Kriterien (Green Filming Bonus)
         – Einbeziehung von Postproduktion und Service Work

  • Der konkrete Umsetzungsprozess (Erarbeitung der entsprechenden Gesetzesvorschläge und die Anpassung der Förderrichtlinien) ist für Herbst 2022 vorgesehen
  • Das Anreizmodell wird mit 1. Jänner 2023 in Kraft treten

Der Fachverband für Film- und Musikwirtschaft bedankt sich an dieser Stelle herzlich für die äußerst konstruktive Zusammenarbeit innerhalb der Wirtschaftskammer Österreich und des Fachverbands der Film- und Musikwirtschaft: bei WKÖ-Präsident Harald Mahrer, beim gesamten Bundesausschuss, insbesondere bei Lena Weiss und Alexander Glehr, beim Berufsgruppenausschuss (BGA) Kinofilm mit Vorsitzendem Michael Kitzberger, beim BGA TV-Film mit Vorsitzendem Andreas Kamm, beim BGA VFX & Animation mit Vorsitzendem Kris Staber und beim Fachverbands-Büro mit Cornelia Dorner, Katharina Bures und Monique Goeschl. Gemeinsam ist in Zusammenarbeit mit vielen Unterstützer*innen in Filmverbänden, in der Wirtschaft und Politik diesen Meilenstein für die heimische Filmwirtschaft gelungen.

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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