Neuer Klimastatusbericht sieht Wettlauf mit der Zeit

Der Klimastatusbericht sortiert jährlich die Daten des vergangenen Jahres und ordnet diese in die bereits 255 –jährige Messgeschichte ein. „Das aktuelle Ergebnis macht wieder einmal deutlich, dass wir uns im Wettlauf mit der Zeit befinden. Um eine Katastrophe zu verhindern ist ein rasches und entschlossenes Handeln von uns allen gefordert“, so Landeshauptmann-Stellvertreter Heinrich Schellhorn, der den Vorsitz der Klimaschutzreferentinnen und –Referenten der Bundesländer innehat.

„Politik, Wirtschaft, Gemeinden, Institutionen, jeder Bürger und jede Bürgerin müssen sich gegen die Klimakatastrophe stemmen“, so Landeshauptmann-Stellvertreter Heinrich Schellhorn anlässlich der Veröffentlichung des Statusberichts für 2021. Der vergangene Sommer war laut der Analyse österreichweit der neuntwärmste in der 255-jährigen Messgeschichte und vor allem gekennzeichnet von heftigen Unwettern und lokalen Rekordregenmengen.

Klimarückblick Salzburg 2021

  • Um 1,2 Grad Celsius wärmer als im Durchschnitt des Vergleichszeitraumes 1961–1990
  • Februar, April, Juni und Oktober waren die trockensten Monate
  • Juli war der regenreichste Monat
  • 6 Prozent Niederschlagsdefizit
  • 7 Prozent mehr Sonnenstunden
  • Juni war der drittwärmste und zweitsonnigste Monat seit Messbeginn
  • Mitte Juli und Mitte August führten Starkregen und Gewitter zu teils katastrophalen Überschwemmungen und Murenabgängen (Hallein, St. Johann im Pongau, Wagrain, Altenmarkt, Dienten und Krimml).

Schellhorn: „Klimaschutz braucht uns alle“.

„Die Bereitschaft sich aktiv am Klimaschutz und an der Energiewende zu beteiligen war noch nie so hoch wie jetzt. Der Ausstieg aus Öl und Gas und der Umstieg auf erneuerbare Energien sind ganz zentrale Hebel für unsere Zukunftssicherung und ein Schritt Richtung Unabhängigkeit. Nur so können wir die Treibhausgas-Emissionen stark senken und wertvolle Ressourcen schonen“, so Schellhorn und fügt hinzu: „Dieser Umstieg muss für jeden realisierbar sein und finanziell unterstützt werden. Das ist mein großes Anliegen, für das ich mich weiterhin stark einsetze.“

Formayer: „Mehr schwere Gewitter erwartet.“

Der menschengemachte Klimawandel wirkt sich laut dem wissenschaftlichen Leiter des Berichts, Herbert Formayer, auf die Art der Gewitter aus. „Die Kombination aus einer gesicherten Zunahme der Niederschlagsintensität um etwa zehn Prozent pro Grad Erwärmung und einer wahrscheinlichen Zunahme der Häufigkeit instabiler Luftschichtungen im Alpenraum lässt mehr schwere, schadensverursachende Gewitter während des 21. Jahrhunderts in Österreich erwarten“, so Formayer.

Gewessler: „Müssen uns vorbereiten und investieren.“

Klimaschutzministerin Leonore Gewessler meint, dass diese Extremwetterereignisse, die der aktuelle Statusbericht beschreibt, jene sind „auf die wir uns vorbereiten müssen“. „Wenn wir weitermachen wie bisher, wird das für verwüstete Landstriche und hohe wirtschaftliche Schäden sorgen. Investieren wir hingegen in den Klimaschutz und vor allem in die Klimawandelanpassung, kurbeln wir unsere Wirtschaft an und sorgen für eine gute und klimafreundliche Zukunft für die Menschen in Österreich“, so Gewessler.

Bei Energiewende und Klimaschutz mitmachen

Das Land Salzburg sowie der Bund unterstützen Privatpersonen, Gemeinden sowie Betriebe und Institutionen beim Umstieg auf erneuerbare Energien, beim Ressourcenschonen und somit auch beim Einsparen von Energiekosten. Hier die Angebote im Überblick:

Foto: Land Salzburg / Neumayr – Leopold

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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