Grubenbefahrung (Augenschein) im Salzbergbau Hallstatt

Tief im Westen“ – Befahrung des Salzbergbaues Hallstatt durch Beamte und Amtssachverständige des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Regionen und Tourismus.

Vor einigen Tagen fand im Rahmen der Verhandlung des Gewinnungsbetriebsplans für das Geschäftsjahr 2023 der Salinen Austria/ Bergbau Salzkammergut die Grubenbefahrung (Augenschein) im Salzbergbau Hallstatt statt. Verhandlungsleiter MR DI Heinz Harrer vom Bundesministerium für Landwirtschaft, Regionen und Tourismus (BmLRT /Montanbehörde West), begutachtete mit seinen Sachverständigen, aufgeteilt in zwei Gruppen die aktuellen Gewinnungsgebiete.Ich war als Vertreter der Marktgemeinde Hallstatt, wie in den letzten Jahren bei der Begehung der oberen Reviere, ausgehend vom Hohen Wasserstollen, dabei. Herr Marco Amon (Salinen Austria, Salzbergbau Salzkammergut) führte unsere Gruppe in die entlegensten Stollen Schürfe und Schächte, wo die Gebirgswässer gefasst werden.

Die beiden Amtssachverständigen für Geologie und Hydrogeologie, Dr. Robert Holnsteiner, Leiter der Abteilung Rohstoffpolitik im BmLRT und Frau Drin Susanne Strobel, machten sich dabei ein genaues Bild über den Zustand dieses sensiblen Bereichs. Sie stellten zufrieden fest, dass in den letzten Jahren sehr viel in den „Erhaltbergbau“ investiert wurde und alle geplanten Vorhaben umgesetzt wurden. Die einsickernden Wässer werden in „Einwässerungsgebäuden“ gesammelt, leitungsgebunden abgeführt und durch regelmäßige Wassermessungen überwacht und dokumentiert.

Beim Grubengang war auch der Archäologe Dr. Hans Reschreiter vom Naturhistorischen Museum Wien (NHM) dabei. Das renommierte NHM betreibt schon seit vielen Jahren in Hallstatt eine archäologische Außenstelle. Einige prähistorische Forschungsstätten des Bergwerks wurden begutachtet. Die Salinen Austria sind sehr um die Sicherheit für ihre Mitarbeiter und den Bergwerksbetrieb bemüht. Als Bürgermeister von Hallstatt bin ich beeindruckt und sehr stolz auf unsere Bergleute aus dem Salzkammergut, die Untertage wahrlich Großes leisten.

Es ist weltweit einzigartig und ein Alleinstellungsmerkmal was in Hallstatt passiert. Ein Produkt (Salz) wird seit Jahrtausenden bis in die heutige Zeit industriell gewonnen und erzeugt. Der Salzbergbau mit seiner prähistorischen Vergangenheit ist unbestritten der Hauptgrund, weshalb Hallstatt und die Region „Dachstein-Salzkammergut“ 1997 von der UNESCO zum Weltkulturerbe ernannt wurde.

Bgm. Alexander Scheutz

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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