LRin Langer-Weninger: Kein Sommer wie damals: Oberösterreichs Plan in einer Zeit, in der starke Unwetter, die neue Realität sind

„Erst Hitze, dann Unwetter: Der Klimawandel schlägt dieser Tage mit voller Wucht zu. Doch das Land Oberösterreich schützt und hilft – und geht mit dem OÖ Plan in die Offensive! Wir investieren aktiv in Umwelt- und Klimaschutz, bauen erneuerbare Energien aus und sichern mithilfe der heimischen Bäuerinnen und Bauern trotz der großen Herausforderung des Klimawandels, die Versorgungssicherheit in Oberösterreich! 

Besonderer Dank gilt unseren Feuerwehrfrauen und -männern. Sie sind in den vergangenen zwei Tagen zu mehr als 300 Einsätzen ausgerückt und haben überall dort geholfen, wo aufgrund der heftigen Gewitter und des Starkregens, Menschen in Not oder Verkehrswege blockiert waren.“

Katastrophenschutz- und Agrar-Landesrätin Michaela Langer-Weninger

Unwetter-Sommer sind die neue Realität – so scheint es zumindest, mit dem Blick auf die Hagel- und Starkregenereignisse des vergangenen und auch des heurigen Jahres. Der Trend zeichnet sich schon länger ab.

„Die schweren Sommerunwetter mit denen wir uns nun konfrontiert sehen, kommen nicht von ungefähr“, weiß auch Agrar-Landesrätin Michaela Langer-Weninger: „Klimaexperten informieren immer wieder, dass mehr heiße Luft zu häufigeren und heftigeren Unwetterereignissen führt.“ Im Konkreten passiert Folgendes durch den Klimawandel: Die Lufthülle der Erde erwärmt sich laufend, wodurch mehr Energie in ihr steckt. Warme Luft kann zudem mehr Wasserdampf aufnehmen. „Irgendwann entlädt sich die immer labiler werdende Luft und es geschieht das, was wir in den vergangenen Tagen erlebt haben“, so Langer-Weninger.

„Für uns als Land OÖ ist daher klar: Wir müssen gegensteuern. Mit dem Oberösterreich Plan setzen wir dahingehend wichtige Meilensteilen. 29 Millionen Euro werden in den Umwelt- und Klimaschutz investiert, hier spielt auch der bäuerliche Bereich eine große Rolle. Dasselbe gilt für den Ausbau der Erneuerbaren Energien – ein großes Potential vor allem bei Photovoltaik- und Biomasse-Anlagen – es läuft auf Hochtouren. Unser Ziel bis 2030: Ein Anteil von 90 Prozent Strom aus erneuerbaren Quellen!“, so Landesrätin Michaela Langer-Weninger.

Landwirtschaft & Klimawandel: Die Krise als Chance

Alleine die Unwetter von Montagnacht haben 6,5 Millionen Euro Schaden an der oberösterreichischen Landwirtschaft verursacht. In Summe sind österreichweit seit Mitte Mai mehr als 20 Millionen Euro an Schäden entstanden. „Unsere Bäuerinnen und Bauern haben ihre Werkstatt unter freiem Himmel. Dadurch sind sie die Ersten, die von schweren Unwettern betroffen sind und den Klimawandel wirtschaftlich zu spüren bekommen. Nachhaltiges Wirtschaften und Umweltschutz werden daher auf den heimischen Höfen Großgeschrieben. Diese Entwicklung fördern wir mit der Investitionsförderung und auch mit Wettbewerben wie dem OÖ Agrarpreis!“, sagt Agrar-Landesrätin Michaela Langer-Weninger.

Mit der Investitionsförderung unterstützt das Land OÖ Bäuerinnen und Bauern, die beispielsweise in mehr Tierwohl, Biomasseanlagen oder eine Verbesserung der betrieblichen Umweltwirkung investieren. Rund fünf Millionen Euro aus dem OÖ Plan fließen heuer in diesen agrarischen Fördertopf, der insbesondere auch der Wirtschaft zu Gute kommt.  „Die Landwirtschaft ist maßgeblich für unsere starken ländlichen Regionen. Jeder hier investierte Euro fließt fünffach in die regionale Wirtschaft zurück“,erläutert Agrar-Landesrätin Michaela Langer-Weninger

So schwer sich der Klimawandel auch auf die heimische Landwirtschaft auswirkt, er birgt auch Chancen. Denn mit Biomasse, PV-Anlagen auf den Dächern der landwirtschaftlichen Betriebsgebäude und Erneuerbare-Energie-Gemeinschaften (EEGs) bieten sich für die heimische Landwirtschaft neue Einkommensstandbeine. „Nachhaltige Energie aus erneuerbaren Quellen in ausreichenden Mengen bereitzustellen, wird eine der großen Herausforderungen der kommenden Jahre. Die Land- und Forstwirtschaft hat hierfür erstklassige Lösung anzubieten“, betont Agrar-Landesrätin Michaela Langer-Weninger: „An Biomasse, und damit der Land- und Forstwirtschaft als zentralen Energielieferanten, führt kein Weg vorbei, wenn wir Klima und Umwelt schützen wollen.

Agrar-Landesrätin Mag.Michaela Langer-Weninger macht darauf aufmerksam, dass die Bäuerinnen und Bauern ihre Werkstatt unter freiem Himmel hat. Unwetter und Klimawandel treffen die Landwirtschaft hart.
© Hermann Wakolbinger

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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