Bad Goisern ist 80. Bodenbündnis-Gemeinde in OÖ

Mit dem Beitritt der Marktgemeinde Bad Goisern am Hallstättersee zum Bodenbündnis wächst das europaweite Gemeindenetzwerk auf nun 80 Städte und Gemeinden in Oberösterreich. Von Bad Goisern im Süden bis Ulrichsberg im Norden Oberösterreichs bekennen sich immer mehr Gemeinden zu einem sorgsamen Umgang mit Boden und wollen mehr Bewusstsein für die Bedeutung des Bodens schaffen.

Umwelt- und Klima-Landesrat Stefan Kaineder machte sich bei einem Besuch in Bad Goisern persönlich ein Bild und übergab gemeinsam mit Gerlinde Larndorfer-Armbruster vom Klimabündnis OÖ die Bodenbündnis-Tafel an Bürgermeister Leopold Schilcher und Gemeindevorstand Hansjörg Schenner vom RHV Hallstättersee. Bad Goisern engagiert sich bereits seit letztem Jahr als Bienenfreundliche Gemeinde unter dem Motto „Unser Boden für Bienen“ für den Schutz der Artenvielfalt und des Bodens. Mit dem Beitritt zum Bodenbündnis wurde dieses Engagement noch einmal unterstrichen.

Peter Hallada (Bauhof), Gerlinde Larndorfer (Klimabündnis OÖ), Rainer Feichtinger (Obst- und Gartenbauverein), Landesrat Stefan Kaineder, Bürgermeister Leopold Schilcher MAS, Monika Mittendorfer (Siedlerverein), Ing. Hansjörg Schenner(RHV) und Christoph Unterberger (Tourismusverband) bei der Bodenbündnis-Auszeichnung in Bad Goisern.
 (C) Land OÖ, Verwendung mit Quellenangabe

„Es freut mich sehr, dass das Bodenbündnis-Netzwerk mit nun 80 Gemeinden immer weiter wächst. Wir merken in unseren Gesprächen, wie wichtig dieses Thema den politischen Akteur/-innen und der Bevölkerung ist. Es gibt sehr großes Bewusstsein dafür, dass es in Oberösterreich eine Abkehr vom alten Denken braucht. Wir können unsere Wohlstandsgesellschaft nicht Richtung Klimaneutralität transformieren, wenn wir weiterhin ungehemmt Beton in die Landschaft gießen und unsere wertvollsten Flächen versiegeln“, so Umwelt- und Klima-Landesrat Stefan Kaineder, der an dieser Stelle eine ambitioniertere Bodenschutzpolitik für Oberösterreich einfordert.

„Die Verfügbarkeit von Grund und Boden für die Entwicklung von Gewerbe und die Errichtung von Wohnbauten steht in einem starken Spannungsverhältnis zur Verantwortung für den Erhalt der begrenzten Ressource Boden. Mit der Entscheidung von Bad Goisern, eine Bodenbündnisgemeinde zu werden, setzen wir ein Zeichen, dass wir diese Herausforderung aktiv annehmen. Gerade als inneralpine Gemeinde ist die Verantwortung tagtäglich augenscheinlich und wir sehen uns sehr bewusst als Anwalt von Grund und Boden. Wir tun dies im Interesse der zukünftigen Generationen, aber auch im Interesse der Biodiversität und der Sicherheit der Bewohner/-innen von Bad Goisern. Exemplarisch dafür steht das Beispiel der Hangwässer und die Gefahren, die davon ausgehen“, erklärt der Bürgermeister von Bad Goisern am Hallstättersee, Leopold Schilcher MAS, die Beweggründe für den Beitritt zum Bodenbündnis.


Ein sparsamer und sorgsamer Umgang mit der begrenzten und wertvollen Ressource Boden ist – angesichts der weltweiten Krisen – dringlicher denn je. Auch in Oberösterreich werden nach wie vor täglich rund zwei Hektar Boden der Landwirtschaft entzogen, um sie als Siedlungs- und Verkehrsflächen zu nutzen. Unverbauter Boden ist aber die Basis für die Versorgung mit regionalen Lebens- und Futtermitteln in Österreich, für vorsorgenden Hochwasserschutz oder die Anpassung an die Klimaerhitzung. Unser Boden ist ein vielfältiges Ökosystem und auch Basis der Biodiversität.

„Es freut mich sehr, dass Bad Goisern Teil des Bodenbündnis-Netzwerkes geworden ist und somit ein Zeichen für die Bedeutung des Bodens setzt„, sagt Projektleiterin Gerlinde Larndorfer-Armbruster. „Gemeinsam werden jetzt die nächsten Schritte zu einem nachhaltigeren Umgang mit Boden erarbeitet„, so Larndorfer-Armbruster abschließend.

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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