Überfällige Schulsanierung in Fornach kann endlich starten

SPÖ-LAbg. Doris Margreiter: “Schweren landesweiten Schulsanierungs-Rucksack rasch abbauen“

In ihrer jüngsten Sitzung hat die Oö. Landesregierung die Mittel für die überfällige Volksschul-Sanierung mit Turnsaal-Neubau in Fornach von insgesamt 250.000 Euro freigegeben. „Ich bin froh und erleichtert für die Schüler:innen, Eltern und die gesamte Gemeinde, dass nun endlich mit den Bauarbeiten begonnen werden kann. Fornach steht beispielgebend für den schweren Rucksack des Landes OÖ an über Jahre oder gar Jahrzehnte hinweg verschleppten Schulsanierungen. Dieser hat mittlerweile das finanzielle Volumen von einer halben Milliarde Euro überschritten“, so SPÖ-Landtagsabgeordnete Doris Margreiter. Sie fordert deshalb von Landeshauptmann Stelzer und Bildungsreferentin Haberlander eine Schulsanierungs-Offensive, um den Rückstau an Projekten im ganzen Land möglichst rasch abzubauen.

Zuwarten verteuert Projekte noch weiter

Wie die Beantwortung einer SPÖ-Anfrage aus dem Vorjahr bestätigte, ist in unserem Bundeland leider jede dritte Schule ein Sanierungsfall. Demnach standen damals Schulsanierungen im finanziellen Ausmaß von 512 Millionen Euro im Land an. Dieser Rucksack ist aufgrund der enorm verteuerten Baustoffpreise in der Zwischenzeit noch drastisch schwerer geworden. „Es waren im Vorjahr schon 216 Projekte in der Warteschleife, wovon 63 bereits über 5 Jahre dort hingen. Zuwarten vergrößert den Sanierungsbedarf und macht bei den steigenden Rohstoffpreisen spätere Arbeiten erst recht noch teurer. Daher ist es umso wichtiger, den Rückstau mit einer Sanierungsoffensive schneller abzubauen“, erläutert Margreiter.

Gemeinden brauchen Entlastung

Ein Grund für den Rückstau ist auch die finanzielle Misere der Gemeinden in Oberösterreich. Denn sie müssen alljährlich 300 Millionen Euro mehr an das Land abführen als sie von diesem zurückerhalten. „Die leidtragenden sind letztendlich die Schüler:innen, Lehrer:innen und die Bildungsqualität, wenn Gemeinden sich die hohen Eigenmittelanteile aufgrund verfehlter Finanzpolitik des Landes nicht leisten können“, zeigt Margreiter ebenso beim Finanzausgleich zwischen Land und Gemeinden dringenden Handlungsbedarf auf.

Titelbild:© photocredit: Peter Kollroß

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

error: (c) by salzTV