Wie bekommt man mehr Personal für die der Kinderbildung und -betreuung

Im Rahmen der Dialogtour fand  auf Einladung von Bildungsreferentin LH-Stellvertreterin Mag.a Christine Haberlander das nächste Arbeitsgespräch, diesmal mit Direktorinnen und Direktor der Bundesbildungsanstalten für Elementarpädagogik (BAfEP), statt. Ziel des Gesprächs war es, wie man mit einer Ausbildungsoffensive mehr Personal für den Bereich der Kinderbildung und -betreuung gewinnen könne sowie eine intensive Beschäftigung mit der Frage, aus welchen Gründen sich Absolventinnen und Absolventen nach erfolgter Ausbildung für den unmittelbaren Berufseinstieg als Elementarpädagogin bzw. des Elementarpädagogen entscheiden.

Bereits im vorangegangenen Arbeitsgespräch mit den Gewerkschaften war man sich über die Notwendigkeit einer Ausbildungsoffensive einig. Viele Bundesländer in Österreich stehen im Bereich der Elementarpädagogik vor denselben Herausforderungen. Daher ist es von großer Bedeutung, dass dem Thema der Ausbildung besonderes Augenmerk, insbesondere vom zuständigen Bildungsministerium, zukommt. 

Im Besonderen wurde bei dem Gespräch von den Direktorinnen und Direktor festgehalten, dass der Berufseinstieg erleichtert und mit weniger Druck gestaltet werden sollte. Es wurde auch festgehalten, dass aktuell oft finanzielle Beweggründe die überwiegend Älteren am Kolleg Interessierten zweifeln lassen, ob sie die Ausbildung am Kolleg beginnen sollen. Darüber hinaus gab es eine gemeinsame Sicht auf die Notwendigkeit der stärkeren Bewerbung der Ausbildung.

Ich bedanke mich bei den Direktorinnen und dem Direktor der Ausbildungseinrichtungen für den produktiven Austausch. Die daraus gewonnen Ansichten, Blickwinkel und Lösungsvorschläge werde ich in die kommenden Gespräche meiner Dialogtour und gegenüber dem Bildungsministerium einfließen lassen. Vor allem nehme ich aus dem Gespräch mit, dass es einen guten, begleiteten Berufseinstieg für die Schülerinnen und Schüler gibt – hier denken wir auch an den Ausbau unseres erfolgreichen Mentoring-Programms, um BAfEP-AbsolventInnenen den Berufseinstieg zu erleichtern. Mein klares Ziel ist, dass die Ausbildung leichter zugänglich und noch attraktiver wird“, führt Bildungsreferentin LH-Stellvertreterin Mag.Christine Haberlander aus.

„Es gibt kaum etwas Schöneres, als Kindern die Welt zu eröffnen. Jugendlichen diese erfüllende Berufsperspektive nahezubringen, sollte uns ein Anliegen sein. Wir müssen sie gewinnen für einen Beruf, der Basis und Rückgrat unserer Gesellschaft bildet“, unterstreicht Mag.a Ingrid Bründl, Direktorin der BAfEP Steyr.

Während des Gesprächs wurde unter anderem auch das wichtige Thema der Wertschätzung der Berufsgruppe der Elementarpädagogik besprochen. „Ganz entscheidend für das erfolgreiche Finden von neuem Personal ist das Image einer Berufsgruppe. Es muss klar sein, dass durch ein permanentes Schlechtreden einer Berufsgruppe weniger Personal zu finden sein wird. Nur alle Systempartnerinnen und -partner gemeinsam werden dauerhaft die bestmöglichen Lösungen für unsere Kinder, für die Eltern und für die Pädagoginnen und Pädagogen erzielen können. Meine Dialogtour stellt den nötigen Rahmen dafür bereit“, so Haberlander abschließend. 

Foto: Land OÖ/Denise Stinglmayr

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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