Bad Ischl: Mehr Sicherheit im Bereich des Jainzens

Stadt Bad Ischl und Land Oberösterreich beschließen Schutzmaßnahmen in der Höhe von 2,5 Millionen Euro für die nächsten 30 Jahre

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Der Bereich unterhalb des Jainzenberges ist durch Massenbewegungen (Rutschungen, Hanginstabilitäten) sowie Stein- und Blockschläge gefährdet. Im Zuge des Jahrhundert-Hochwassers im Jahr 2002 traten am Fuße des Berges Massenbewegungen und über die Jahre verteilt zahlreiche Steinschläge auf. Im Jahr 2006 wurden auf Grundlage geotechnischer Erhebungen lokale Sanierungsmaßnahmen umgesetzt. Im Jahr 2017 kam es zusätzlich durch Sturmschäden zu Steinschlagereignissen. Zwischenzeitlich traten immer wieder Steinschläge aus den Abhängen des Jainzenberges auf. Die Stadtgemeinde Bad Ischl hat bereits mehrfach um Ausarbeitung und Durchführung einschlägiger Schutzmaßnahmen ersucht. Nun wurde auch im Landtag die Unterstützung des Projektes beschlossen.

Die Bad Ischler Bürgermeisterin Ines Schiller ist erfreut, dass das Projekt nun endlich in Umsetzung gehen kann: „Die Sicherheit der Bevölkerung ist uns ein zentrales Anliegen. Im Bereich des Jainzens entstanden in den vergangenen Jahren Gefahren für Siedlungsräume und auch für die unterhalb liegende Infrastruktur. Mit der Mehrjahresverpflichtung können diese Bereiche nun gesichert werden.“

Die Gesamtkosten des Projektes belaufen sich auf 2,5 Millionen Euro für den Zeitraum von 2023 bis 2052. Davon betragen die Bundesmittel (WLV) 60 %, vom Land OÖ (Abteilung Land- und Forstwirtschaft) stammen 16 %, 10 Prozent von der Landesstraßenverwaltung OÖ und 14 Prozent kommen von der Gemeinde Bad Ischl.

Neben den geplanten, technischen Steinschlagschutzbauten sollen zielgerichtete, forstlich/biologische Maßnahmen wie die Herstellung schutzoptimaler Objektschutzwaldstrukturen samt Anlage biologischer, nieder- bis mittelwaldartiger und mit Hasel angereicherter Steinschlagschutzgürtel den Steinschlagschutz im Bereich der Unterhänge des Jainzenberges nachhaltig verbessern. Durch das Zusammenwirken der technischen und forstlich/biologischen Maßnahmen soll die Schutzwirkung der vorhandenen Objektschutzwälder nachhaltig optimiert werden.

Ziel: bestehende Infrastruktur und Siedlungsräume sichern

Auch Landtagsabgeordneter Mario Haas ist über die Unterstützung seitens des Landes erfreut: „Mit technische Schutzbauten und Aufforstungen werden Siedlungsräume und Infrastruktur im Bereich des Jainzens gesichert. Gerade die zahlreichen Starkregen- und Unwetterereignisse erfordern in den nächsten Jahren in unserer Region viele Schutzmaßnahmen. Ich bin froh, dass wir mit der Wildbach- und Lawinenverbauung (WLV) einen wichtigen Partner haben, die diese Projekte in den Gemeinden umsetzen. Ohne diverse Schutzmaßnahmen durch das Land und die Gemeinden wäre das Leben in vielen Teilen unserer Region nämlich nur schwer möglich, das muss uns bewusst sein. Daher werden wir einen Fokus auf diesen Bereich legen müssen, gerade auch durch die Auswirkungen aufgrund des Klimawandels. “

Foto (©Haas): Landtagsabgeordneter Mario Haas (SPÖ) und Bürgermeisterin Ines Schiller beim Lokalaugenschein einer jener Bereiche, der in Zukunft durch Schutzmaßnahmen abgesichert sein wird

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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