Salzburgs Luft wird immer besser

Grenzwerte deutlich unterschritten / Weiterer Rückgang bei Abgasen

Salzburger Landeskorrespondenz, 17. Mai 2022

(LK)  Die Luftqualität im Land steigt, die Schadstoffwerte sinken. „Bei allen langjährigen ‚Problem-Abgasen‘ geht der Trend eindeutig nach unten, obwohl der Verkehr im zweiten Pandemiejahr wieder zugenommen hat. Die Grenzwerte wurden im Vorjahr landesweit praktisch durchgehend unterschritten“, zieht Landeshauptmann-Stellvertreter Heinrich Schellhorn Bilanz über das Jahr 2021. Hier der Überblick über die wichtigsten Daten und Fakten aus dem Vorjahr. 

Aufgezeichnet sind diese Werte im aktuell vorliegenden Luftgütebericht 2021 des Landes, der auf der Landes-Website heruntergeladen werden kann. „Die Schutz-Maßnahmen der vergangenen Jahre tragen Früchte, das zeigt der Bericht deutlich. Die Luftqualität ist seit dem Jahr 2017 kontinuierlich besser geworden. Wir bleiben dran, damit sich diese erfreuliche Entwicklung fortsetzt“, betont Landeshauptmann-Stellvertreter Heinrich Schellhorn.

Feinstaubgrenzwerte hielten sich in Grenzen

Beim Feinstaub wurden die vorgegebenen Höchstwerte zum elften Mal landesweit eingehalten. Ende Februar 2021 kam es durch Saharastaub zu erhöhten Staubwerten. „Der Grenzwert des Immissionsschutzgesetzes Luft – höchstens 25 Überschreitungstage pro Jahr – wurde aber an allen Messstellen eingehalten. Am Hotspot, dem Salzburger Rudolfsplatz, wurden in Summe vier Überschreitungen registriert“, so Alexander Kranabetter, Referatsleiter für Immissionsschutz des Landes.

Immer weniger Ruß im Feinstaub

Seit dem Jahr 2000 konnte der Rußanteil im Feinstaub an verkehrsnahen Standorten um mehr als 80 Prozent reduziert werden. „Maßnahmen wie der Einbau von Partikelfilter bei Dieselmotoren haben großen Anteil an der deutlichen Verbesserung der Salzburger Luftqualität“, weiß Kranabetter.

Ozonbelastung gering

Die sensiblen Geräte wiesen den Wert für die höchste Ozonkonzentration im Jahr 2021 mit 160 Mikrogramm pro Kubikmeter am 18. Juni mit an der Messstelle Hallein Winterstall aus, die Informationsschwelle liegt bei 180. Somit sind bei dem Reizgas landesweit alle Grenzwerte unterschritten worden.

Schwefeldioxid auf niedrigstem Niveau

Beim Schwefeldioxid (SO2) liegen die Werte schon auf einem derart niedrigen Niveau, dass während der vergangenen Jahre kein eindeutiger Trend mehr erkennbar ist. Gemessen wird daher vorwiegend zur Überwachung von Spitzenwerten im Nahbereich industrieller Großbetriebe in Hallein und der Landeshauptstadt. Einen „Ausreißer“ gab es allerdings in den Morgenstunden des 2. Juni, als nach einem Unfall beim Halleiner Industriebetrieb AustroCel, bei dem der Schwefeldioxid-Grenzwert kurzfristig deutlich überschritten wurde.

Lehren aus dem Dieselskandal messbar

In den vergangenen Jahren wurde im Nahbereich verkehrsbelasteter Straßen der EU-Grenzwert für Stickstoffdioxid zum Teil noch überschritten, verursacht durch Autos mit Dieselmotoren. „Die Hersteller haben aber aus dem Dieselskandal gelernt, weshalb die neuesten Fahrzeuge deutlich schadstoffärmer sind. Dies spiegelt sich auch in den Stickstoffdioxidwerten wider, die seit 2017 vor allem an verkehrsnahen Standorten deutlich sinken“, erläutert Alexander Kranabetter.

Stickstoffdioxid deutlich unter Höchstgrenzen

Der gegenüber 2020 im Vorjahr wieder verstärkt einsetzende Urlauberreiserverkehr an der Tauernautobahn hat die Stickstoffdioxid-Konzentrationen moderat ansteigen lassen. „Allerdings sorgt der technische Fortschritt bei der Abgasreinigung in den kommenden Jahren weiter für einen Rückgang. Sowohl der EU-Grenzwert von 40 Mikrogramm pro Kubikmeter als auch der strengere nationale Grenzwert (35 Mikrogramm pro Kubikmeter) wurde landesweit an allen Messstellen im Jahr 2021 eingehalten“, informiert Schellhorn.

Copyright
Land Salzburg
Infografik, Entwicklung Schadstoffwerte, Salzburg, Rudolfsplatz web_infografik, Stand 17.05.2022

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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