Unfallzeuge rettete Frau vor dem Ertrinken. Aktuelle oö Polizeimeldungen

Bezirk Braunau

Eine 45-Jährige aus dem Bezirk Braunau lenkte ihren Pkw am Nachmittag des 9. Mai 2022 auf der B147 Richtung Mattighofen. Gegen 15:40 Uhr dürfte die Frau im Ortschaftsbereich Höfen, Gemeinde Helpfau-Uttendorf, auf einer Freilandstraße aus bislang ungeklärter Ursache auf die linke Fahrspur gekommen sein. Um einen Frontalzusammenstoß zu verhindern, wich ein entgegenkommender 59-jähriger deutscher Staatsbürger mit seinem Kleinbus nach links aus. Dabei kam es zu einer Streifkollision der beiden Fahrzeuge. Anschließend fuhr die Frau mit ihrem Auto auf das abgewinkelte Ende einer Leitplanke auf, wodurch sich der Pkw überschlug und in einem Bachbett am Dach zum Liegen kam. Ein 33-jähriger Unfallzeuge aus dem Bezirk Linz-Land eilte sofort zum verunglückten Auto und bemerkte, dass sich der Kopf der 45-Jährigen unter Wasser befand. Er befreite die Frau aus dem Wagen und dürfte sie damit vermutlich vor dem Ertrinken gerettet haben. Die 45-Jährige wurde unbestimmten Grades verletzt und nach der Erstversorgung in das Krankenhaus Braunau eingeliefert. Die B147 war für etwa eineinhalb Stunden totalgesperrt.

Diebstahl geklärt

Bezirk Schärding

Aufgrund umfangreicher Ermittlungen konnten Beamte der Polizeiinspektion Riedau den Diebstahl eines blauen Hinweisschildes vom 5. März 2022 am Bahnhof Riedau klären. Demnach sind ein 16- und ein 17-Jähriger, beide aus dem Bezirk Schärding, geständig, das Schild gegen 19:10 Uhr beim Vorbeigehen aus Langeweile gestohlen zu haben.

Alkoholisierter Reisebuslenker gab Führerschein ab

Stadt Linz

Alkoholisierter Reisebuslenker gab Führerschein ab

Ein 40-Jähriger aus dem Bezirk Amstetten lenkte am 9. Mai 2022 gegen 17:45 Uhr einen Reisebus auf der Langgasse in Linz. Beim Einbiegen in die Gesellenhausstraße verursachte er einen Verkehrsunfall mit geringem Schaden. Der Zweitbeteiligte Lenker begehrte die Unfallaufnahme durch die Polizei, da er dies für sein Firmenfahrzeug benötigte. Bei der Aufnahme bemerkten die Polizisten deutliche Symptome einer Alkoholisierung, weshalb ein Alkovortest durchgeführt wurde. Dieser verlief mit 2,38 Promille positiv. Ein Alkotest war aus gesundheitlichen Gründen des Lenkers nicht möglich, weshalb der Lenker der Amtsärztin vorgeführt wurde. Diese attestierte die Fahruntauglichkeit – der Führerschein wurde ihm vorläufig abgenommen und er wird angezeigt.

Randalierer in Kirche festgenommen

Stadt Linz

Am 9. Mai 2022 kurz nach 12 Uhr randalierte in einer Kirche in Linz ein Mann und beschädigte dabei eine Osterkerze sowie einen Kerzenständer. Als die Polizisten eintrafen verhielt sich der 52-jährige Linzer äußerst aggressiv gegenüber dem Pfarrer sowie den Beamten. Gegenüber den Polizisten wies sich der stark alkoholisierte Mann zuerst nur widerwillig aus, gestikulierte und schrie herum. Trotz mehrmaliger Aufforderung die Kirche zu verlassen, kam er dieser nicht nach, weshalb er unter Anwendung von Körperkraft aus der Kirche verbracht wurde. Dort ließ er sich vor der Kirche auf die stark frequentierte Landstraße fallen und schrie lautstark herum misshandelt zu werden und beschimpfte die Polizisten. Mehrmals wurde der Linzer aufgefordert sein Verhalten einzustellen, dem er nicht nachkam, weshalb er festgenommen und ins Polizeianhaltezentrum Linz eingeliefert wurde. Bei der Durchsuchung fanden die Polizisten ein Klappmesser, trotz aufrechtem Waffenverbot. Die Amtsärztin stellte bei dem Festgenommenen eine starke Alkoholisierung fest. Der Linzer wird mehrfach angezeigt.

Drogendealer festgenommen

SPK Linz/LKA OÖ/LKA Tirol

Dem Stadtpolizeikommando Linz gelang in Zusammenarbeit mit dem LKA OÖ sowie LKA Tirol ein Schlag gegen eine überregional agierende Tätergruppierung, welche schwunghaften Handel mit Kokain, Cannabiskraut und Cannabisharz betrieb. In das Zentrum der Ermittlungen geriet ein mittlerweile 55-jähriger, sowohl im In- als auch im Ausland wegen Suchtgifthandels vorbestrafter Österreicher aus dem Bezirk Linz-Land, welcher laut einer vertraulichen Information aus der Bevölkerung vom Oktober 2021 zufolge im Stadtgebiet von Linz Kokain und Cannabisprodukte gewinnbringend veräußern würde – dieser wäre auf der Suche nach einer neuen Bezugsquelle, zumal er von seinem bisherigen Lieferanten um einen fünfstelligen Euro-Betrag betrogen worden wäre. Er hätte auch bereits einen als Geldeintreiber fungierenden bosnischen Staatsbürger beauftragt, um den Bargeldbetrag einzufordern. Nach umfangreichen Ermittlungen konnten der 55-Jährige sowie sein 28-jähriger Komplize, ein afghanischer Staatsbürger aus dem Bezirk Linz-Land, welcher das Begleitfahrzeug lenkte, in welchem drei Kilogramm Cannabiskraut und zwei Kilogramm Cannabisharz verborgen waren, bei der Rückfahrt von einer Suchtgiftbeschaffungsfahrt in das Bundesland Tirol im November 2021 im Stadtgebiet von Traun angehalten und festgenommen werden. Im Suchtgiftbunker des 55-Jährigen, einer eigens angemieteten Garage außerhalb von Linz, welche lokalisiert werden konnte, konnten rund 500 Gramm Kokain, zwei Kilogramm Cannabisharz sowie ein Kilogramm Cannabiskraut sichergestellt werden. Außerdem konnte auch ein österreichischer Blanko-Reisepass sichergestellt werden, welcher im Jahr 2003 aus der Bezirkshauptmannschaft Oberpullendorf entwendet wurde. Während sich der 28-Jährige in seinen Vernehmungen letztlich geständig verantwortete, zeigte sich der 55-Jährige, welcher sich aktuell in Untersuchungshaft befindet, in seinen Einvernahmen zum Verdacht des Suchtgifthandels lediglich teilweise geständig. Durch eine Auswertung seines Mobiltelefons gelang es nicht nur, diesem ein nicht auf seine Person registriertes Aktiendepot mit einem Portfolio im fünfstelligen Euro-Bereich zuzuordnen und dieses staatsanwaltschaftlich sicherzustellen, es konnten auch seine ehemalige Bezugsquelle, ein 33-jähriger slowenischer Staatsbürger, zwei Subverteiler sowie ein Geldeintreiber ausgeforscht werden. Während sich der 33-Jährige zur Vermittlung von zumindest sechs Kilogramm Kokain an den 55-Jährigen sowie auch der 34-jährige Geldeintreiber aus Linz geständig zeigten, hielten sich die Linzer Subverteiler bedeckt und äußerten sich nicht zum Tatverdacht. Durch die Beamten des Landeskriminalamtes Tirol wurden intensive Ermittlungen betreffend die Tiroler Bezugsquellen des 55-Jährigen angestrengt, wobei es gelang, einen 39-jährigen und einen 22-jährigen Österreicher bzw. einen 31-jährigen Iraker auszuforschen. Alle drei Beschuldigten konnten aufgrund gerichtlich bewilligter Festnahmeanordnungen verhaftet werden. Während sich der 22-jährige Österreicher sowie der 31-jährige Iraker, welcher aktuell wegen Suchtgifthandels in der Justizanstalt Innsbruck eine sechsjährige Freiheitsstrafe verbüßt und seine Suchtgiftgeschäfte in Haftausgängen abwickelte, in ihren Einvernahmen bedeckt hielten bzw. sich nicht äußerten, gestand der 39-jährige Österreicher, dessen Bunkerwohnung lokalisiert werden konnte – darin befanden sich neben geringen Mengen Kokain, Cannabisharz sowie Bargeld auch mehrere Kilogramm Cannabiskraut – die In-Verkehr-Setzung von sechs Kilogramm Cannabiskraut. Insgesamt wurden in diesem Ermittlungsverfahren neun Personen wegen des Verdachtes des Suchtgifthandels zur Anzeige gebracht und davon sechs festgenommen. Nach einer weiteren Person wird noch mit Festnahmeanordnung gefahndet, darüber hinaus werden mehrere Suchtgiftabnehmer zur Anzeige gebracht. Die Tätergruppierung steht nach umfangreichen, akribischen Ermittlungen in Verdacht, zumindest 8,1 Kilogramm Kokain, acht Kilogramm Cannabiskraut und vier Kilogramm Cannabisharz mit einem Straßenverkaufswert im sechsstelligen Euro-Bereich in Verkehr gesetzt zu haben. Neben Vermögenswerten im sechsstelligen Euro-Bereich konnten außerdem weitere 500 Gramm Kokain, zehn Kilogramm Cannabiskraut und 4,3 Kilogramm Cannabisharz polizeilich sichergestellt werden.

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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