Großbrand in Ennser Betrieb


Im Werk des Nahrungsmittelkonzerns OSI Food Solutions in Enns (Bezirk Linz-Land) ist es am Sonntag in der Früh zu einem Großbrand gekommen. Seit 6.00 Uhr läuft ein größerer Einsatz mit 15 Feuerwehren. 
Wie der Kommandant der städtische Freiwilligen Feuerwehr, Alfred Stummer, am späten Vormittag zur APA sagte, sei der Brand unter Kontrolle, die Löscharbeiten seien jedoch schwierig und dürften noch bis in die Abendstunden dauern. Unklar ist noch, was zu dem Feuer geführt hat. Berichte über Verletzte lagen zunächst nicht vor.

Fenster schließen, Einsatzort meiden
Die Feuerwehr bittet die Bewohner im Umfeld des Brandes in Enns, die Fenster zu schließen. Grund ist die Rauchentwicklung. Gefährliche Stoffe seien aber nicht im Spiel, wurde auf Nachfrage von der Feuerwehr versichert. Mittlerweile seien auch Schaulustige ein Problem, die Feuerwehr bittet eindringlich den Einsatzort zu meiden und die Löscharbeiten nicht zu behindern.

Löscharbeiten schwierig
„Wir haben leider starken Westwind. Der drückt den Rauch zu Boden und die Schwaden ziehen Richtung Stadtmitte“, sagte Stummer. „Es brennt nach wie vor unter dem Dach einer Halle. Dieser Bereich ist nur schwer zugänglich.“ Ein Teil des Daches sei zwar mittlerweile durchgebrannt, hier könne man nun gut mit dem Wasserwerfer hineinlöschen, bei einem anderen Teil der Halle sei das aber noch nicht möglich. Zudem befänden sich an der Außenwand des Firmengebäudes große Gastanks, die man vor Flammen und Hitze schützen müsse.

Keine gefährlichen Stoffe gelagert
Gefährliche Stoffe sollen in dem auf die Produktion von tiefgefrorenen und durcherhitzten Rindfleisch- bzw. Geflügelerzeugnissen spezialisierten Werk laut Feuerwehr nicht gelagert sein. Kurzfristig haben sich die Einsatzkräfte heute auch einmal zurückziehen müssen, weil nach dem Bruch eines Wellblechdachs mehr Sauerstoff in die Halle gelangte und das Feuer weiter anheizte. Der Brand wurde kurz nach 5.40 Uhr bemerkt. Insgesamt standen am Vormittag 15 Feuerwehren im Einsatz – darunter auch die Betriebsfeuerwehren der Papierfabrik Nettingsdorf und des BMW-Motorenwerks in Steyr. 

Textquelle: ooe.orf.at

© fotokerschi e.U.

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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