MEP Hannes Heide (SPÖ) bei Enquete im Bundesrat: „Die Zukunft Europas entscheidet sich im ländlichen Raum“

Im Rahmen einer Enquete im Bundesrat zur Zukunft dezentraler Lebensräume hat SPÖ-Europaabgeordneter Hannes Heide diese Woche zur Entwicklung im ländlichen Raum Stellung bezogen.

Der Abgeordnete: „Die Europäische Union legt großen Wert auf die Entwicklung des ländlichen Raums. Darüber, wie die meisten Regionalprogramme und Fonds verwendet werden, entscheiden aber nicht Bürokratinnen und Bürokraten in Brüssel, sondern die Mitgliedsstaaten und in Österreich die Bundesländer. Daher ist es eine konkrete Forderung, Transparenz und Information über die Verwendung dieser bedeutenden Mittel zu geben“., Heide betont: „Es gibt auch keine Entscheidung in der Europäischen Union, bei der nicht mindestens eine Österreicherin, ein Österreicher beteiligt ist“.

Heide führt aus: „Digitalisierung ist eine große Chance, jedoch besteht großer Aufholbedarf von Österreich. Gerade für den ländlichen Raum werden dadurch neue, flexible Arbeitswelten geschaffen und kann Abwanderung entgegnet werden.“ 

„Ein Thema, das für die Menschen im ländlichen Raum am Wichtigsten ist, ist die Mobilität. Bislang fehlen breite Mobilitätsangebote, die viel mehr auf den Bedarf reagieren können. Vor allem die Frage, wie die so genannte „letzte Meile“, das Wegstück von und bis zur Haustüre, muss gerade in inneralpinen Regionen wie dem Salzkammergut, aus dem ich komme, beantwortet werden muss“. 

„Von besonderer Bedeutung sind für Hannes Heide auch Kultur und Tourismus: „Der Kultursektor und die Tourismusbranche sind von der COVID-Pandemie besonders schwer betroffen. Sie brauchen daher jetzt starke Angebote und Mittel. Der europäische Rechnungshof hat bereits vor der Pandemie eine höhere Unterstützung von Kulturprojekten durch die Regionalfonds gefordert und auf die positiven Auswirkungen auf die touristische Entwicklung hingewiesen“, macht Heide aufmerksam.

Für den Europaabgeordneten und ehemaligen Bürgermeister von Bad Ischl ist klar: „Die Menschen in den Regionen  wissen genau, was sie wollen und was sie brauchen: Mittel zur Umsetzung und vor allen Dingen finanzielle Möglichkeiten“.

Europaabgeordneter Hannes Heide bei seiner Rede bei der Parlamentarischen Enquete zu „Die Zukunft dezentraler Lebensräume“ im Bundesrat. Landeshauptmann Hans Peter Doskozil und Gabriel Felbermayr vom Österreichischen Institut für Wirtschaftsforschung (WIFO) hören von der Regierungsbank zu. 
Foto: Parlamentsdirektion/Johannes Zinner

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

error: (c) by salzTV