Rücksicht bei Erntearbeiten – Bauern sorgen für dein Essen

Sommerzeit ist Erntezeit – und stellt zugleich für die bäuerlichen Familienbetriebe die arbeitsreichste Zeit des Jahres dar. Das Einbringen der Ernte sichert die Versorgung mit österreichischen Qualitäts-Lebensmitteln.

Damit Herr und Frau Österreicher mit heimischen Nahrungsmitteln versorgt werden können ist seit dem Frühjahr auf den Wiesen und Feldern wieder viel los. Die Erntearbeiten sind für die Silage- und Heugewinnung und bald auch bei der Getreideernte wieder in vollem Gange. In Krisenzeiten, wie wir sie derzeit erleben, tritt das Wichtigste – die Versorgungssicherheit mit heimischen Lebensmitteln – zusehends in den Vordergrund.

„Ich ersuche um Rücksicht, wenn die Bäuerinnen und Bauern mit den Traktoren und Mähdreschern unterwegs sind. Denn sie sind es, die für volle Regale, und so für die Ernährungssouveränität, sorgen“, betont OÖ Bauernbund-Landesobfrau LRin Michaela Langer-Weninger.

Vorausschauende Fahrweise schützt vor Unfällen

Jeder Autofahrer hat diese Situation schon öfters erlebt. Ein Traktor oder ein Mähdrescher ist vor einem auf der Straße. Inzwischen hat sich eine lange Kolonne mit unzähligen Autos gebildet. Bei einigen Lenkern führt das zu vermehrter Gereiztheit oder gar zu aggressivem Verhalten. Eine Möglichkeit die Fahrt wieder in gewohnter Weise fortsetzen zu können, ist das Überholen.

„Leider kommt es während des Überholens immer wieder zu schweren Unfällen. Linksabbiegende Traktoren und Erntemaschinen, wie beispielsweise Mähdrescher, werden zu spät wahrgenommen. Eine situationsangepasste Fahrweise kann schlimmen Unfällen vorbeugen“, appelliert OÖ Bauernbund-Direktor Ing. Wolfgang Wallner an die Autofahrer und ergänzt, dass oftmals die Geschwindigkeit und die Breite der Erntemaschinen falsch eingeschätzt werde.

Erzeugt wird, was gekauft wird

Die Bäuerinnen und Bauern können die Bevölkerung bei vielen Lebensmittelgruppen, wie etwa Milchprodukten, Fleisch, Eier, Getreide oder Erdäpfel ausreichend versorgen. Versorgungssicherheit, hohe Produktions- und Umweltstandards bei der Herstellung rot-weiß-roter Qualitäts-Lebensmittel – all das geht sich mit den Billigstpreisen nicht aus. „Damit die heimischen Familienbetriebe auch in Zukunft die Bevölkerung mit Nahrungsmitteln versorgen können, braucht es das Bekenntnis der Lebensmittelverarbeiter, des Handels, der Gastronomie und besonders jenes der Konsumenten zur österreichischen Landwirtschaft. Das Einkaufsverhalten und die Essengewohnheiten jedes Einzelnen erteilen täglich einen Produktionsauftrag an die Bäuerinnen und Bauern und entscheiden darüber was produziert wird – und vor allem – wie Landwirtschaft betrieben wird“, betont OÖ Bauernbund-Landesobfrau LRin Michaela Langer-Weninger.

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Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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