SPÖ Oberösterreich: Freier Seezugang für alle!

Der Sommer 2022 hat begonnen, die Temperaturen steigen und die Menschen sehnen sich nach Abkühlung und Aktivität in der Natur. Doch das ist in Oberösterreich nicht unbedingt einfach, denn ein Großteil der Seeufer sind nicht öffentlich zugänglich. 

LAbg Doris Margreiter: „Badespaß für alle ermöglichen!“

„Unabhängig von der finanziellen Situation muss den Menschen eine Möglichkeit zur Erholung bei den extremen Temperaturen gegeben werden“, stellt Landtagsabgeordnete Doris Margreiter klar, „Gerade jetzt, wo so viele massiv von der Teuerung betroffen sind, müssen genügend Angebote für alle Menschen in unserem Land geschaffen werden.“ In Oberösterreich sind die weitaus meisten Seeufer in privater Hand. Damit Menschen, die keine private Villa am See haben, auch Badevergnügen in unseren Seen erleben können, ist es dringend notwendig, Maßnahmen zu setzen.  Es braucht ausreichend Angebote, um leistbare Abkühlung für alle zu bieten sonst droht die Erholung am See ein Privileg von Vermögenden zu werden.

NAbg. Michael Seemayer: „Privatisierung der Seeufer hat negative Auswirkungen auf Bevölkerung und Wirtschaft!“

Am Ende des Tages ist die fortschreitende Privatisierung der Seeufer auch wirtschaftlich ein Negativkonzept. Michael Seemayer spricht die Problematik an: „Wenn sich einzelne Reiche exklusive Seevillen bauen, dann schafft das langfristig keine Arbeitsplätze, sondern sperrt nur die Öffentlichkeit aus. Die Fantasiepreise von Seegrundstücken und Immobilien in Seenähe machen außerdem das Gemeindeleben kaputt. Einheimische müssen wegziehen, weil sie mit diesen Preisen nicht konkurrieren können. Es ist höchste Zeit diese Fehlentwicklung zu korrigieren.“

Eigentlich ist das Zutrittsrecht zu den Seen sogar in der Landesverfassung im Artikel 15 (1) enthalten und auch die Österreichischen Bundesforste betonen immer wieder, wie wichtig ihnen öffentliche Seezugänge sind. „Die gelebte Praxis sieht jedoch anders aus“, kritisieren die beide Abgeordneten der SPÖ, „insbesondere die Vorgehensweise der Österreichischen Bundesforste, die heuer bereits zahlreiche Seegrundstücke zu nahezu unerschwinglichen Jahrespachten wieder neu vergeben haben, erweckt nicht den Anschein, als würde ihnen der freie Seeuferzugang tatsächlich ein Anliegen sein.“

Drei Schritte zum Badevergnügen für alle

Wenn einzelne Reiche mit ihren Villen unsere Seeufer zupflastern und meterhohe Zäune am Ufer entlang errichten, dann sperren sie damit auch den Großteil der Bevölkerung aus. Die Realität in Oberösterreich belegt das. Die Mehrheit der Seeufer an Oberösterreichs größten Seen ist privatisiert und besteht oft aus Zweitwohnsitzen, vielfach im Besitz von Millionär:innen oder reichen Erb:innen. Das ist weder fair noch gerecht, wenn für die breite Öffentlichkeit nur eine Handvoll an Badeplätzen übrigbleibt. Die SPÖ schlägt daher drei Schritt vor, die ein Badevergnügen für alle ermöglichen:

  1. Im öffentlichen Eigentum stehende Seeuferflächen müssen auch für die breite Öffentlichkeit frei zugänglich sein.
  2. Laufende Pachtverträge von nicht frei zugänglichen Seeufergrundstücken im öffentlichen Eigentum dürfen nicht verlängert werden.
  3. Alle Einkünfte aus Verkauf und Verpachtung von Seeufergrundstücken im öffentlichen Eigentum sind für Ankauf und Attraktivierung von öffentlich zugänglichen Seeliegenschaften zu verwenden.

Um diesen Forderungen Nachdruck zu verleihen, startete die SPÖ zusätzlich eine Petition. Diese kann hier unterstützt werden: Petition unterzeichnen: Freier Seezugang für alle! | SPÖ Oberösterreich (spooe.at)

photocredit: SPÖ Vöcklabruck

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

error: (c) by salzTV