Jährlich brennen rund 1.500 Fahrzeugbrände in Österreich

Fahrzeugbrände passieren öfter als gedacht. Alleine in Österreich beginnen im Durchschnitt drei bis fünf Autos pro Tag zu brennen.

Jedes Auto kann in Brand geraten
Bei Zusammentreffen ungünstiger Umstände kann jedes Fahrzeug in Brand geraten. Deshalb ist es wichtig, dass auch jedes Auto mit einem 2-kg-Pulverlöscher ausgestattet ist, der ebenso selbstverständlich mitgeführt werden sollte wie das Verbandspaket, das Pannendreieck oder die Warnweste. Denn je mehr Fahrzeuge mit einem Autofeuerlöscher ausgestattet sind, umso eher kann man im Brandfall auf die Hilfe anderer Verkehrsteilnehmer hoffen. Zudem gilt: Je mehr Autofeuerlöscher für die Brandbekämpfung zur Verfügung stehen, umso höher sind die Erfolgschancen. 

Häufigste Entstehungsgründe für Auto-Brände (Quelle: Autosieger.de)

das Kraftstoffsystem mit undichten oder porösen Kraftstoffleitungen im Motorraum samt Zuführungen zur Gemischaufbereitung nebst Kraftstofffilter. Wenn Benzin- oder Dieselgeruch auftritt, sollte man den Motorraum genau inspizieren! Vorsorglich sollte man im Rhythmus von zwei Jahren alle Schlauchverbindungen prüfen lassen. 

Hydraulik und Ölversorgung. Sie spielen bei neuen Autos eine größere Rolle, etwa durch undichte Druckleitungen der Servolenkung, der Fahrwerkshydraulik oder der Schmierung des Turboladers, die bei Defekt meist einen Ölnebel auf Auspuffkrümmer und Turbolader versprühen, der sich schon nach 20 Sekunden auf dem glühend heißen Auspuffkrümmer, dem Katalysator oder dem Turbolader entzündet. Bei diesen Ursachen spielt auch der Marderbiss eine unrühmliche Rolle. 
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Elektrik und Elektronik, weil PKW meist keinen Zentralschalter für die Elektrik haben und die Bordspannung den Kurzschluss auch während des Brandes nähren kann. Durchgescheuerte Kabel, die zum Kurzschluss führen, lösen meist zunächst einen Schwelbrand aus.

Äußere Einflüsse wie glühende Zigarettenstummel, die von Vorausfahrenden aus dem Fenster geworfen werden und sich in der Kunststoffverkleidung der Vorderbaus „einbrennen“. Dies wird jetzt in der Brandanalyse intensiver verfolgt, da die Anzahl solcher Entzündungen steigend ist. 

„Selbstentzündung“ auf Parkflächen, die mit trockenem Gras oder Laub (Wald- und Wiesen-Parkplätze!) bedeckt sind, ist ein gefährliches Sommerthema – man sollte nicht auf trockenem Gras und trockener Heide parken, weil heiße Auspuffanlagen und Katalysatoren schnell zur Feuerursache werden können. Die „klassische“, im Wageninneren herunter gefallene Zigarette hingegen spielt statistisch nur eine geringe Rolle. Offensichtlich verstehen immer mehr Leute, dass Rauchen am Steuer sehr gefährlich ist. 

Brennen E-Autos häufiger? (Quelle: futurezone.at)

Von 100.000 verkauften Fahrzeugen in der jeweiligen Kategorie brennen 25,1 Elektroautos, aber 1.529,9 Autos mit Verbrennungsmotor. Das größte Brandrisiko besteht laut den offiziellen Statistiken bei Hybriden. Von 100.000 gerieten in den USA 3.474,5 in Brand.

E-Autos brennen länger

Ein Grund, warum über E-Auto-Brände mehr berichtet wird, könnte sein, dass diese schwerer zu löschen sind. Brände von Autos mit Verbrennungsmotor können relativ einfach beendet werden.

Bei brennenden Akkus werden jedoch chemische Reaktionen in Gang gesetzt, die so schnell nicht wieder aufhören und immer wieder Flammen erzeugen können. Brennende E-Autos werden deshalb nach Möglichkeit oft in Wassertanks versenkt.

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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