169 Werke aus der Privatsammlung Essl für Salzburg

Schenkungsvertrag unterzeichnet / Heimische Künstler im Fokus

Salzburger Landeskorrespondenz, 16. Mai 2022

(LK)  Insgesamt 169 Kunstwerke schenken Karlheinz und Agnes Essl dem Land Salzburg. Dabei handelt es um Arbeiten der Salzburger Künstler Rudolf Hradil, Herbert Breiter, Gottfried Salzmann und Helmut Grill sowie der heimischen Künstlerin Ilse Haider. „Wir nehmen die Werke in die Sammlungen von Salzburg Museum und Museum der Moderne auf. Beide Häuser werden sie wissenschaftlich, konservatorisch und kuratorisch betreuen und für die Öffentlichkeit zugänglich machen. Ein sehr wertvolles Geschenk an die Bevölkerung, für das ich mich herzlich bedanke“, sagt Landeshauptmann Wilfried Haslauer.

„Für die Ergänzungen unserer Sammlungen sind wir sehr dankbar. Einzelne Werke werden zeitnah in Ausstellungen zu sehen sein. Die Salzburgerinnen und Salzburger können sich auf viele neue Eindrücke freuen“, so die beiden Museums-Direktoren Martin Hochleitner (Salzburg Museum) und Thorsten Sadowsky (Museum der Moderne). Vervollständigt wird die Schenkung mit weiteren Arbeiten der österreichischen Künstler Hans Kruckenhauser sowie Rene Wallentin.

Hradil, Breiter und Salzmann im Mittelpunkt

Beim Ehepaar Essl ist die Freude groß, dem Land die Kunstwerke aus ihrer Privatsammlung zu schenken. „Der Fokus liegt dabei auf drei Salzburger Künstlerpersönlichkeiten: Rudolf Hradil, Herbert Breiter und Gottfried Salzmann. Die Begegnung mit ihnen und ihrer Arbeit stand ganz am Anfang unserer Sammlungstätigkeit und haben unser Verständnis von zeitgenössischem Kunstschaffen geprägt. Ihr Schaffen konnten wir bis in die 1990er Jahre intensiv begleiten“, betont Karlheinz Essl.

Herbert Breiter

Der 1999 in der Stadt Salzburg verstorbene Künstler ist in den Sammlungen des Salzburg Museum bereits mit fast 80 Werken vertreten. „Wir erfahren durch die Arbeiten Breiters aus dem Bestand der Sammlung Essl eine wunderbare inhaltliche Ergänzung. Zwei Aquarelle und 27 Druckgrafiken, die hauptsächlich in den 1960er, 70er und 80er Jahren entstanden sind, erhöhen den Bestand auf 95 Blätter. Unter den Neuzugängen finden sich auch eine Lithografie mit einem besonderen Blick auf Salzburg“, erklärt Martin Hochleitner, der Direktor des Salzburg Museum.

Rudolf Hradil und Gottfried Salzmann

15 Aquarelle und neun Tuschezeichnungen sowie eine große Anzahl an Druckgrafiken von Rudolf Hradil, er war auch Mitglied der Wiener Secession, kommen neu in den Bestand des Salzburg Museum. 44 Werke des Pinzgauer Künstlers Gottfried Salzmann werden ebenfalls dem Salzburg Museum geschenkt. Dem Künstler ist in der Neuen Residenz mit dem „Salzmann-Saal“ ein eigener Raum gewidmet. Anlässlich seines 80. Geburtstag wird dort im kommenden Jahr eine neue Ausstellung gezeigt.

Salzburg ist die neue Heimat

„Eine Reihe zentraler Werkblöcke der Salzburger Künstler Herbert Breiter, Rudolf Hradil und Gottfried Salzmann sowie einige weitere Arbeiten von Ilse Haider, Hans Kruckenhauser, Helmut Grill und Rene Wallentin finden in den Museen des Landes ein neues Zuhause. Die Objekte werden im bestmöglichen kunsthistorischen Kontext verankert, betreut und außerdem in beiden Häusern einer interessierten Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Das macht uns glücklich“, so Karlheinz Essl abschließend.

©Land Salzburg/Sophie Huber-Lachner

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

error: (c) by salzTV