Gemeindebund-Präsident Riedl trifft ukrainischen Gemeindeminister

Austausch über direkte Hilfen für ukrainische Gemeinden und Gemeindepartnerschaften

Auf Vermittlung des ukrainischen Botschafters Vasyl Khymynets traf Gemeindebund-Präsident Alfred Riedl am 20. Mai den ukrainischen Minister für Gemeinden und regionale Entwicklung Oleksiy Chernyshov in der ukrainischen Botschaft in Wien. Im Fokus des Treffens stand der Austausch über die aktuellen Entwicklungen und die österreichischen kommunalen Initiativen zur Unterstützung der Gemeinden und Städte in der Ukraine. Am 18. Mai hat der Gemeindebund gemeinsam mit dem Städtebund alle Kommunen in Österreich über ihre gemeinsame Initiative informiert. So sollen etwa nicht mehr benötigte Fahrzeuge und Geräte aus den österreichischen Gemeinden und Städten den Wiederaufbau in der Ukraine unterstützen. Außerdem wollen Städtebund und Gemeindebund die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister motivieren, Gemeinde- und Städtepartnerschaften mit den ukrainischen Kommunen zu planen und zu organisieren, damit die gemeinsame grenzüberschreitende Zusammenarbeit in Zukunft auch einen wichtigen Beitrag für mehr Frieden, Sicherheit und Stabilität am europäischen Kontinent leistet.

Minister Chernyshov nutzte die Gelegenheit, um den österreichischen Gemeinden und Städten im Namen der ukrainischen Regierung für ihren Einsatz für die Vertriebenen in Österreich, aber auch für die vielen Hilfslieferungen in die Ukraine zu danken. „Die ukrainische Regierung ist unendlich dankbar für die große Hilfsbereitschaft in ganz Europa und besonders in Österreich. Der russische Angriffskrieg bringt unglaublich viel Leid, Tod und Zerstörung in unser Land. Die Schäden des Krieges sind enorm. Umso mehr sind wir froh über die internationale Solidarität und die Bereitschaft der österreichischen Gemeinden und Städte, uns mit Geräten und Fahrzeugen zu unterstützen. Auch das Ziel der Gemeinde- und Städtepartnerschaften ist für uns ein wichtiger Beitrag, dauerhaften Frieden, Sicherheit und auch Stabilität in die Ukraine zu bringen“, erklärt Minister Chernyshov.

Die österreichischen Kommunen haben gemeinsam mit unzähligen Freiwilligen mehr als 65.000 Vertriebene aus der Ukraine aufgenommen. „Die Hilfsbereitschaft in unseren Gemeinden und Städten ist ungebrochen hoch. Neben der direkten Hilfe für die Menschen, wurden auch bereits unzählige Tonnen als Hilfsgüter in die Ukraine geliefert. Nun wollen wir die ukrainischen Gemeinden so gut wie möglich auch mit kommunalen Geräten und Fahrzeugen beim Wiederaufbau unterstützen. Österreichische Gemeinden sind aufgerufen, gebrauchte Geräte den Kolleginnen und Kollegen in der Ukraine zur Verfügung zu stellen“, erklärt Gemeindebund-Präsident Bürgermeister Alfred Riedl dem ukrainischen Gemeinde-Minister und dem Botschafter. Gemeinsam mit dem Städtebund hat der Gemeindebund am 18. Mai alle österreichischen Gemeinden und Städte über diese Initiative informiert. „Gleichzeitig wollen wir auch Gemeinde- und Städtepartnerschaften für die Zeit nach dem Krieg initiieren, damit die interkommunale Zusammenarbeit die Menschen in unseren beiden Ländern zusammenführen und dabei einen wesentlichen Beitrag für Frieden, Sicherheit und Stabilität in Europa leisten“, so Riedl.

Für Botschafter Khymynets ist die Zusammenarbeit zwischen ukrainischen und österreichischen Gemeinden und Städten eine wichtige Basis für eine gemeinsame europäische Zukunft. „Die Ukrainerinnen und Ukrainer sind den Österreicherinnen und Österreichern unglaublich dankbar für ihre Hilfsbereitschaft und ihre Solidarität. Wir kämpfen in unserem Land seit 24. Februar für die europäischen Werte. Ich bin überzeugt, dass die Zusammenarbeit mit den österreichischen Gemeinden ein wesentlicher Baustein für Frieden und Freiheit in Europa ist“, erklärt Botschafter Vasyl Khymynets.

Präsident Riedl, Minister Chernyshov und Botschafter Khymynets
(C)Gemeindebund

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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