Tag der Brille am 23. April

Ob es Zeit für eine neue Brille ist, hängt nicht nur von modischen Vorlieben ab

Die Mehrheit der Österreicher, 59 Prozent, braucht eine Sehhilfe. Allerdings ist der letzte Brillenkauf bei 44 Prozent mittlerweile schon zwei bis drei Jahre her, wie die Spectra-Analyse 2021 ergab. Der Tag der Brille am 23. April könnte ein guter Anstoß für einen Besuch beim Fachoptiker sein. „Veränderungen bei der Sehschärfe beeinflussen nicht nur das persönliche Wohlbefinden, sondern sind auch ein entscheidender Faktor, wenn es um die Unfallgefahr im Alltag geht“, so der Landesinnungsmeister der oö. Augen- und Kontaktlinsenoptiker Philipp Orso.

Anzeichen, die auf veränderte Dioptrienwerte hinweisen, sind müde, brennende Augen, Kopfweh oder auch Schwindelgefühle. Oft hat eine Überanstrengung der Augen aber auch nichts mit einer Sehstärkeveränderung zu tun, etwa wenn man den ganzen Tag vor dem Computer sitzt. Hier kann man mit speziellen Bildschirmbrillen mit Blaulichtfilter und Blendschutz entgegenwirken. Bei Kindern ist besondere Aufmerksamkeit geboten, wenn sie schielen, ihre Augen zittern, sie den Kopf stark drehen, oft die Augen reiben oder beim Versuch, etwas zu nehmen, danebengreifen. Zeitgerecht auf eine Brille zu setzen, kann Entwicklungsverzögerungen rechtzeitig stoppen. Mittlerweile gibt es sogar spezielle Brillengläser, die das Fortschreiten der Kurzsichtigkeit bei Kindern einbremsen.

„Einmal im Jahr sollte der Besuch beim Augenoptiker/Optometristen ein Fixpunkt im Kalender sein. Nicht nur für den jährlichen Sehcheck, sondern auch, um die bestehende Brille nachzujustieren und wieder richtig einzustellen“, erklärt Philipp Orso. Ein Sehtest zeigt Veränderungen, bei Auffälligkeiten leitet der Fachoptiker weiter zum Augenarzt. Grundsätzlich ist eine Veränderung von 0,25 Dioptrien im Jahr kein Grund zur Sorge. Ab einer Sehverschlechterung von 0,5 Dioptrien ist jedenfalls eine neue Brille angesagt.

Komfort für alle Lebenslagen
Das neue Brillenmodell wird auch von den Aktivitäten des Trägers bestimmt: Autofahrerbrillen erleichtern den häufigen Wechsel zwischen Fern- und Nahsehen, ergänzt um Polarisationsfilter und Kontraststeigerung. Jene, die gern am Computer zocken, finden eine spezielle Gaming-Brille, aber auch für Radfahrer gibt es eigene Sehhilfen, die vor Staub und Blendungen schützen. Für Ballsportler eignen sich bruchsichere, nahezu unkaputtbare Sportbrillen und auch für Schwimmer oder Taucher findet sich das richtige Modell. Landesinnungsmeister Orso: „Und wer trotz der großen Auswahl an der bestehenden Fassung hängt, dem tauscht der Optiker gerne einfach die passenden Gläser aus.“

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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