Die Essigmacherinnen: Frauenpower aus dem Mühlviertel

„Starke Frauen gibt es in Oberösterreich viele. Unser Ziel ist es, starke Frauen und ihr Wirken vor den Vorhang zu holen. Erfolgreiche und starke Frauen sind die Essigmacherinnen, die wir gemeinsam besucht haben.  Die Essigmacherinnen, das sind drei Frauen mit einer großen Leidenschaft. Die Freude an Veredelung von Streuobst zu hochwertigem Bio-Essig hat Eva Eder, Barbara Peterseil und Birgit Stutz zusammengebracht. Gemeinsam haben die Powerfrauen aus dem Mühlviertel eine bäuerliche Vorzeige-Kooperation aus der Taufe gehoben. Die Produkte der Essigmacherinnen überzeugen über Oberösterreichs Landesgrenzen hinweg Konsument/innen wie Fachexpert/innen. Zuletzt wurde bei Österreichs größter Verkostung bäuerlicher Produkte in Wieselburg ihr ‚Bio Apfel-Birnen Essig‘ mit Gold prämiert. Das bestätigt: Wenn Frauen sich gegenseitig stärken und neue Wege gehen, dann ist das goldrichtig“, betonten Agrar-Landesrätin Michaela Langer-Weninger und Landeshauptmann-Stellvertreterin Christine Haberlander unisono.

„Hinter jedem erfolgreichem Betrieb steckt eine starke Frau“, dieses Motto haben sich die Essigmacherinnen auf die Fahne geschrieben. Im Fall von Eva Eder, Barbara Peterseil und Birgit Stutztrifft das auch vollkommen zu. Die drei Frauen haben sich vor einigen Jahren dazu entschlossen, neben der Tätigkeit auf ihren landwirtschaftlichen Betrieben ihrer gemeinsamen Leidenschaft für die Essigherstellung zu folgen und als Dreier-Gespann hochqualitative Fruchtessige herzustellen. „In jeder Essig-Flasche steckt damit nicht nur bester vergorener Obstsaft aus der BioRegion Mühlviertel, sondern auch ganz viel Know-how und Frauenpower“, meint Agrar-Landesrätin Michaela Langer-Weninger.

Eine Kombination, die überzeugt und bei Direktvermarkter-Prämierungen immer wieder ausgezeichnet wird. Auch heuer wieder. Bei Österreichs größter Verkostung bäuerlicher Produkte in Wieselburg wurden alle eingereichten Essige mit einer Medaille ausgezeichnet, der „Bio Apfel-Birnen Essig“ sogar mit Gold. „Eine schöne Bestätigung, dass sich unsere qualitativ hochwertige und handwerkliche Arbeit auch im besonderen Geschmack unserer Produkte abzeichnet und von Experten anerkannt wird“, so Eva Eder.

„Starke Frauen, starkes Land – in Oberösterreich leben wir ein Prinzip, dass nicht das Geschlecht bestimmen darf, was erreichbar ist. Frauenpolitik ist für mich keine Frage der Ressorts, sondern eine, die alle Lebensbereiche betrifft – und beide Geschlechter. Umso schöner ist es, dass die erfolgreichen Essigmacherinnen ihren Weg gehen und als Vorbilder für Frauen dienen“, sagt FrauenLandesrätin LH-Stellvertreterin Christine Haberlander anlässlich des Besuches.

Essigmacherinnen: Wer dahintersteckt und was sie leisten

Unerwähnt darf auch nicht bleiben, was das Mühlviertler-Frauengespann auf ihren Stammbetrieben leistet. Denn jede der drei Frauen stellt, ob nun in der Schaumosterei Pankrazhofer, der Brennerei Dambachler oder dem Obstbaubetrieb Peterseil, gemeinsam mit ihrer Familie hochqualitative Lebensmittel her. Durch die Bewirtschaftung erhalten und pflegen die drei bäuerlichen Betriebe zudem die heimische Kulturlandschaft. Im Besonderen gilt das natürlich für die Streuobstwiese, die schon bald zum immateriellen UNESCO-Weltkulturerbe werden soll. „Die Streuobstwiesen sind aus Oberösterreich nicht wegzudenken und genauso wenig von unseren Betrieben. Für die Produktion unserer Essige haben wir uns daher ganz bewusst für die Verwendung der Äpfel und Birnen Mühlviertler Landwirte und damit für den Erhalt der Streuobstwiese entschieden“, betonen Eva Eder, Barbara Peterseil und Birgit Stutz.

Pankrazhofer

Den Pankrazhofer Vierkant-Hof gibt es bereits seit einigen Jahrhunderten und er ist im Besitz der Familie Eder. Eva und Norbert führen ihren Hof nun seit einigen Jahren als Bio-Landwirtschaftsbetrieb mit Schaumosterei. Mit viel Leidenschaft sowie Engagement konnten sie Tradition und Moderne miteinander vereinen. Denn neben ihrem Haupterwerb, der Most- und Saftproduktion, stellen sie Essig her und betreiben eine Mutterkuhhaltung sowie den Anbau von alten Ackerfrüchten wie Dinkel und Leinsamen.

Brennerei Dambachler

Umgeben von saftigen Streuobstwiesen und mystischen Granitformationen schmiegt sich ein mehrere hundert Jahre alter Hof in die sanfte Hügellandschaft des Mühlviertels. Sein Name ist Dambachler. In dieser idyllischen Abgeschiedenheit entstehen Edelbrände, die auf höchstem Niveau destilliert werden und ein Paradebeispiel regionaler Wertschöpfung sind. Die handverlesenen Früchte- und Getreidesorten stammen von heimischen Produzent/innnen und den umliegenden Feldern und Wiesen des brüderlichen Bio-Bauernhofs, der im Sinne einer Kreislaufwirtschaft betrieben wird.

Bioobstbau Peterseil

Der Familienbetrieb Peterseil ist im südlichen Mühlviertel, in Luftenberg gelegen. In dieser milden Lagen nördlich der Donau betreiben die Peterseils biologische Landwirtschaft. Nachhaltige Produktion und beste Qualität haben für den Bioobstbau-Betrieb höchste Priorität, sodass die Äpfel  und Birnen ohne chemisch- synthetische Pflanzenschutzmittel und ohne Kunstdünger erzeugt werden. In der hofeigenen Kellerei entstehen aus dem Bio-Obst Moste und Säfte in Spitzenqualität.

v.l.: Landesrätin Michaela Langer-Weninger, Eva Eder, Barbara Peterseil, Birgit Stutz und Landeshauptmann-Stellvertreterin Christine Haberlander.
Foto: Pankrazhofer

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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