200 Millionen Euro für moderne Salzburger Bahnhöfe

Wichtige Investitionen in leistungsstarkes Regional- und Nahverkehrsangebot sowie in Lärmschutzsanierungen

„Neben einem günstigen Ticketangebot und guten Taktungen spielt vor allem der Komfort im öffentlichen Verkehr eine wesentliche Rolle für alle Fahrgäste“, so Verkehrslandesrat Stefan Schnöll anlässlich der Präsentation des gemeinsamen Infrastrukturpakets von Land Salzburg, Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) und Bundesministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie (BMK).

„Die Bahnhöfe und Haltestellen sollen zukünftig Verkehrsdrehscheiben mit einem erweiterten Mobilitätsangebot werden, das den Pendlerinnen und Pendlern vor allem die Bewältigung der letzten Meile besser ermöglichen soll. Wir wollen gemeinsam mit den ÖBB und dem Bundesministerium das Umsteigen auf den Zug in Salzburg noch attraktiver machen“, erklärt Verkehrslandesrat Stefan Schnöll die bevorstehende Investition von 200 Millionen Euro in Salzburgs Bahn-Infrastruktur bis 2030.

Das Infrastrukturpaket im Überblick

  • Neu- beziehungsweise Ausbau von Park & Ride-Anlagen
  • Verbesserte Anbindungsmöglichkeiten mit anderen Öffis – zu Fuß, mit dem Rad oder einem möglichen Mikroverkehr
  • Mehr Ladeinfrastruktur für Elektromobilität
  • Studien, um infrastrukturelle Maßnahmenpakete (Streckenausbau und Bahnhöfe) punktgenau entwickeln zu können.
  • Erhöhung der Sicherheit, indem Eisenbahnkreuzungen durch Auflassungen und Ersatzmaßnahmen reduziert werden. Ziel ist es, mindestens für sieben Übergänge bis zum Jahr 2030 eine sicherere Lösung zu finden.
  • Modernisierung von bestehenden Lärmschutz mit langlebigen und zeitgerechten Materialien, um für eine gute Lebensqualität der Bevölkerung zu sorgen.

Schnöll: „Bestmögliche Infrastruktur für alle Regionen.“

„Wir investieren gemeinsam mit den ÖBB in die Weiterentwicklung eines klimafreundlichen Regional- und Nahverkehrsangebots, das vor allem den Bedürfnissen der Salzburgerinnen und Salzburger entsprechen soll“, betont Verkehrslandesrat Schnöll und fügt hinzu: „Wir vergessen dabei auch auf die Regionen nicht und investieren ordentlich. Ein paar Beispiele: Alleine für das Gasteinertal sind es fast 30 Millionen und für Radstadt rund 20 Millionen Euro.“

Gewessler: „Mehr Klimafreundlichkeit.“

„Die ÖBB sind das Rückgrat des öffentlichen Nahverkehrs in Österreich und so auch im Land Salzburg. Wir wollen mehr Verbindungsmöglichkeiten mit anderen klimafreundlichen Verkehrsmitteln und die Verknüpfung mit dem Rad- und Fußverkehr ausbauen. Dazu legen Investitionen in eine attraktive und starke Bahninfrastruktur die Basis“, so Klimaschutzministerin Leonore Gewessler.

Matthä: „Mobilitätsbedarf der Salzburger steigt.“

„Mit dieser Salzburg-Infrastrukturoffensive bringen wir im gesamten Bundesland eine sichtbare Modernisierung in Gang. Mit unseren Investitionen machen wir das System Bahn bereit für den steigenden Mobilitätsbedarf der Salzburger“, so ÖBB-CEO Andreas Matthä. „Niemand wohnt am Bahnhof. Daher müssen wir auch Angebote schaffen, dass die Menschen ab dort weiterkommen. Das kann eine bessere und schneller Umsteigemöglichkeit auf den Bus sein oder auch Rail&Drive, effizientere Fahrradabstellplätze oder Car-Sharing“, fügt Matthä hinzu.

In diese Bahnhöfe wird investiert

Im Zentrum des Investitionspakets steht die etappenweise Modernisierung von Bahnhöfen entlang der West-, Tauern-, Ennstal- Strecke. Hier im Überblick:

Weststrecke (Linz – Salzburg)

  • Straßwalchen
  • Neumarkt am Wallersee
  • Köstendorf Weng
  • Wallersee
  • Seekirchen am Wallersee
  • „Seekirchen Süd“ – Neubau
  • Eugendorf

Tauernstrecke (Salzburg – Schwarzach – Bad Gastein)

  • Elsbethen
  • Hallein
  • Hallein-Burgfried
  • Kuchl
  • Golling-Abtenau
  • Tenneck
  • Werfen
  • Pfarrwerfen
  • Bischofshofen
  • Mitterberghütten
  • St. Johann im Pongau
  • Schwarzach-St. Veit
  • Dorfgastein
  • Bad Hofgastein
  • Bad Gastein

Ennstalstrecke (Bischofshofen – Stainach/Irdning)

  • Pöham
  • Hüttau Ort – Neubau
  • Niedernfritz-St. Martin
  • Eben im Pongau
  • Altenmarkt im Pongau
  • Radstadt
  • Mandling

Weitere Maßnahmen

Doch nicht nur die Bahnhöfe in diesen Gemeinden werden modernisiert, das Investitionspaket geht noch ein paar Schritte weiter. Im Übereinkommen enthalten ist auch die gemeinsame Erstellung von Studien. Deren Ergebnisse sollen die Basis liefern, um infrastrukturelle Maßnahmenpakete – Streckenausbau und Bahnhöfe – punktgenau entwickeln zu können. In Kooperation mit den Gemeinden sollen außerdem gefährliche Eisenbahnkreuzungen reduziert werden. Und: Der zu Beginn der 1990er-Jahren errichtete Schallschutz ist in die Jahre gekommen und Erneuerungen stehen an. Im Übereinkommen sind die Grundsätze der Finanzierung geregelt.

ÖBB
Copyright
Land Salzburg / Franz Neumayr
Pressekonferenz Infrastrukturoffensive im Nah- und Regionalverkehr Salzburg 20.06.2022 Andreas Matthä, Vorstandsvorsitzender ÖBB-Holding, Landesrat Stefan Schnöll Foto: Land Salzburg/Neumayr/Andreas Schaad

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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