In Salzburg wächst doppelt so viel Holz nach als gebraucht wird

Nachhaltiger und vielseitiger Rohstoff / Bilanz 2021

Salzburger Landeskorrespondenz, 15. Juni 2022

(LK)  Salzburgs Wälder sind nicht nur ein begehrter Erholungsraum, sie liefern uns auch wertvolles Holz. „Unser heimischer Wald versorgt uns mit einem natürlichen Rohstoff zum Bauen, zur industriellen Weiterverarbeitung und zur Energieversorgung und ist dabei ein Musterbeispiel an Nachhaltigkeit. In der Regel wächst das Doppelte von dem nach, was wir verbrauchen“, so Agrarlandesrat Josef Schwaiger.

Im Jahr 2021 wurden im Bundesland Salzburg knapp 1,2 Millionen Festmeter Holz genutzt. „Damit wurde das Gebot der Nachhaltigkeit, das mir besonders wichtig ist, auf jeden Fall eingehalten. Der jährliche Holzzuwachs ist wesentlich höher als der Verbrauch“, so Landesrat Josef Schwaiger, der schmunzelt: „In diesem Fall ist es gut, wenn man den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr sieht, um dieses Sprichwort in Erinnerung zu rufen.“

Vielseitiger Rohstoff

In Sachen Verwertung des geernteten Holzes wird zwischen Sägerundholz, Industrieholz und Brennholz unterschieden. Im Vorjahr wurden 61 Prozent der Ernte an Sägewerke geliefert, 18 Prozent des genutzten Holzes wurden in der Papier- und Plattenindustrie weiterverarbeitet. 21 Prozent wurden als Brennholz verwendet. Die Verteilung in der Verwendung ist seit Jahren annähernd konstant.

Schadholz wird genutzt

Nicht jede Holznutzung ist geplant, jährlich wird auch in unterschiedlichem Ausmaß Schadholz genutzt. In Summe lag dieser Anteil im Vorjahr bei knapp 500.000 Festmeter. Davon entfällt jeweils rund die Hälfte auf abiotische Schäden und biotische Schäden, zum überwiegenden Teil durch den Borkenkäfer verursacht.

Wenig Kahlschläge

Nur 1.169 Hektar der Holzernte wurden in Form von Kahlschlägen durchgeführt. Der Großteil, 18.625 Hektar, wurde in Form von Einzelstammentnahmen bewirtschaftet. „Ein weiterer Beleg, dass bei der Bewirtschaftung achtsam mit den Waldflächen umgegangen wird“, so Schwaiger.

Lexikon

  • Abiotische Schäden: vor allem durch Wetter- und Klimaeinflüsse, zum Beispiel Windwurf und Schneedruck
  • Biotische Schäden: durch pflanzliche oder tierische Schädlinge, zum Beispiel Borkenkäfer
Land Salzburg/Melanie Hutter

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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