Wirtschaftskammer Oberösterreich will kalte Progression rasch abschaffen

Die seit Monaten erfolgenden Preissteigerungen werden sowohl für Arbeitgeber als auch für Ar­beitnehmer zu einer enormen Belastung. „Wir erleben Inflationsraten in einer Höhe, wie zuletzt vor über 40 Jahren. Die permanenten Teuerungen gefährden mittlerweile nicht nur unseren Wirtschaftsstandort, sondern bedeuten für viele Menschen auch starke finanzielle Einschränkungen“, weist WKOÖ-Präsidentin Doris Hummer (Beitragsbild) darauf hin, dass die realen Einkommensverluste immer größer werden.

Die WKOÖ-Präsidentin begrüßt daher das Vorhaben von Finanzminister Magnus Brunner, bis 2023 die kalte Progression abzuschaffen und erwartet gleichzeitig, dass dieser Ankündigung auch zeit­nah die Weichenstellung zur erfolgreichen Umsetzung nachfolgt. „Die Preise für Waren und Dienst­leistungen steigen kontinuierlich an und machen viele Entlastungs- und Hilfsmaßnahmen, die die Bundesregierung zur Bekämpfung der Corona-Krise getroffen hat, wieder zunichte. Die Diskussion über die Abschaffung der kalten Progression wird seit Jahren geführt, jedoch ohne Ergebnis. Die kalte Progression ist eine schleichende oder heimliche Steuererhöhung, weil die einzelnen Steuertarifstufen nicht an die jährliche Inflation angepasst werden. Die Tarifstufen für die Lohnsteuer bleiben somit gleich und davon betroffen sind vor allem Gering- und Mittelverdiener. Deshalb wäre die Abschaffung der kalten Progression eine treffsichere Maßnahme, um den hohen Inflationswerten entgegenzuhalten“, sieht Hummer für die Beseitigung dieser steuerlichen Ungerechtigkeit genau jetzt den idealen Zeitpunkt.

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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