Fußgängerin von Auto erfasst – Zeugenaufruf. Aktuelle oö. Polizeimeldungen

Wels

Am 13. Juni 2022 gegen 11:30 Uhr überquerte eine 20-jährige Fußgängerin in Wels, an der Kreuzung Knorrstraße – Wiesenstraße, den Zebrastreifen der Wiesenstraße. Dabei wurde sie von einem weißen PKW, gelenkt von einer Frau, angefahren. Nach kurzer Kontaktaufnahme entfernte sich die unbekannte PKW- Lenkerin vom Unfallort. Die Lenkerin dürfte laut der Verletzten zwischen 30 und 40 Jahre alt sein und hatte braune Haare. Da die 20-Jährige bei dem Unfall verletzt wurde, begab sie sich nachträglich ins Klinikum Wels. Personen, die den Unfall beobachtet haben oder Angaben zur Lenkerin machen können mögen sich bei der Polizei Wels unter der Telefonnummer 059133/4190 melden.

Achtung – Fake-Mails im Namen der Kriminalprävention

Salzburg/OÖ

Achtung – Fake-Mails im Namen der Kriminalprävention

Derzeit kursiert eine neue Variante von falschen E-Mails mit dem Logo der Kriminalprävention der Polizei. Dabei handelt es sich um ein Fake-Schreiben, die von Betrügerinnen und Betrügern stammen.

Dabei wird eine Nachricht per E-Mail versendet, welches mit einem Polizei–Logo der Kriminalprävention versehen ist. Abgesendet wird die Nachricht von: office.federal.police.criminelle@gmail.com. Unter dem Betreff wurde angeführt: „Urteil Nr. 067/201 – 3A“. Darin wird mitgeteilt, dass gegen das Opfer rechtliche Schritte, wegen Kinderpornografie, Pädophilie, Cyberpornografie und Exhibitionismus eingeleitet werden. Das Opfer wird aufgefordert innerhalb 48 Stunden schriftlich eine Rechtfertigung zum Vorwurf abzugeben, ansonsten wird der Akt an das zuständige Gericht weitergeleitet. Es wird auch angeführt, dass das Opfer im Register für Sexualtäter (NDSR) erfasst wird. Geldforderungen werden keine gestellt. Als Absender der E-Mail, wird Gerhard PÜRSTL, Generaldirektor der Polizei Wien, Hauptkommissar, Leiter der Abteilung für Jugendschutz, angeführt.
Seien Sie sehr vorsichtig mit E-Mail Anhängen – darin verstecken sich oft Schadprogramme. Erhaltene Schreiben genau prüfen, keine persönlichen Daten bekanntgeben. Auf fragwürdige Schreiben nicht antworten, auf Forderungen nicht eingehen. Wenn Sie bereits Opfer geworden sind, erstatten Sie eine Anzeige bei der nächsten Polizeiinspektion.

Mopedfahrer bei Sturz schwer verletzt

Bezirk Perg

Ein 33-jähriger Mopedlenker fuhr am 13. Juni 2022 gegen 18:15 Uhr ein nicht zum Verkehr zugelassenes Moped, auf einem Güterweg in Perg. Im Ortschaftsbereich Weinzierl kam er aus bislang unbekannter Ursache alleine zu Sturz. Der 33-Jährige trug keinen Sturzhelm und erlitt deshalb schwerste Kopfverletzungen. Nach Erstversorgung durch den Notarzt und das Rote Kreuz Perg wurde er in das Kepler Universitätsklinikum – Med Campus gebracht.


Forstunfall

Bezirk Urfahr-Umgebung

Zu einem Forstunfall kam es Montagnachmittag im Bezirk Urfahr-Umgebung. Gegen 14:00 Uhr nahm ein 39-jähriger Mann in einem Waldstück alleine die Forstarbeit auf. Er war gerade dabei den ersten Baum auszuästen, als bei diesem zwei Äste selbständig brachen und der Baum ins Rollen kam. Der Forstwirt wurde durch den Baum im Bereich seiner Beine überrollt. Erst sechs Stunden später, so gegen 20 Uhr vernahm seine Schwester Schreie aus dem Waldstück nebst ihrer Wohnadresse. Die 46-Jährige fand ihren Bruder auf dem Boden liegend vor und alarmierte die Rettung. Rettung, Notarzt und die FF Kirchschlag waren vor Ort. Nach der notärztlichen Versorgung wurde der Verletzte mit Verletzungen an beiden Beinen ins Krankenhaus gebracht.

Asylwerber ausgebeutet

Bezirk Kirchdorf, Landeskriminalamt OÖ

Nach über eineinhalbjährigen umfangreichen Ermittlungen gelang es Polizisten aus dem Bezirk Kirchdorf in enger Zusammenarbeit mit dem Landeskriminalamt Oberösterreich, der Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft, der Finanzpolizei und dem Sozialversicherungsträger, einen groß angelegten Fall von Menschenhandel, organisierter Schwarzarbeit und schwerem Betrug zu klären.
Demnach wird ein 63-jähriger deutscher Staatsangehöriger aus dem Bezirk Vöcklabruck beschuldigt, als Geschäftsführer eines Firmenkonstrukts insgesamt 233 irakische Asylwerber widerrechtlich als Scheinselbstständige an diverse Unternehmen, teilweise täglich wechselnd, quer durch das gesamte Bundesgebiet vermittelt zu haben. Er nutzte die rechtliche Unwissenheit der sprachunkundigen Asylwerber aus und führte die Gewerbeanmeldungen im Bereich Facility-Management bei den jeweiligen Wohnsitzbehörden durch. Die Asylwerber sahen sich selbst als Angestellte der Scheinfirma und hatten keine Kenntnis über deren Selbständigkeit. Auch seine 72-jährige Buchhalterin aus Wien ist daran beteiligt und wird sich ebenfalls dazu verantworten müssen.

Die Asylwerber erhielten einen Stundenlohn von € 9,50 Brutto und wurden entsprechend einem vom Beschuldigten erstellten Dienstplan bis nach Vorarlberg und Kärnten zu Tankstellen vermittelt. Dort mussten sie bis zu 17-stündige Dienste ohne entsprechende Ruhezeiten und ohne jeglichen Zuschlag versehen. Die Asylwerber mussten von diesem Stundenlohn auch die Sozialversicherung und sonstigen Abgaben leisten. Zudem wurden Reisezeiten zu den Arbeitsstätten nicht abgegolten, wodurch sich eine Arbeitsausbeutung an den Asylwerbern ergibt.
Außerdem beschäftigte der 63-Jährige Asylwerber mit ausreichend guten Deutschkenntnissen als Sekretäre (ebenfalls Scheinselbständige), die die Dienstpläne an die „Mitarbeiter“ verteilten. Aus den Scheinselbstständigen bestimmte er Fahrer, die mit ihren Privat-Pkw die Asylwerber zu den jeweiligen Arbeitsstellen brachten. Ohne Deutschkenntnisse und entsprechende Schulungen wurden sie darüber hinaus an eine Security-Firma vermittelt, welche diese bei Fußball- und Eishockeyspielen einsetzte. Als unrechtmäßiger Arbeitsvermittler erhielt der Beschuldigte von den Partnerfirmen zwischen € 14,50 und € 16,50 pro geleisteter Stunde und finanzierte sich durch die organisierte Schwarzarbeit der Asylwerber seinen Lebensunterhalt. Die ausbeuterische Arbeitszeiteinteilung (Doppelschichten und unzureichende Ruhezeiten) sowie die Ausnutzung ihrer Zwangslage, ansonsten keiner rechtmäßigen Arbeit nachgehen zu können, erhärten den Verdacht des Menschenhandels. Er zwang die Asylwerber zur Arbeitsleistung und drohte ihnen im Fall von Krankheit oder einem Urlaubsgesuch mit dem Verlust ihrer Arbeit.
Weiters ergab sich durch Kontoöffnungen der Verdacht des schweren gewerbsmäßigen Betruges. Es erfolgten insgesamt sieben Kontoöffnungen, eine Hausdurchsuchung und die anschließende Auswertung der sichergestellten Firmenunterlagen. Insgesamt wurden 57 von 233 irakischen Asylwerbern als Opfer bzw. Zeuge einvernommen.

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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