Kinder in Schule bedrängt – Verdächtiger festgenommen//Suchtgifthandel in außerordentlicher Größenordnung – 12 Festnahmen. Aktuelle oö Polizeimeldungen

LPD OÖ

Ein aufgrund von Drogen stark beeinträchtigter 27-jähriger Innviertler drang am 31. Mai 2022 in den Mittagsstunden widerrechtlich in ein Gymnasium im Innviertel ein.
Im Schulgebäude bedrängte er mehrere Kinder und versuchte die Schüler dazu zu bewegen, ihn in seine Wohnung zu begleiten.
Das Lehrpersonal verständigte unverzüglich die Polizei, woraufhin der Beschuldigte aus dem Schulgebäude und in weiterer Folge zu seinem Wohnhaus flüchtete. Aufgrund der unmittelbar eingeleiteten polizeilichen Intervention konnte der Täter im Nahbereich der Schule angehalten werden. Im weiteren Verlauf der Erhebungen versuchte sich der Beschuldigte durch Gewalt der Amtshandlung zu widersetzen, weshalb er von Polizeibeamten zu Boden gebracht und festgenommen wurde. Dabei wurde ein Polizeibeamter leicht verletzt. Weitere Ermittlungen werden geführt.

Suchtgifthandel in außerordentlicher Größenordnung – 12 Festnahmen

Landeskriminalamt OÖ

Durch Ermittlungen des Landeskriminalamtes OÖ konnte einer niederländischen bzw. deutschen Tätergruppierung, sowie einem untergeordneten österreichischen Subverteilernetzwerk, Suchtgifthandel in außerordentlicher Größenordnung nachgewiesen werden. In diesem Zusammenhang erfolgten insgesamt zwölf Festnahmen. Zudem wurden etwa ein Kilogramm Crystal Meth, circa 2,5 Kilogramm Ketamin, sowie geringe Mengen Kokain, Cannabiskraut/-harz, Speed und Bargeld sichergestellt. Der Ausgangspunkt für die Ermittlungen waren die Festnahmen von drei Suchtgifthändlern im September 2021 und die in diesem Zusammenhang erfolgte Identifizierung ihrer Kokain-Bezugsquelle, einem 24-Jährigen aus dem Bezirk Perg. Nach Vorlage der Ermittlungserkenntnisse wurde von der Staatsanwaltschaft die Festnahme des 24-Jährigen und die Durchsuchung seiner Wohnung angeordnet. Bei der Durchsuchung am 27. August 2021 wurden Mobiltelefone und Bargeld sichergestellt. Der Beschuldigte zeigte sich zu dem von ihm selbst umfangreich betriebenen Suchtgifthandel geständig und kooperativ. Schließlich konnte die Bezugsquelle des 24-Jährigen ausgeforscht werden. Dabei handelte es sich um eine niederländisch/deutsche Tätergruppierung, die den Beschuldigten bereits seit Sommer 2019 mit großen Mengen Kokain, Crystal Meth, Speed und Ketamin belieferte. Bei einer Suchtgiftlieferung an die Wohnadresse des 24-Jährigen im Oktober 2021 konnten drei Verdächtige, ein 31-jähriger und ein 32-jähriger Holländer und ein 33-jähriger Deutscher festgenommen werden. In einem der von den Verdächtigen verwendeten Pkw wurden ca. ein Kilogramm Crystal Meth und ca. zwei Kilogramm Ketamin sichergestellt. Weiterführende Ermittlungen zur Tätergruppierung erhärteten den Verdacht, dass die Tatbegehung im Rahmen einer kriminellen Vereinigung betrieben wurde, der noch weitere fünf deutsche Staatsangehörige zuordenbar sind. Der 32-Jährige, ein führendes Mitglied der Tätergruppierung, steht im Verdacht von Mitte 2019 bis Ende 2021 insgesamt 78 Schmuggelfahrten durchgeführt zu haben und dadurch beträchtliche Mengen an Kokain, Speed, Crystal Meth und Ketamin aus den Niederlanden ausgeführt und an mehrere Abnehmer gewinnbringend verkauft zu haben. Der in den Niederlanden bereits wegen Totschlags gerichtlich verurteilte 31-Jährige steht zudem im Verdacht, in Holland Cannabishandel im großen Stil betrieben zu haben. Der 24-Jährige soll von der Tätergruppierung mindestens zwei Kilogramm Kokain, vier Kilogramm Speed, ca. 700 Gramm Crystal Meth und zehn Kilogramm Ketamin erworben und den Großteil gewinnbringend weiterverkauft haben. Zudem konnte seiner 23-jährigen Lebensgefährtin die Beitragstäterschaft am Suchtgifthandel nachgewiesen werden. Der 24-Jährige und seine Lebensgefährtin wurden am 25. Mai 2022 am Landesgericht Linz nicht rechtskräftig zu einer 5-jährigen bzw. teilbedingt nachgesehenen 15-monatigen Freiheitsstrafe verurteilt. Der Lebensgefährtin war nur eine wesentlich geringere Menge am Suchtgifthandel des 24-jährigen nachweisbar. Vom Suchtgiftschmuggel bzw. Tatbeitrag am Suchtgiftschmuggel wurde sie freigesprochen. Die übrigen Mitbeschuldigten befinden sich in U-Haft, deren Hauptverhandlungen stehen noch aus. Durch die umfangreichen Ermittlungen konnte zudem ein weitverzweigtes, dem 24-Jährigen untergeordnetes Subverteiler-Netzwerk, offengelegt werden:
Ein ebenfalls 24-Jähriger wurde am 30. November 2021 durch das LKA OÖ festgenommen. Bei der Durchsuchung seiner Wohnung im Bezirk Ried wurden Bargeld, Ketamin, Crystal Meth, Kokain und Cannabiskraut sichergestellt. Bei den Ermittlungen gegen den 24-Jährigen konnten dessen ebenfalls 23-jähriger Lebensgefährtin die Beitragstäterschaft am Suchtgifthandel des 24-Jährigen aus dem Bezirk Ried nachgewiesen werden. Trotz Festnahme ihres Lebensgefährten setzte die Frau den Suchtgifthandel unbeeindruckt fort. Die 23-Jährige wurde am 27. Jänner 2022 auf frischer Tat betreten, als sie Crystal Meth und Ketamin von Deutschland nach Österreich schmuggelte. Sie wurde daraufhin festgenommen. 
Eine 24-jährige Subverteilerin und eine weitere 23-jährige Subverteilerin sind verdächtig, in gemeinschaftlicher Tatbegehung diversen Abnehmern Speed, Kokain, Ketamin und geringe Mengen Cannabiskraut überlassen zu haben. Aufgrund gerichtlich bewilligter Anordnung der Staatsanwaltschaft wurden beide Subverteilerinnen Anfang 2022 festgenommen.
Eine 26-jährige Subverteilerin, eine 24-jährige Subverteilerin und ein 30-jähriger Subverteiler aus Oberösterreich und ein ebenfalls 30-jähriger Subverteiler aus Wien sollen diversen Abnehmern Speed, Cannabiskraut, Ketamin und Kokain überlassen zu haben. Alle vier wurden Ende 2021 bzw. Anfang 2022 festgenommen.

Kryptobetrug

Bezirk Braunau

Ein 41-Jähriger aus dem Bezirk Braunau wurde im Dezember des Vorjahres durch eine Werbung auf einem Internetvideokanal auf eine Fake-Krypto-Plattform aufmerksam. Laufend überwies er Geld auf diverse Konten in Großbritannien und Litauen. Außerdem eröffnete er, angeleitet über eine Remotsoftware, ein Wallet bei einem Krypto-Dienstleister, von dem die unbekannten Täter eine fünfstellige Summe an ein bislang unbekanntes Wallet überwiesen. Einen erheblichen Teil des überwiesenen Geldes hatte sich der Geschädigte von Familienangehörigen ausgeborgt.

Griff nach Flasche – drei Verletzte

Bezirk Eferding

Ein 45-jähriger Welser fuhr am 31. Mai 2022 gegen 16:50 Uhr mit seinem Pkw in Hinzenbach, Ortschaftsbereich Rudling, auf der B129 Richtung Eferding. Als er nach einer Wasserflasche am Beifahrersitz griff, kam er auf den linken Fahrstreifen. Dabei streifte er den entgegenkommenden Pkw, gelenkt von einer 55-Jährigen aus dem Bezirk Schärding. Deren Pkw drehte sich um 180 Grad und kam auf der Fahrbahn zum Stillstand. Der Welser kam durch den Zusammenstoß ins Schleudern und prallte gegen den nächsten entgegenkommenden Pkw, gelenkt von einem 53-Jährigen aus dem Bezirk Eferding. Dieser kam dadurch links von der Fahrbahn ab, streifte die Böschung und kam am linken Fahrbahnrand zum Stillstand. Der 45-Jährige geriet nach dem Zusammenstoß rechts von der Fahrbahn ab und kam im angrenzenden Feld zum Stillstand. Alle drei beteiligten Lenker wurden verletzt, der 45-Jährige schwer. Nach der notärztlichen Versorgung wurden die Verletzten in das Klinikum Wels eingeliefert.

Unfall auf Kreuzung

Bezirk Braunau

Eine 23-Jährige aus dem Bezirk Braunau fuhr am 31. Mai 2022 gegen 22:30 Uhr mit dem Pkw ihrer ebenfalls 23-jährigen Beifahrerin aus dem Bezirk Braunau im Gemeindegebiet von Weng im Innkreis. Sie wollten die B142, Mauerkirchner Landesstraße von der Unterdorf Gemeindestraße Richtung Oberdorf Gemeindestraße queren. An der Kreuzung fuhr die 23-Jährige trotz des Vorschriftszeichens HALT ungebremst in die B142 ein. Zur selben Zeit lenkte ein 20-jähriger rumänischer Kraftfahrer aus Linz einen Lkw mit Anhänger auf der Mauerkirchner Landesstraße Richtung Mauerkirchen. Es kam zur rechtwinkligen Kollision zwischen dem Lkw und dem Pkw. Dieser wurde durch den Anprall nach rechts weggeschleudert und prallte gegen den an der Kreuzung am dortigen Parkplatz abgestellten Pkw einer 27-Jährigen aus dem Bezirk Braunau. Die beiden Frauen erlitten Verletzungen unbestimmten Grades und wurden in das Krankenhaus nach Braunau am Inn gebracht.

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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