Miroslav Klose: „Ich weiß, dass es auch in die andere Richtung gehen kann.“ – Zitate-Service „Sport und Talk aus dem Hangar-7“ am 20. Juni 2022

Der neue Altach-Coach erklärt in einem eingespielten Interview, warum er nach Österreich kam. Irene Fuhrmann hofft bei der EM auf das Überstehen der Gruppenphase. Und Christian Danner irritieren Toto Wolffs Angriffe auf die Teamchef-Kollegen. Das waren die Highlights von „Sport und Talk aus dem Hangar-7“ am 20. Juni 2022. 

Moderation: Christian Baier

Die Themen: Formel 1, Fußball

Die Gäste: Philipp Eng, Christian Danner, Miroslav Klose (eingespielt), Zlatko Junuzović, Sascha Empacher, Tobias Altschäffl, Irene Fuhrmann (Schalte)
Miroslav Klose: „Ich weiß, dass es auch in die andere Richtung gehen kann.“ – Zitate-Service „Sport und Talk aus dem Hangar-7“ am 20. Juni 2022
FUSSBALL – ALTACH

„Hansi wollte es in der Nationalmannschaft wie bei Bayern München haben. Nachdem ich Fußballlehrer gelernt habe, hatte ich aber das Gefühl, selbst Trainer werden zu wollen. Für mich ist wichtig, meine eigenen Schritte zu machen und Erfahrung zu sammeln. Und da möchte ich keine Zeit verlieren.“
Miroslav Klose strebte trotz Angebot vom DFB einen Chefposten an.

„Wenn wir die Schritte schnell machen und die Mannschaft es annimmt, kann etwas entstehen. Aber ich weiß auch, dass es in die andere Richtung gehen kann und viele Prozesse lange dauern.“
Miroslav Klose fordert Geduld bei der Umsetzung seiner Pläne ein.

„Es soll eine gewisse Euphorie entstehen. Es ist aber auch wichtig aufzuarbeiten, was passiert ist. Was ist gut, was ist nicht so gut gelaufen? Daraus möchte ich als Trainer meine Schlüsse ziehen.“
Miroslav Klose will an der Abschlussschwäche der Altacher feilen.


FUSSBALL – FRAUEN-EM

„Wir wissen, dass es im Fußball immer eine Chance gibt und dass wir uns stark entwickelt haben. Wir wissen aber auch, dass sich der europäische Fußball professionalisiert hat und auch die anderen Teams besser geworden sind.“
Irene Fuhrmann ist sich der Außenseiterrolle Österreichs bewusst.

„2017 war ein ganz besonders Highlight, das man nicht beliebig reproduzieren kann. Die Voraussetzungen sind jetzt ganz andere. Nichtsdestotrotz werden wir alles versuchen, in einer sehr starken Gruppe mit England und Norwegen zu bestehen.“
Irene Fuhrmann peilt die K.o.-Phase bei der EM an.

„Ich muss gar nicht viel hinzutun. Viele Spielerinnen haben so viele Höhen und Tiefen miteinander erlebt. Das schweißt zusammen. Ich bin auch froh, dass sich unser Kader in den letzten Jahren deutlich verbreitet hat und ich auf mehr Möglichkeiten zurückgreifen kann.“
Irene Fuhrmann über die lange Bank des ÖFB-Teams.


FUSSBALL – TALK

„Einen großen Namen nach Österreich zu holen, geht grundsätzlich nur zu Beginn der Karriere, wie es Red Bull macht, wenn die Talente hungrig sind und eine kleine Liga brauchen, um sich zu entwicklen. Dafür ist Österreich einer der besten Standorte in Europa.“
Sascha Empacher über die Aussichten, Topspieler in Österreich zu sehen.

„Es war ein langer Prozess, die Entscheidung war nicht einfach. Ich habe immer im Kopf gehabt, weiterzuspielen, weil körperlich fühle ich mich noch gut. Aber es kommt darauf an, was der beste Weg für mich selbst und die Familie ist.“
Zlatko Junuzović über seinen Wechsel auf die Trainerbank.

„Bei jedem Verein gab es sehr schöne Momente, an die ich mich gerne erinnere. Ich hatte überall vom Verein und den Fans die vollste Unterstützung. Das macht mich stolz.“
Zlatko Junuzović galt bei all seinen Stationen als Publikumsliebling.

„Ein großes Fundament liegt bei Red Bull, weil Talente dort sehr gut ausgebildet werden. Aber auch die Stadt Wien ist eines der wichtigsten Hubs in Europa, wo auch durch die Reibung sehr gute Talente entstehen.“
Sascha Empacher über rot-weiß-rote Talentschmieden.

„Jeder Spieler auf dem Niveau von Saša möchte Champions League oder Premier League spielen. Das sind diw wichtigsten Ligen. Eine Möglichkeit ist, beides zu kombinieren. Wenn man eine Sache machen kann, ist es auch super.“
Sascha Empacher gibt sich über die Zukunft von Saša Kalajdžić bedeckt.


FORMEL 1

„Als Profisportler geht es darum, ein gutes Mindset und viel Selbstvertrauen zu haben. Davon hat Max einiges in seiner Karriere getankt. Ihn bringt nichts aus der Bahn. Sich schnell auf Bedingungen einstellen zu können, macht für mich einen Rennfahrer aus.“
Philipp Eng über die Qualitäten von Max Verstappen.

„Mit dem Cost Cap wird es noch interessant. Wer kommt durch? Wer kommt nicht durch? Wie weit können die Teams entwickeln? Wie schnell können die Teams entwickeln? Ich würde mich auf keinen Fall festlegen.“
Philipp Eng über den Faktor Budgetobergrenze im Titelrennen.

„Er ist von vielen abgeschrieben worden. Vorsicht, der kann es sehr wohl! Aber selbst Hamilton braucht ein Auto, das ihm schmeckt. Wenn sie nicht mitkommen, muss er mit dem Chef reden, weil das Auto kann im Moment nichts.“
Christian Danner über den schwächelnden Mercedes-Boliden.

„Halleluja! Ich schätze den Toto. Er ist ein guter Mann und hat oft genug WM-Titel gewonnen. Aber wer hat das Auto so hart abgestimmt? Der liebe Gott?“ Ein Formel-1-Auto kannst du auch anders einstellen. Wenn es dann langsam ist, ist es nichts Gescheites.“
Christian Danner glaubt nicht an eine allgemeine Verschwörung gegen Mercedes.

„Eigentlich ist er dauernd am Protestieren. Er soll sich auf’s Rennfahren konzentrieren. Da kommt er her, dafür wird er bezahlt, das war immer seine Leidenschaft. Den Rest soll er woanders machen, aber nicht an der Rennstrecke. Ich bin mir nicht sicher, ob er noch lange in der Formel 1 fährt.“
Christian Danner nerven die Protestaktionen von Sebastian Vettel.
© DIETMAR STIPLOVSEK / APA / picturedesk.com

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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