Aktuell 27 tödlich verunglückte Verkehrsteilnehmer

Zweiradunfälle haben großen Anteil an Gesamtstatistik. Kreuzung B138 mit der L550 wird von Sachverständigen inspiziert.

Für ein Flächenland wie Oberösterreich herrscht ein hohes Niveau der Verkehrssicherheit. Innerhalb der vergangenen 50 Jahre ist es aufgrund von Entwicklungs- und Evolutionsschritten in der Mobilität gelungen, das Unfallgeschehen mit Todesfolge, um rund 78% zu reduzieren. 

„Nichts desto trotz macht jeder einzelne Unfall betroffen. Hinter jedem der heurigen, 27 tödlichen Unfälle, verbirgt sich eine Menge Leid und Schmerz bei den trauernden Familien und Hinterbliebenen“,  so Infrastruktur-Landesrat Mag. Günther Steinkellner. 

Eine genaue Betrachtung der Unfälle zeigt vor allem die Gefahr von zweirädrigen Verkehrsmitteln. Den 17 tödlich verunglückten Verkehrsteilnehmern, die mit einem PKW unterwegs waren, stehen zehn tödlich verunglückte Zweiradlenker/innen gegenüber. Darunter fünf Motorradfahrer/innen, drei Fahrradfahrer/innen und zwei Mopedlenker/innen. Somit erreichen tödliche Zweiradunfälle mittlerweile bereits einen Anteil von 37% an der Gesamtstatistik. 

Besonders der Unfall der 16-jährigen Mopedlenkerin auf der Hengst Landesstraße von Windischgarsten in Richtung Spital am Pyhrn ist aufgrund des jungen Alters der Lenkerin ein tragisches Ereignis. „Der Sachverständigendienst wurde bereits angewiesen, die T-Kreuzung genau unter die Lupe zu nehmen und die infrastrukturelle Verkehrssicherheit zu inspizieren“, so Steinkellner.

Auf den ersten, statistischen Blick zeigt die Kreuzung allerdings keine besondere Unfallhäufung. Seit dem Jahr 2000 ereigneten sich im Kreuzungsbereich fünf Verkehrsunfälle mit Personenschäden. Ein Unfall im Jahre 2002 endete tödlich. 

Im Rahmen des Verkehrssicherheitsprogramms hat das Land OÖ gemeinsam mit der AUVA sowie Partner-Fahrschulen die Unfallverhütungsaktion „Fahr sicher heit & morgen“ entwickelt. Dabei handelt es sich um ein Praxistraining, das speziell auf die Zielgruppe der Mopedfahrer/innen im Alter von 15 bis 18 Jahren ausgerichtet ist. Ziel der Aktion ist es, Fahrpraxis zu erlangen, um so den Weg in die Schule oder zur Lehrstelle sicher absolvieren zu können.

„Vorbild für das Perfektionstraining junger Mopedlenkerinnen und -lenker ist die Mehrphasenausbildung beim Führerschein der Klasse B. Auch hier können die Jugendlichen nach der Führerscheinausbildung die Kenntnisse festigen und Fahrpraxis sammeln“, erklärt Landesrat für Infrastruktur Mag. Günther Steinkellner abschließend.

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

error: (c) by salzTV