Fahndungserfolg – 26-Jähriger versteckte sich vor Polizei im Schrank. Aktuelle oö Polizeimeldungen

50-Jähriger gegen Radlader gedrückt

Bezirk Freistadt

Ein 50-Jähriger aus dem Bezirk Linz-Land führte am 21. April 2022 um 9 Uhr in St. Leonhard bei Freistadt allein bei einem abgestellten Radlader Reparaturarbeiten an einem Hydraulikschlauch durch. Er stützte die Radlader-Gabel mit einer Holzpalette in einer Höhe von ca. einem Meter ab, um im Frontbereich einen defekten Hydraulikschlauch zu wechseln. Dabei dürfte sich der Druck in der Hydraulikleitung abgebaut haben, wodurch der Baggerarm plötzlich zu Boden sackte und den 50-Jährigen mit dem Oberkörper gegen den Frontbereich des Radladers drückte. Die Holzpalette dürfte durch die Wucht weggedrückt worden sein. 
Ein 60-Jähriger aus dem Bezirk Eferding und ein 57-Jähriger aus dem Bezirk Freistadt halfen dem Verletzten schließlich aus der misslichen Lage und setzten die Rettungskette in Gang. Der 50-Jährige wurde vom Roten Kreuz sowie vom Notarztteam des Rettungshubschraubers erstbehandelt und mit schweren Verletzungen ins UKH Linz geflogen.

Pkw kollidierte mit Linienbus

Bezirk Urfahr-Umgebung

Ein 62-Jähriger aus Linz fuhr am 21. April 2022 um 8:55 Uhr mit seinem Pkw im Ortsgebiet von Pesenbach auf der L1506 aus Richtung Feldkirchen kommend in Richtung Osten, beabsichtigte nach links in die Gemeindestraße Pesenbach abzubiegen und übersah dabei lt. eigenen Angaben den ihm aus Richtung Goldwörth entgegenkommenden Omnibus, gelenkt von einem 56-jährigen Linzer. Trotz einer umgehend eingeleiteten Notbremsung konnte der Busfahrer den Linienbus, welcher mit ca. 15-20 Fahrgästen besetzt war, nicht mehr rechtzeitig anhalten und so kam es zum frontalen Zusammenstoß zwischen den beiden Fahrzeugen.
Der Pkw wurde in das angrenzende Feld geschleudert, wo dieser zum Stillstand kam. Nach Erstversorgung durch den Samariter-Bund aus Feldkirchen wurde der unbestimmten Grades Verletzte ins UKH nach Linz eingeliefert. Sämtliche Insassen im Linienbus bleiben ersten Erhebungen nach unverletzt. An beiden Fahrzeugen entstand erheblicher Sachschaden.

Cannabis an Minderjährige verkauft

Bezirk Eferding

Ein 16-Jähriger aus dem Bezirk Urfahr-Umgebung und eine 20-Jährige aus dem Bezirk Wels-Umgebung werden beschuldigt, im Zeitraum des gesamten Jahres 2021 in gemeinsamer Verabredung insgesamt zumindest ein Kilogramm Cannabiskraut an großteils minderjährige Abnehmer aus dem Raum Prambachkirchen und St.Marienkirchen an der Polsenz gewinnbringend veräußert zu haben.
Nach Erhebungen der Polizeiinspektion Aschach/Donau in Kooperation mit der PI Peuerbach, PI Prambachkirchen und PI Eferding konnten zwei Durchsuchungsanordnungen der Staatsanwaltschaft Wels erwirkt werden. Im Zuge der abschließend durchgeführten Beschuldigtenvernehmungen zeigte sich zumindest die 20-Jährige umfassend geständig, als Beitragstäterin aktiv gewesen zu sein.
Die Suchtgiftverkäufe wurden neben den Tatorten in Eferding auch im Bezirk Linz-Land sowie im Stadtgebiet Linz abgewickelt.
Die Beschuldigten sowie sämtliche Abnehmer werden wegen Übertretungen nach dem Suchtmittelgesetz an die Staatsanwaltschaft Wels zur Anzeige gebracht.

Betrügereien bei Häftlingen aufgedeckt

Bezirk Schärding

Nach umfangreichen und mehrmonatigen Erhebungen durch Kriminalbeamte der Polizei Suben konnten mehrere Straftaten, welche von zwei Häftlingen der Justizanstalt Suben, im bewussten und gewollten Zusammenwirken vollzogen wurden, geklärt werden. Daraus entstand vier Opfern eine Schadenssumme im sechsstelligen Eurobereich.
Die Häftlinge täuschten auf einer Dating-Plattform in mehrmonatigen Konversationen Beziehungen zu ihren Opfern vor. Zudem gaben sie von sich Preis, derzeit Häftlinge einer Justizvollzugsanstalt zu sein. In dieser „Notlage“ ersuchten sie die Geschädigten vorerst um kleinere finanzielle Gefälligkeiten in Form von Telefonwertkarten, geringen Geldüberweisungen und Gutscheinen. Nachdem diese Zahlungen bedingungslos geleistet wurden steigerten sich die Forderungen stetig. Als Gründe nannten sie Auseinandersetzungen mit anderen Häftlingen, weshalb sie „Schutzgeld“ benötigen würden oder vorgetäuschte Raufhandel und nun eine notwendige Operation bevorstehe, die zu bezahlen sei. Die zwei Beschuldigten versuchten den finanziellen Schaden zu verschleiern, indem sie den Opfern zeitweise von anderen Opfern Geld zukommen ließen und diese so die Übersicht über ihre Kontovorgänge verlieren sollten. Zudem versprachen sie sämtliche Überweisungen nach der Haftentlassung zu begleichen, da sie sehr vermögend seien. Das erworbene Geld verspielten die zwei Häftlinge online auf unterschiedlichen Wettportalen. Einige Überweisungen dienten Angehörigen der Beschuldigten für die nicht rechtmäßige Beschaffung und Einschleusung von Mobiltelefonen in die Justizanstalt. Eines der Opfer, die den Kontakt zu einem der Häftlinge bereits beendet hatte, wurde nachträglich von einem fremden Mann kontaktiert, der sie nötigte, erneut Kontakt mit dem Häftling aufzunehmen, da ansonsten Fotos und Videos an Angehörige übermittelt werden. Aufgrund der Tatsache, dass es sich bei den Tätern um Häftlinge handelte sind die Opfer teilweise umgezogen oder haben ihre Arbeitsstelle und Telefonnummern gewechselt.

Fahndungserfolg – 26-Jähriger versteckte sich vor Polizei im Schrank

Landeskriminalamt OÖ

Anfang April ersuchte das Stadtpolizeikommando Steyr das Landeskriminalamt OÖ die Fahndungslage gegen einen 26-jährigen Russen zu übernehmen. Seitens des LKA OÖ wurden sofort Zielfahndungsmaßnahmen eingeleitet. Gegen den einschlägig wegen Drogen- und Gewaltdelikten vorbestraften Mann bestehen zwei Vorführungsbefehle des LG Steyr.
Der 26-Jährige verbüßte schon aufgrund einer Verurteilung wegen schwerer Nötigung eine mehrmonatige Haftstrafe in der Justizanstalt Linz.
Nachdem er von den Verurteilungen bzw. Vorführungsbefehlen in Kenntnis gesetzt worden war, tauchte er unter, um sich der Strafvollziehung zu entziehen.
Im Zuge der Ermittlungen konnte der Aufenthaltsort des 26-Jährigen eruiert werden. Am 19. April 2022 wurde er in der Wohnung seiner Lebensgefährtin in Steyr festgestellt und festgenommen. Er versuchte sich der Verhaftung zu entziehen, indem er sich in einem Schrank versteckt hatte.
Nach erfolgter erkennungsdienstlicher Behandlung und Verständigung des zuständigen Richters des Landesgerichts Steyr wurde der Beschuldigte in die Justizanstalt Linz eingeliefert.

Betrügerisches Brüderpaar ausgeforscht

Stadt Steyr

Nach umfangreichen Ermittlungen konnten zwei bosnische Brüder im Alter von 24 und 26 Jahren aus Linz als jene Täter ausgeforscht werden, die in einem Geschäft in Steyr in mehreren Angriffen Betrugshandlungen setzten. Sie klebten auf hochpreisige Waren Preisetiketten von billigeren Waren und täuschten dadurch das Kassenpersonal. Es entstand ein Schaden in der Höhe von bislang 1843 Euro. Die Ware wurde folglich von den Beschuldigten auf einem Onlineportal unter Aliasnamen zu einem weitaus höheren Preis angeboten.
Bei der durchgeführten freiwilligen Nachschau konnten von den Tathandlungen aus dem Jahr 2022 noch acht Artikel, darunter Jacken, Hosen und ein Rucksack, sichergestellt werden. Die Beschuldigten legten ein umfassendes Geständnis ab. Als Motiv führten sie an, dass sie Markenwaren noch billiger für den Eigenbedarf erwerben wollten. Zweitranging war der Verkauf über das Onlineportal. Anzeigen an die Staatsanwaltschaft werden erstattet.

Vorrangverletzung – ein Verletzter

Bezirk Braunau

Am 21. April 2022 um 13:15 Uhr fuhr ein 41-Jähriger aus dem Bezirk Braunau mit seinem Pkw in Burgkirchen auf der B147 Braunauer Straße in Fahrtrichtung Braunau. Im Kreuzungsbereich mit der L1053 Lachforst Landesstraße fuhr ein 47-jähriger israelischer Staatsbürger aus dem Bezirk Hallein mit seinem Pkw trotz dem Vorschriftszeichen Vorrang geben in den Kreuzungsbereich ein, um in Richtung Mattighofen weiterzufahren. Es kam daraufhin zu einer rechtwinkeligen Kollision im Kreuzungsbereich. Der 41-Jährige wurde nach Erstversorgung vom ÖRK und vom Notarzt mit Verletzungen unbestimmten Grades ins Krankenhaus nach Braunau eingeliefert. Der 47-Jährige und seine zwei Mitfahrer blieben unverletzt. Beide Pkw waren nicht mehr fahrtüchtig und mussten abgeschleppt werden.

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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